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Übrigens...

...habe ich "Gimme Shelter" etwas mit lokalen Verweisen gespickt. So muss niemand mehr 100 Jahre scrollen bis er zu dem gewünschten Teilkapitel im Text kommt.

Und bei Gelegenheit tippe ich dann auch mal Kapitel 2/III ab.

4 Kommentare 1.2.09 14:30, kommentieren

The Smiths

Ich habe vor einiger Zeit mal erwähnt dass ich eine Band für mich entdeckt habe.
Eine ältere Band, die ich früher aus Unkenntnis immer missachtet hatte, da ich irgendwie dachte sie wären wie "The Cure". Ich weiß nicht wie mir dieser furchtbare Irrtum unterlaufen konnte.
Sind "The Smiths" doch so gänzlich anders.



Nicht nur die Band "The Smiths" sind absolut weltklasse und haben so ziemlich jeden Künstler dieses Planeten beeinflusst sondern im Besonderen der Sänger "Moz".
Morrissey ist eine wahnsinnig beeindruckende Persönlichkeit. Wenn man den verlinkten Wiki-Eintrag liest wird klar dass er von klein auf schon etwas Besonderes an sich hatte.
Und auch seine Einstellung zum Sex und zur Sexualität möchte ich jedem einmal ans Herz legen.

Auch ein sehr geiler Song:


Dies ist ein aufklärender Artikel da ich selbst engsten Freunden nicht verraten habe welche Band seit ein paar Monaten meine besondere Aufmerksamkeit genießt.
Ich wollte mich erst komplett mit dieser Band und dem Drumherum vertraut machen, weil die "Arbeit" die man kopfmäßig eingeht wenn man die Texte hört eher aufwendig ist.

2 Kommentare 6.2.09 19:37, kommentieren

Gimme Shelter Kapitel 2/III

Ich habe soeben Kapitel 2/III online gestellt. Der Teil heißt "Das Verlassen des Schlosses" und macht das 2. Kapitel komplett.
Ja, ich habe es nach, keine Ahnung, einem Jahr oder so endlich mal geschafft.

2 Kommentare 7.2.09 11:01, kommentieren

Das Kreuz mit der Political Correctness

Eine Frage zur öffentlichen Diskussion und eine kleine Geschichte dazu:

Zuerst die Geschichte:
Klein-Desi sah zum ersten Male jemanden mit einer Hautfarbe die sich von ihrer deutlich unterschied. Aufgeregt fragte sie ihre Großmutter:
"Omi, was is denn das für ein Mann?"
und Omi antwortete:
"Das ist ein Mohr. Die haben so schwarze Haut."

Man verzeihe diese naive Frage aber da wo Klein-Desi herkommt, sieht man das nicht so häufig.

Ein paar Jahre später, ich war aber immer noch Klein-Desi, ging ich mit meiner Mutter durch die Stadt, und ich erkannte einen "Mohren" auf der anderen Straßenseite.
Aufgeregt schrie ich:
"Mutti, guck mal da ist ein Mohr."
Meine Mutter hielt an, schaute ernst zu mir herunter, ich glaube mich zu erinnern dass sie sich sogar herunterbückte und sagte:
"Klein-Desi, so was darfst du niemals wieder sagen. "Mohr" darf man nicht sagen. Das ist ein böses Wort. Das heißt Neger."

Wieder Jahre später, ich war inzwischen die nicht mehr ganz so kleine Desi, sah ich einen Bauarbeiter der "Neger" war.
Auch hier wurde ich wieder aufgeklärt von meiner Mutter. "Neger" würde man nicht mehr sagen. Das wäre beleidigend. Man würde jetzt Schwarzer sagen.

Überflüssig zu erwähnen dass einige Jahre später auch das Wort "Schwarzer" ein Wort non grata war. Es solle Farbiger heißen.

Ich persönlich benutze dieses Wort, weil damit alle Hautfarben gemeint sein können, also auch Menschen mitgemeint sind die beispielsweise lateinamerikanischer Herkunft sind. Ich denke auch mit diesem Wort. Damit gebe ich mich wohl als Faschistin zu erkennen. Denn natürlich wird auch dieses Wort nicht mehr benutzt weil es natürlich total verletzend ist....ist ja klar.

Heute sagt man Afrodeutscher! Die Erfindung dieses Wortes wurde lange für einen Geniestreich gehalten, es klingt gewählt, ich würde fast sagen gespreizt, und wurde bis heute noch nicht negativ besetzt.
Überraschend ist das nicht. Wer einen Neonazi schon einmal hat schimpfen hören weiß dass da Plattitüden wie "Scheiß Kanaken" kommen und nicht "Scheiß Afrodeutsche. Die Afrodeutschen nehmen uns alle Arbeitsplätze weg."

Natürlich hat es dieses Wort geschafft bis heute nicht negativ besetzt zu werden. Weil einfach keiner das Wort benutzt. Genausowenig wie jemand Latinodeutscher, oder Asiendeutscher sagt. Es klingt eher nach einem Beamten als nach Volksmund.

Das Kreuz mit der Political Correctness ist eben dass sich die Gedanken der Menschen ändern müssen. Egal welches Wort wir uns einfallen lassen. Wenn schlecht über die Menschen zu dem es gehört gedacht wird, wird es auch immer wieder negativ besetzt werden. Das ist eine unumstößliche Wahrheit, die jeden Tag empirisch bewiesen wird.
Und dennoch stößt mir täglich auf, dass meine Klassenkameraden das Wort "Neger" in den Mund nehmen. Man setzt es doch auch zu leicht mit dem amerikansichen "Nigger" gleich, was in Amerika zwar ein gebräuchliches Wort ist, allerdings nur im Wortschatz FARBIGER. Ein Weißer darf es nicht benutzen. Das ist faschistisch.
Ich werde mit sehr seltsamen Blicken bedacht wenn ich äußere dass sie sich bitte anders ausdrücken sollen. Vermutlich kennen die gar kein anderes Wort - für die gehört das zur Normalität.

Meine Frage ist nun: Welches Wort ist das Richtige? Bei welchem Wort brauche ich mich nicht als Anachronismus der Geschichte fühlen. Muss ich mir ein eigenes Wort ausdenken? Denn FARBIG, auch wenn ich mit diesem Wort denke, mag mir auch nicht richtig gefallen. Farbig und weiß, klingt als ob es zwei verschiedenen Arten von Mensch gibt. Und das ist nicht der Fall. Es klingt als ob 80% der Welt in einen Topf gehören, und wir etwas anderes sind - egal ob besser oder schlechter.
Und da wir nun einmal (Achtung Plattitüde) alle Menschen sind fühlt sich das auch irgendwie falsch an. Oder bin ich inzwischen selbst eine Gefangene der Political Correctness?

11 Kommentare 12.2.09 22:23, kommentieren

Anarchistenarm

Ein juristischer Tipp:

Sie haben in der Öffentlichkeit masturbiert? Neigen Sie dazu Frauen nicht nur nachzustarren sondern auch gleich handgreiflich zuwerden? Egal ob die vordere obere Körperhälfte oder die hintere Untere.
Hat sich ihre Hand zwischen die Gesichtsknochen eines Anderen verirrt?
Und jetzt fürchten Sie die Strafanzeige?

Das muss nicht sein!



Butter bei die Fische.....Wenn man auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert halten einen gleich alle für bekloppt. Das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Auch die Solidarität der Bevölkerung nimmt ab, wenn man die Schuld stupide von sich weist. "Die Stimmen in meinem Kopf wollen es." ist out.


Auch das muss nicht mehr sein!



Die Lösung heißt .....
(Ich habe überlegt diesen Satz nur gegen Bares zu beenden. Aber ich bin da ja Kumpel.) Dr. Strangelove-Syndrom.
Benannt ist es nach dem Film Dr. Strangelove, der im Deutschen Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben heißt.
Man kann aber auch einfach Fremde-Hand-Syndrom sagen.
1908 wurde diese Krankheit zum ersten Mal diagnostiert. Die Ursachen sind im Gehirn zu suchen. Schäden die s.B. durch Schlaganfälle ausgelöst werden können führen zu diesen unkontrollierten Bewegungen.
Die Beispiele vom Anfang sind aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Es gab wirklich schon derartige Fälle die vor Gericht gingen, wo also die Beschuldigten alles darauf schoben dass die Hand einfach mache was sie wolle.

Da darf sich jetzt jeder seinen Teil dazu denken.

Quelle: American Journal of Physical Medicine and Rehabilitation (2000, 79; 4: 395)<7i>

18.2.09 16:56, kommentieren