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Unwichtig und wie die Zeit vergeht

Wie lang ist es her
das mein Herz
deinetwegen schlug?

Lichtjahre!
Liiiiiiichtjahre.
Und du warst mir wichtig
und du wusstest es,
und du hast dich selbst
sehr wichtig gefühlt.

Was ist geblieben?
wenn das Gefühl vergeht
hast du keine Spur
beim Menschen hinterlassen

Und nix hast du geschaffen
für die Nachwelt.

8 Kommentare 2.9.08 19:23, kommentieren

Ich weiß nicht was soll es bedeuten

Dies hier wird ein schwieriger Eintrag. Ich weiß, ich hatte meinen Wikipedia-Eintrag versprochen. Aber ich bezweifle dass die Welt tatsächlich auf so etwas gewartet hat. Andererseits - hierauf auch nicht.
Ich schreibe es trotzdem, weil es mir schon länger unter den Nägeln brennt. Schon lange habe ich mir vorgenommen das zu thematisieren, was eben hier Thema ist. Aber immer wieder hat mich Verschiedenes davon abgehalten.
Nicht zuletzt eben auch die Angst dass ich wie eine Spätpubertierende anmuten könnte, denn genau so klingt das was jetzt folgt:

In den letzten Jahren häufen sich bei mir gewisse "Gemütszustände" - so will ich das einmal nennen.

Ich fühle mich manchmal wie betäubt. Ich fühle mich als ob ich durch einen Traum wandle, und alles so verschleiert ist, und man das Gefühl hat nicht vorranzukommen und alles nur wie durch Wasser hört.
So trotte ich in letzter Zeit durch mein Leben. Auch auf Arbeit, schleicht sich dieses Gefühl hin und wieder ein und wird wie gesagt immer häufiger.
Verstehe mich bitte keiner falsch. Ich bin zufrieden mit meinem Leben, und auch weit davon entfernt eine Selbstmordkandidatin zu sein. Das hat hat mit derlei Dingen nicht das Geringste zu tun.

Zunächst glaubte ich an organische Ursachen. Es würde an meinen Augen liegen, an meinen Ohren, oder gar an meinem Gehirn selbst. Eben das irgendwas in meinem Kopf nicht stimmt. Aber das ist es nicht! Ich habe mich nicht durchchecken lassen, aber ich weiß das ist es nicht.
Meine Sinne lassen nach und es hat nichts mit meinen Sinnen zu tun.
Ich glaube das was da passiert, und an diesem Punkt spätestens driftet es in die Pubi-Ecke ab, ist das Erwachsenwerden.
Es ist die Einleitung für ein Leben in Spießigkeit, Sicherheitsdenken, Standardlebenslauf usw.
Es ist diese Art Betäubtsein, von der große wie kleine Schriftsteller so oft schreiben. Der Trott, der den Menschen dazu verführt zu allem Ja und Amen zu sagen. Es ist die Krankheit die vor Hitler buckeln ließ, und dieselbe an der die resignierenden Hartz IV-Empfänger kranken, die ihr Leben abgeschrieben haben.

Ich weiß nicht ob ich mich mit diesen Vergleichen jetzt wirklich verständlich machen konnte. Aber ich stelle einfach fest dass ich auf Erden nicht mehr lebe sondern nur noch wandle.
Ich habe auch immer wieder Zustände des klaren Denkens und des echten Zuhörens - aber sie schwinden merklich.

Vielleicht ist es auch der Velrust der Moral der das bewirkt hat. (Ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben könnte)
Ich glaubte früher immer dass in jedem Menschen eine Art Licht brennt. Und mit jedem Lügen, und jedem Betrug wird es weniger. Auch jedes Mal wenn ich Jemanden geküsst habe, den ich nicht liebte und Folgendes. All das macht das Licht dunkler, bis es verlöscht.

Ihr werdet jetzt denken, das wäre komisches Gequatsche das einem Pfarrer besser zu Gesicht stehen würde, und vermutlich habt ihr, meine lieben Leser, verdammt Recht damit. Aber aus irgendeinem Grund hatte ich das unbezwingbare Geühl das es doch so sei. Man könnte es wohl auch als Grad der Reinheit eines Herzens beschreiben - aber das klingt etwas zu sehr nach Edelsteinen für meinen Geschmack.

Bei einer Lüge hatte ich aber genau dadurch ein schlechtes Gewissen. Durch die Tatsache das mein Herz weniger rein ist.
Und dann plötzlich, mit einem Mal, war der Gedanke weg. Erst vor kurzem habe ich mich wieder daran erinnert das ich ja mal so dachte. Und mir fiel nur eine mögliche Erklärung dafür ein, dass ein Gedanke der meine Welt beherrschte, mit einem Mal verschwindet.
Ich wollte mir nicht eingestehen dass es so weit war. Mein Licht war verloschen. Irgednein Tropfen hat irgendein Fass zum Überlaufen gebracht.
Versteh mich nicht falsch lieber Leser - ich lüge nicht ständig, und ich hure auch nicht rum (zumindest nicht ständig )
Aber es war halt doch zu viel, für das kleine Herz-Gemüt.
Das nehme ich zumindest an. Denn neben dem Verlust meines Lichtes, und damit der Reinheit meines Herzens, fällt etwas anderes zusammen.

Seit diesem Zeitpunkt in etwa bemerke ich diese Gefühle von Taubheit die ich eingangs beschrieb. Es ist als hätte ich der Pfeil eines Blasrihres getroffen und ich verharre in dem Zustand kurz bevor ich zu Boden falle weil das Mittel durch meine Blutbahn strömt. Ich bin dabei aber nicht traurig oder so.
Ich höre nichts mehr. Ich höre nicht mehr zu.
Und ich sehe nicht mehr bewusst.

Es ist seltsam, und obendrein schwer zu beschreiben.

Düdeldü Freunde des seltsamen Gemütszustandes

8 Kommentare 5.9.08 23:59, kommentieren

Los jetzt! Zieht aus um die Welt zu verändern....

Auch dieses Jahr findet wieder ein Blog Action Day statt. Am 15. Oktober sollten also alle Blogger die irgend können über das Thema Armut bloggen.
Letztes Jahr (Thema Umwelt) habe ich ja auch schon versucht teilzunehmen. Allerdings fehlte mir genau um die Zeit des Blog Action Days herum irgendwie das passende Thema. Ich will ja auch nicht irgendetwas bloggen - zumindest nicht wenn jemand hinschaut.

Also wenn ihr Lust habt, und die habt ihr gefälligst zu haben, tut etwas Gutes. Denkt wie Pfadfinder denken würden: Jeden Tag eine gute Tat. Und über die gute Tat des 15. Oktober müsstet ihr euch dann keine Gedanken mehr machen.

(Dieses Mal habe ich wenigstens eine Idee über was ich blogge)



3 Kommentare 8.9.08 12:32, kommentieren

"Wer den Toten gleicht, dem widerstrebt es am meisten zu sterben."



aus "Strangeland" mit Dee Snider (Twisted Sister)

(soeben beim Schauen dieses Meisterwerkes gehört)
Und wer etwas hinschaut kann auch Robert Englund erkennen - unseren "Freddy".

Nachtrag:
Ich kann einfach nicht davon absehen mit pop-kulturellem Wissen zu protzen. Robert Englund als älteres Semester ist auch zu bewundern in der sehr gelungenen Horror-Persiflage "Behind the Mask".
Auch ein empfehlenswerter Film, der sich über Horrorfilmklischees lustig macht, mal ganz abseits von "Scary-Movie" und Konsorten.
(Und das obwohl obwohl ein Blinder das Ende kommen sehen würde.)

3 Kommentare 8.9.08 22:36, kommentieren

Feiern...

So liebe Freunde!
Heute (na gut eigentlich schon seit gestern) startet mal wieder das Winzerfest. Einmal im Jahr kommt jeder Freyburger stockbesoffen nach Hause (die meisten wohl öfter )

Leider gibt es dieses Jahr nicht mehr diese schönen Eintrittsbuttons, die ich zu sammeln pflege, sondern blöde Papierbändchen. Aber was solls.

Ich finde einfach keine Muße den Wiki-Eintrag zu verfassen, und vorher will ich nichts weiter schreiben, weil da irgendwie was fehlen würde. Also es ist alles im Sinne der Vollständigkeit dieses Blogs.....aber diese komische Regel muss ich auch langsam mal aus meinem Kopf vertreiben....

Heute vor 3 Jahren habe ich meine beste Freundin verloren - beim Winzerfest. Mit Gedenken daran wird es also auch begangen, zumindest von meiner Seite aus.

1 Kommentar 13.9.08 14:51, kommentieren