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G-Punkt und Priesterweihe

In Deutschland darf jeder Priester werden der will. Angesichts des Priestermangels ist das sicherlich verständlich. Aber obgleich das in anderen Ländern nicht viel anders aussieht, hat man zum Beispiel in Rumänien immer noch sehr "große" Ansprüche, die man an die künftigen Priester stellt.

Ein rumänisch-orthodoxes Gymnasium hat 1996 zwei Bewerbern die Aufnahme verweigert weil ihre Penisse zu klein waren.
Hintergrund ist das Dogma dass es in Priesterfamilien nicht zur Scheidung oder anderen ähnlichen Zwischenfällen kommen darf, weshalb die sexuelle Befriedigung gewährleistet sein muss, so der Pressebericht.

Aberwitzig ist das wahrscheinlich nur deshalb für mich weil ja der Geschlechtsverkehr für gute Christen einzig und allein der Fortpflanzung und gar nicht der Befriedigung von Lust dient.
Abgesehen davon ist es wohl noch nicht zu diesen Herren vorgedrungen dass die Größe keine Rolle spielt.

Ach ja und falls sich wer wundert, was ich mir in Religionsangelegenheiten schon längst abgewöhnt habe: In der rumänisch-orthodoxen Kirche muss man, ganz im Gegensatz zur katholischen Kirche, als Priester verheiratet sein.

Wie hier übrigens sehr schön aufgemalt ist, kann fast jeder Penis, so klein er auch sein mag die Gräfenberg-Zone (G-Punkt) erreichen.



Und wenn wir einmal dabei sind: Den C-Punkt (Klitoris) zu stimulieren ist wohl das Wichtigste überhaupt.
Der G-Punkt (Gräfenberg-Zone), der U-Punkt (Gewebe um Harnröhrenöffnung) und der A-Punkt können nur zusätzlich zum "Erfolg" beitragen. Wobei die Existenz von A-Punkt und G-Punkt immer noch umstritten ist.

Das wars von Lukrezias kleiner Sexualkunde. Und das alles in meiner Kirchen-Rubrik, die wohl eher eine Antichristen-Rubrik ist.

3 Kommentare 3.8.08 16:24, kommentieren

Highfield 2008

Ich hab eine Karte für's Highfield, und beschlossen dass es dort nicht nur toll sondern geil wird. Ich will es zur Tradition werden lassen wie das KIrschfest. Und ebenso wie es jedes Jahr einen Kirschfestflirt gibt,.......und so weiter.

Freu mich riesig.

7 Kommentare 6.8.08 15:38, kommentieren

Programmhinweis

Woah, morgen geht's los! In doppelter Hinsicht....
Ich habe morgen 2. Lehrjahrs-prüfung und ich hab Schiss weil es ungünstige Umstände sind.

Und morgen fahren wir aufs Highfield. Das wird sicher geilo! Vielleicht gibts Bilder.

Aber erst mal hab ich Schiss. Und sorry für die Schreibpause. Ich hab ein bisschen bloggenswertes aufgetrieben aber irgendwie fehlte die Lust...
Eine Woche ist, glaube ich, meine bisher längste Blogpause.

4 Kommentare 13.8.08 19:57, kommentieren

Highfield 2008

Also da ich Donnerstag keine Zeit mehr hatte, kommt hier eine Retrospektive wie man in erlauchten Künstlerkreisen zu sagen pflegt.

Ich habe meine Prüfung mit 1 bestanden, worauf ich sehr stolz bin, oder zumindest glaube es sein zu werden wenn ich zum Nachdenken gekommen bin. Da ich aber bis vorhin auf dem Highfield ein zahlender Gast war, kam ich noch nicht zu dieser unbedeutenden Kleinigkeit.

Aussicht auf das Festivalgelände von außenDas Highfield war durchwachsen aber das kommt natürlich auf den Standpunkt an. (Ich habe festgestellt dass viele es nicht kennen. Lasst euch gesagt sein: Das ist eine Schande, ihr werdet im Limbus schmoren dafür. Das ist immerhin das größte Festival Mitteleuropas.)
Die Musi war große klasse. Die erste Band, die ich mir zu Gemüte geführt habe waren die "Subways", die richtig genial waren.
Also gleich einen tollen Opener zu haben macht ne Menge aus. (Eigentlich war jemand anderes der Opener aber den habe ich zu Gunsten meines Schlafes ausgelassen.)

Irgendwie erinnerte der Sänger (mit nacktem Oberkörper) an den jungen Keith Richards. Oder nein, streicht das. Er erinnerte an Alexander Schell der in "Das wilde Leben" den jungen Keith Richards spielte.
Leider war ich nicht nah genug dran, um mehr sagen zu können.


Er begann "Rock'n'Roll Queen" übrigens auf deutsch: Du bist die Sonne, du bist die Einzige usw.
Er hat einen tollen Akzent - es klang sexy.
Da ich das Lied nicht kannte dachte ich erst es würde wirklich so anfangen, da die Band allgemein etwas des Deutschen, unserer mütterlichen Sprache, mächtig zu sein schien.

Die ZeltstadtAch ja was vielleicht noch erwähnenswert wär, vielleicht nicht für euch, aber wenn ich mich später daran erinnere, oder unter Amnesie leide und der Blog eine zuverlässige Quelle der Erinnerung sein wird: Es hat geregnet. Es hat sehr stark geregnet. Es war kein Platzregen, aber ich musste doch die Gummistiefel rauskramen. Einige machten sich einen Spaß daraus in die tiefsten Pfützen zu springen, damit auch wirklich jeder Umstehende dreckig wurde. Ich sah am Ende der Nacht, also am Anfang des Morgens aus wie ne Drecksau. Ne geile Drecksau natürlich! Aber eben eine DRECKsau die dringend duschen musste. Nicht zuletzt weil ich einen Stage Diver nicht bemerkte der mir prompt fast das Ohr abriss und seinen Schuhabdruck auf meiner Kapuze hinterließ. Sah fast aus als müsste es so sein.

Ach ja: Dieser Eintrag wird nicht so ohnehin schon lang wie üblich, er wird noch länger. Falls Jemandem beim Lesen dieses Satzes schon die Lust vergeht, klickt auf das X oben in der Ecke. Es hat keinen Sinn. Das sind Erinnerungen von denen ich mir halt vorstellen kann, ein unbeteiligter Fan würde sie hören wollen. Oder jemand sucht gaaaaanz leichte Unterhaltung. Unterhaltung im Superfedergewicht. Und die Feder ist ne Daune Baby, glaub mir. Ansonsten fühl dich frei.

Abends dann das erste Highlight. Wir sind übrigens immer noch bei Freitag, liebe Lukrezia der Zukunft, die du das lesen wirst und denken wirst: "Hä? Ich bin doch die Lukrezia der Gegenwart. Wer könnte bloß gemeint sein?"
Aber genau DU bist gemeint. Ich kenne dich. Ich weiß jetzt fühlst du dich angesprochen.)

Meine Tasche wurde netterweise getragen..."The Killers" waren da. Das Highfield-Bild des Jahres 2008 habe ich von ihnen geschossen. Dabei ging meine Brille leider zu Bruch und ich habe mir die Ferse gebrochen. Zumindest hat es sich so angefühlt. Ich stand in der ersten Reihe in der Mitte. Und die Musik war naturgemäß sehr gut, allerdings habe ich sie nur am Rande mitbekommen. Denn dieses Gedränge und Platz verteidigen hat die meiste Energie gefressen. Ich kann mir jetzt auch gut vorstellen, dass Leute bei solchen Veranstaltungen totgetrampelt werden. Ich habe meine Brille natürlich nicht wieder zusammenfügen können, sonst könnte dieser Bericht nicht von mir geschrieben werden. Ich höchstpersönlich habe auf meiner Rückreise ein Mädchen kennen gelernt, das unter der Masse fast begraben wurde - beim Ärzte-Auftritt. Aber zu diesem kommen wir später. Ich lebe also noch meine Freunde. Und auch wenn der journalistische und ideelle Anstoß groß war, einen Bericht aus den Katakomben der Publikumsmenge zu schreiben, widerstand ich ihm, zugunsten meines Lebens.
Manche Besucher erwähnten 2 Tote. Davon weiß ich aber natürlich nichts Offizielles.

Unverzichtbare AusrüstungSchon bei The Killers habe ich ja gestaunt, wieviele Leute da sind. Nicht nur der Festival-Platz vor der Bühne war "gekrachtevoll" nein bis zu den Einlässen standen, ja stapelten sich fast, die Leute. Aber ich merke dass ich mal wieder viel zu schnell bin. Habe ich doch glatt vergessen die chronologische Reihenfolge zu beachten. (Brandon Flowers hat keinen Bart mehr. Sieht besser aus)
Vorher waren ja noch Bloc Party und die Sportfreunde Stiller dran. Die Sportis zeigten musikalisches Können. Sie sind ja jedes Jahr dabei gewesen und wie sie sagten "schon länger als es das Highfield überhaupt gibt".
Das ist jetzt eine etwas kurze Abhandlung über einen sehr gelungenen Auftritt (mit gelben Riiiiiiiiesenluftballons). Aber dem ist auch nichts hinzuzufügen.

Bloc Party! OMG!
Ich kopier hier mal eben einen Ausschnitt (sagen wir Quelle, das klingt seriöser) hinein welche besagt:

Nein, nicht Borat! Die Genitalregion war sein Mülleimer.
Achtung jetzt kommt der Ausschnitt also aufpassen und gründlich lesen.
"Bloc Party spielten den einzigen Festivalauftritt in Deutschland und lenkten das Augenmerk der Fans behutsam auf die Dinge, die da bald kommen mögen. Die elektronisch überdrehte Single "Mercury“ eröffnete das Set, später gab es einen weiteren neuen Track, in dem Kele Okereke mal schluchzte und mal zischte „I can be as cool as you“. Der erste Höreindruck war dabei durchaus ein guter, klassisch Bloc Party könnte man sagen, wobei man sich fast schon wunderte, wie nahtlos er sich in das Set einfügte. Fast hätte man sich das sperriger gewünscht. Dennoch: Dank stimmiger Lightshow, Fast-Vollmond über der Bühne und 25.000 Jubelnden, mehr als eindrucksvoll."



International Noise Conspiracy mit Superhelden-SängerGelesen? Verstanden? Gemerkt? So und jetzt vergesst ihr das bitte mal ganz schnell. Das war absolute Grütze. Die waren so mies, das viele nur blieben um ihren guten Platz nicht aufgeben zu müssen, allerdings ohne auch nur den kleinen Finger, geschweige denn ein Tanzbein zu rühren, geschweige denn damit zu zucken. Ich wollte Fotos machen, alleinig um meiner Dokumentationspflicht nachzukommen versteht sich.
Aber das ist so einfach nicht. Nein keineswegs. Wer auch immer auf die Idee kam die Nebelmaschine voll aufzudrehen oder noch höher - er sollte sich schämen. Man sah die Band ganz einfach nicht. Ich glaubte der Anzeige dass es Bloc Party waren, sehen konnte ich sie allerdings nicht, und ich stand im Mittelfeld ohne größere Personen zwischen mir und Bühne. Mein ratloses Umschauen auf andere Fotografen bestätigte das. Die hatten auch alle nur eine grau-weiße Bühne vor der Linse. Vielleicht hatte der Sänger einen Pickel der nicht fotografiert werden sollte - keine Ahnung. Also Musik schlecht - Performance schlecht.
Die haben früher bessere Sachen gemacht. Aber das muss jeder selbst beurteilen. Vielleicht sieht es auch nur vom Boden so aus und die Livemitschnitte geben etwas mehr Aufschluss darüber wer da grad auf der Bühne stand als Bloc Party da sein sollten - wo sie hoffentlich waren.

Massen auf der LeinwandDiesselbe Quelle äußert sich übrigens gegen den fulminanten Auftritt der Killers - obwohl er zugibt dass sie mit großen Mengen umgehen können. Aber das Wort "U2-Nazis" habe ich vorher noch nie in diesem Zusammenhang gehört. Ich habe es, bei rechtem Bedenken, noch nie vorher gehört. Genau das sollen sie aber sein.

P.S. mitten im Text: Ich hab grad Bilder gesehen. Sie waren wohl tatsächlich auf der Bühne. Highfield steht zwar nicht drüber aber naja. Der Beweis steht also noch aus.
Also das zum ersten Tag. Zur ersten Nacht die eigentlich noch vorher war - sagen wir einfach wir ziehen das hier in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf, also anachronistisch auf, bleiben aber bei der Abfolge der Tage chronolisch stimmig - kapisch?

Und noch etwas , also P.P.S. :Die Plain White T's waren Freitag auch da, aber nicht der Rede wert meiner bescheidenen Meinung nach. Ich fand sie schlecht , 90% der Anderen gut. Ich schreibe das, um die Meinungsvielfalt die doch auch entstehen kann, mal deutlich zu machen. Obwohl das Publikum vieles ähnlich empfindet.

Am nächsten Tag sind aufgetreten, nein: habe ich gesehen: Kettcar, The Hives und The Ärzte (mit drei Strichen überm Ä), Flogging Molly, The International Noise Conspiracy.
Diesmal aber doch chronologisch:

Brandon Flowers beim RockenThe International Noise Conspiracy waren sehr gut. Ich kannte die Lieder vorher nicht, und sie haben mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Es ist keine Band von der ich mir alle Alben zulegen würde, aber sie hat riesige Live-Qualitäten. Wie der Sänger über die Bühne sprang, und mit einfachen Handbewegungen das Publikum faszinierte und begeisterte und auch Nicht-Kenner zum Mitsingen verleitete. Die Einlagen waren fast schon akrobatischer Natur.
Das sind richtige Rampensäue, und sie haben krasse, coole, lustige Bühnenoutfits - vor allem der Sänger.
interessant war für mich die Frage warum die englisch sprachen. Es schien keinem aufzufallen, aber sie redeten anfangs einen Satz auf deutsch und sagten auch Danke und Guten Abend akzentfrei - absolut akzentfrei. Und danach quatschten die genauso akzentfrei auf englisch. Hat denen keiner gesagt, wo wir waren?



Sonnenbrille geklaut und gleich kaputt gemacht und daneben von Treuenfels mit Freunden von mir - ja ein Abkömmling von DEM von TreuenfelsFlogging Molly wurde sogar groß und breit von MTV angekündigt. Also ich weiß nicht genau ob das ein MTV-Moderator war, er hätte einer sein können, aber er meinte eben dass MTV die präsentieren. Die Erwartung war natürlich groß. Sie wurde bei fast allen erfüllt, außer bei mir. Es ist irische Volksmusik mit Rock verbunden. Das mochte ich schon bei Fiddler's Green nicht.
Aber zum Tanzen war es gut geeignet. Blöderweise standen ein paar Wänste vor mir die immer rumpogen mussten. Da sie aber leider noch zu jung dazu waren sind sie gesprungen wie dieser geheilte Bettler in "Das Leben des Brian" - der Ex-Leprakranke. Bloß fuhren sie dabei ihre Ellenbogen aus - sie hatten ja sonst keine Masse entgegenzusetzen.
Mit Wänste meine ich übrigens nicht dass ich mir auf meine 22 Winter etwas einbilde, damit ist durchaus gemeint dass abends 20.15 körperlich kleingewachsene, bartwuchslose Kinder herumliefen. Die wahren bestimmt 10 Jahre jünger als ich. Aber einigen Mädchen, auch etwas Älteren, haben sie scheinbar gefallen. (mit älter ist 16 gemeint - jeder andere kann die ja nicht ernst nehmen.)
Wie die auf das Gelände kamen, genau wie der alte Mann mit den zwei Rauhaardackeln ist mir immer noch ein Rätsel. Die waren wahrscheinlich zu klein um sie zu bemerken. *haha*


Ich habe also getanzt, dies aber mit ausgefahrenen Ellenbogen, das ist nämlich der beste Schutz gegen störende Springer oder Drängler. Ein spitzer Knochen tut an fast jedem Körperteil weh. So einfach und selbst Schuld!

Zu Kettcar gibt es nicht viel zu sgaen: Ich kann sie nicht beurteilen, da ich zwar da war aber keine einzige Silbe verstanden habe, obwohl die ja deutsch sprechen und singen. Punkt!

The Hives waren da schon ein anderes Kaliber. Da hatte man echt das Gefühl die große Welt vor sich zu haben. Sie haben gut gespielt, eine gute Songwahl gehabt und Hohenfelder Wermuth getrunken, wobei ein Tropfen ganz schön lange fiel. Die spielten nämlich ganz schön lange. Irgendwann haben die ersten genervt geguckt. Aber auch hier: Top-Live-Qualitäten.

Die Ärzte wurden mit Bechern beworfen für Viva con AguaDie Ärzte. 90% des Publikums sind wegen denen da gewesen. Unzählige Ärzteshirts. Die Gruppe mit der ich da war, war größtenteils ärztefeindlich eingestellt. Mich haben die Ärzte ironischerweise geheilt. Ich dachte zumindest dass sie meine Ferse wieder heile gemacht hätten. In Wirklichkeit war die nur inzwischen taub geworden - durch weiterhin erhöhte Springbelastung. Ich konnte es einfach nicht lassen. Ich habe es versucht und bin gescheitert. Das ist die traurige Wahrheit.
Die Ärzte allerdings von denen ich mir viel erwartete, haben mich dann so richtig enttäuscht. Musikalisch waren sie top! Meine Schwester war bereits bei mehreren Konzerten und sie war begeistert.
Aber irgendwie waren die gestern seltsam.
Ich verrate euch warum:

Sie sollten 2 Stunden spielen. Nach ca. einer ¾ Stunde sind sie von der Bühne gegangen. Das ist natürlich etwas arg kurz. Die haben sich fast 10 Minuten immer weiter feiern und betteln und rufen lassen eh sie wiederkamen und die Zugabe spielten, die eigentlich reguläre Show sein sollte. 4 Songs immerhin! Dann verschwanden sie wieder. Es war inzwischen 1.30! Sie hatten also noch eine halbe Stunde. Auch diesmal ließen sie sich bitten. Und sangen irgendetwas ganz Komisches. Es war lustig, aber ein echtes Ärztelied zum Mitgröhlen hätte alle noch mehr gefreut. Es ging darum, aus was Geld gemacht ist, ob aus Scheiße oder Sperma.
Ich fand natürlich aus Scheiße, denn dass aus Scheiße oft Gold gemacht wird ist ja hinlänglich bekannt.
Und die Band will sich ab jetzt "Hubschrauber" nennen.

Der Schlamm wurde durch Stroh bedeckt und aufgesogenAch ja und wer den Geldhahn der Ärzte anzapfen will wende sich bitte an Bela, der verwaltet das.
Farin U. meinte" "Mein Gesicht braucht ihr nicht aber die Kontodaten". Der Bezug zu Sahni wurde von allen verstanden - das fand ich so toll. Keine andere Band hatte so das Publikum auf seiner Seite, und bei keinem anderen Act konnten so viele mitsingen, und kein anderer Act hatte solch eine spektakuläre Lichtshow.
Nach dieser kurzen Zulage, wurde noch eine verlangt. Gerechtfertigt wie ich finde, die Zugabe war eigentlich keine - so wie wir uns das gewünscht hätten. Also wollten sie noch eine spielen: Das "spielen" bestand im reinfriemeln eines Steckers und dem Drücken eines Knopfes - die Zugabe kam doch glatt vom Band, und die Ärzte verließen die Bühne. Ohne wirkliche versprochene Zugabe. Das war schon nicht mehr sexy Dreistigkeit das war schon eine Frechheit.

Leider konnte ich die Dropkick Murphys nicht sehen, die in 2½ Stunden spielen und die darauf folgenden Beatsteaks deren vorletztes Konzert es sein soll - also für den Moment.

kleine Rasenfläche - gut genutzt Erinnert mich bitte daran dass ich nächstes Jahr mit dem Auto fahre. Man kann die Hälfte nicht mitnehmen wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.
Ein Versorgungszelt und ein paar Dosen Bier wären nicht schlecht. So jetzt habt ihr diesen Artikel überstanden.
Oh doch eines noch, auch wenn es sexistisch ist. Ich liebe Männer manchmal. Ihr glaubt nicht wie gut alternative Jungs aussehen können, auch wenn viele viele viele leider leider leider zu cool für alles sind. Also eine richtige Selbstdarstellung, wem ist mehr schnurzpiepe.
Und was mir auch noch aufgefallen ist: Es waren fast keine Mädchen da die solo waren. Es waren viele Mädchen da, aber FAST alle mit Freund. Es war ganz selten mal eine richtige Mädelsclique zu sehen. Keine Ahnung woran es liegt. Aber es passt zur Unterrepräsentation von Frauen im Rock und Alternative-Bereich.

7 Kommentare 17.8.08 19:45, kommentieren

Der unsichtbare Sog

Ich hab noch einen Nachtrag zu meinem Highfield 2008-Eintrag.
Für viele wird es nichts Besonderes sein. Aber für mich war es der Augenblick in dem ich wusste dass ich da hin gehöre.

Ich war ja bereits einen Tag früher da und für mich war es schlicht langweilig, kalt und von Hunger geprägt.
Aber am Highfield-Freitag, gegen 16.00, als das Spektakel begann bot sich mir ein Schauspiel der Extraklasse.
Alle Leute, pilgerten zu den Subways. Das Wort pilgern trifft es eigentlich nicht so ganz.
Tausende, also ca. 20.000 Leute wollten gleichzeitig diese eine Band sehen, und trabten also um etwa dieselbe Zeit zum Festivalgelände los.
Man muss sich das vorstellen wie Zombies, nur dass sie ihre rme nicht ausgestreckt hielten.
Kalte Blicke, und ein stetiger langsamer gang, dem sich nichts engegenzustellen vermochte - so kamen wir daher. Aus allen Straßen der Zeltstadt kamen die Leute und schlossen sich dem Strom an. Leute die stolperten, wurden liegengelassen. Alle wollten nur das eine, und folgten etwas, dass man wohl am besten als Sog beschreiben kann.

Ja wirklich, es war als ob ein unsichtbarer Sog an uns zog, und wir nicht anders konnten als ihm willenlos zu folgen. Und das war so ein so erhebendes Gefühl, und einfach nur so schön - ich kann es kaum beschreiben.

Und das obwohl wir wie gesagt wie Untote, auf der Suche nach ihrer ewigen Ruhe, gewirkt haben müssen.

2 Kommentare 19.8.08 21:03, kommentieren