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Alles Wissen dieser Welt II

Ich präsentiere proudly die zweite Ausgabe der Serie "Herzenswissen". Ein Kompendium zur schnelleren Erfassung meiner Kopfwelt. Und ich werde mich nicht dafür entschuldigen dass dieser Artikel so lang ist. Jeder Text ist wert gelesen zu werden. Nicht alles kann in 3 Worten wiedergegeben werden.

Cutting - nach dem HeilungsprozessBeginnen wir mit dem Film "Strangeland" in dem der glamoröse Dee Snider mitspielt. Ich weiß, ich habe im ersten Teil versprochen keine Filme und Bücher zu erwähnen. Aber hier ist es obligatorisch. Denn ohne "Strangeland" wäre nie meine Faszination für Body-Modification entstanden. Besonders abartig dabei: Body-Suspension, bei der Menschen an Haken aufgehangen werden. Besonders faszinierend dabei: Skarifizierung, was ich auch plane mir zuzulegen. Dabei möchte ich betonen dass das nichts, ich wiederhole, NICHTS mit selbstverletzendem Verhalten zu tun hat.

Kommen wir von Körperverzierungen direkt auf das verwandte Thema Dieter Bockhorn zu sprechen. Ein wahrlich schöner Mann solange er von David Scheller in "Das wilde Leben" verkörpert wird. Ja, ich habe schon wieder einen sehr sehenswerten Film erwähnt. Aber es ist auch einfach zu schön, der Obermaier und ihrem Kiezprinzen zuzusehen. Leider kam im Film nicht vor wie sie dem Hippie Trail gefolgt sind. Übrigens las ich einmal in einem Atlas über Künstlerreisen etwas über den Schmetterlingsweg. DIeser geht von Prag nach Venedig und ehrlich gesagt - ich hatte das Gefühl der Künstler hat sich nur ausgedacht dass das ein Pilgerweg ist.

Mein eleganter Themenwechsel zu Hermes Trismegistos erfolgt jetzt eigentlich nur wegen einem dummen Zufall. Ich habe aus Versehen gerade seinen Namen in meiner Linkliste angeklickt. Eigentlich anklicken wollte ich die Geschichte des Parmaschinken dessen Fälschungen mir jede Woche dilletantischen Hochgenuß bescheren. Schon beim Gedanken an die großen Fettaugen läuft mir das Wasser im Munde zusammen.

Wieder mythisch wird es mit dem Oedipus Aegyptiacus. Darauf wurde ich aufmerksam durch den Kreis der die Namen Gottes enthält, wie im Link auch zu sehen ist.
Und wenn wir einmal beim THema Mythen sind können wir auch gleich auf den Cthulu-Mythos von H. P. Lovecraft eingehen. Und obwohl ich mir die Bücher schon lange zu Gemüte führen wollte, habe ich es noch nicht geschafft. Die Faszination geht vor allem vom Necronomicon aus. Aber im ganz speziellen sind die Unaussprechlichen Kulte faszinierend, die ja oft in einem Atemzug mit dem Necronomicon genannt werden.

Auf diese mythischen Dinge bezieht sich auch teilweise Robert Anton Wilson, der mich schon mit Schrödinger's Katze verwirrt hat. Vor allem aber glänzt er wohl immer noch mit der Illuminatus-Trilogie, mit der er den Diskordianismus erfand.

Frère RogerEinige Themen sind schwer einzuornden. Sie haben nichts miteinander zu tun. In gewisser Weise ist das ihre Gemeinsamkeit. Das ist auf jeden Fall der kleinste gemiensame Nenner zwischen den Haiangriffen von 1916 in New Jersey (ja das ist echt interessant) und einem Flapper Ersteres war einmal Artikel des Tages bei Wiki und Zweiteres kam in einem Film vor. Das Nicht verstehen von etwas führt oft zu WIssenszuwachs. So war es auch als ich vom Tod des Frère Roger hörte der mir bis dahin gänzlich unbekannt war.

Andere Themen habe ich aus Interesse verfolgt. So habe bei einer dieser Anatomie des Todes/ Crime Scene/ Autopsie-Sendungen, die pseudowissenschaftlich Morde aufklären von einem sehr interessanten Fall gehört. Natürlich waren die nicht helle genug um die Brisanz des Falles zu erkennen und haben das wahrlich interessante in einem Nebensatz abgehandelt. Es ging um eine Frau die am Toxischen Schocksyndrom gestorben ist. Durch einen Tampon der von der Firma Procter & Gamble hergestellt wurde gelangten Staphylokokken in ihren Körper. Durch mangelhafte Hygiene war das damals möglich. Heute nur noch in Ausnahmefällen wenn Tampons nicht häufig genug gewechselt werden. Tom Riley, der Anwalt der Familie schrieb darüber das vergriffene Buch "The Price of a life".

Salman Rushdie mit seiner Exfrau, einem TopmodelNatürlich sind die mit den interessanten Leben oft Künstlerpersönlichkeiten. In diesem Bereich sind zu nennen der Schriftsteller Salman Rushdie, die Schauspielerin Jane Fonda (ja wirklich) und aus demselben Berufsstand Joan Crawford. Zu dieser bin ich gekommen durch das Buch "Mommie Dearest" das ihre Tochter Christina geschrieben hat. Darin ist unter anderem zu lesen dass Joan Crawford ihre Kinder mit Kleiderbügeln misshandelt hat. Außerdem ist an dem Wiki-Artikel gut abzulesen wie es damals den Schauspielern erging. Ich wusste vorher nicht Bescheid darüber dass die Schauspieler für bestimmte Studios spielten, und ähnlich wie Festangestellte arbeiteten.

Das Berühmteste an Salman Rushdie ist wohl die Fatwa die wie ein Damokles-Schwert über seinem Kopf hängt. Der Grund, das Buch "die satanischen Verse" haben mich dazu gebracht auch vermeintlich einfach Themen wie Teufel, Tod und Trüffel nachzuschlagen. Achtung der Artikel über Satan ist ein anderer. Auch Worte wie Seele sind oft benutzt und selten begriffen worden. Also Wiki fragen.

AmazonenNatürlich darf auch das Thema Frauen bei mir nicht fehlen. Angefangen von absoluten Grundlagen wie dem Wissen über Amazonen und Hexen darf natürlich auch der Feminismus nicht fehlen sowie die Femme fatale. Unterwürfige Frauen haben hier zwar nichts zu suchen. Eine ruhmreiche Ausnahme gibt es aber OBWOHL sie einem Buch entspringt. Die Geschichte der O ist im wahrsten Sinne des Wortes fesselnd. Bei Amazonen sollten sich die geneigten Leser aber nicht blenden lassen. In einer Amazonen-Gruppe im Studi-VZ in der ich stolzes Mitglied bin sollten einmal Bilder von Amazonen eingestellt werden. Diese Frauen hatten große Brüste. Das konnte ich sehen weil sie nackt waren. Und 95% waren von Pfeilen durchbohrt. Ich weiß nicht welcher Männerphantasie so etwas entspringt. Aber das hat auf jeden Fall nichts mit Amazonen zu tun.

Das soll es dann erst einmal für heute gewesen sein. Ich bin sicher vielen werde ich nichts Neues gezeigt haben. Dafür habe ich meine Wikipedia-Favoritenliste wieder etwas mehr in den Blog übertragen und mich für einen weiteren Totalabsturz bgewappnet.
Leider haben es auch diesmal nicht alle Artikel geschafft. Es sind einfach zu viele. Aber es gibt ja nächste Male - hoffentlich.

2 Kommentare 1.3.09 18:43, kommentieren

Indien, ich will auch zu Dir

Langsam schleicht sich wieder das Gefühl ein, nicht genug in meinem Leben anzufangen. Ich kann nicht mal an den Frauentag denken, und der ist schließlich namensstiftend für die Blogüberschrift.

Nachdem nach der Schule bereits einige ins Ausland abhauen durften, sind nun auch die letzten Bastionen gefallen. Ein Junge der seinerseits mit mir das Abitur abgelegt hat stand diese Woche in der Zeitung mit seinen Plänen sein Leben in vollen Zügen zu genießen.

BaKö in Indien

Ich habe mein ganzes Leben in dieser Kleinstadt zugebracht. Und ich weiß nicht ob mir ein Auslandssemester während des Studiums reicht. Ich will um die Welt.
Wenn ich so etwas lese mehr als sonst. Hat zufällig jemand Lust mitzukommen?

2 Kommentare 8.3.09 11:56, kommentieren

Sundance

Gestern war ein Tag des ersten Mals.

Ich war gestern das erste Mal und ganz selbstständig im Tussitoaster.
Ich gebe zu, etwas unsicher war ich schon. In meinem Ex-Fitnessstudion habe ich mich manchmal an die Sonnenbänke herangeschlichen und sie begutachtet. Und da habe ich jedes Mal Angst bekommen.
Ich dachte ja: Zeit einstellen - Stufe einstellen - Anschalten. Aber ich habe nicht mit etwa 30-40 Knöpfen gerechnet die in Reih und Glied in die Sonnenbank geschraubt waren.
Mein erster Gedanke war jedenfalls: Wie findet man den richtigen Knopf ohne die Augen zu öffnen?

Gestern war ich jedenfalls in einem Sonnenstudio (ich finde seit gestern diese Bezeichnung so lustig) und habe mir an einer Anfänger-Sonnenbank, wenn es so etwas gibt, alles erklären lassen. Die Funktion der 6 Knöpfe waren auch einfach zu verstehen.

Mein Fazit: Sonnenbänke sind komisch. Nicht schlecht komisch - aber komisch. Hängt wahrscheinlich vom GdK* des darauf Liegenden ab. Zum einen hatte ich drei Minuten um mich auszuziehen und darauf zu legen. Und natürlich dachte ich: "Das schaffst du nie. Das schaffst du nie. Wie willst du das schaffen?" die ganze Zeit während ich mich auszog. Natürlich lag ich dann eine Weile unter der Sonnenbank ohne das etwas passierte - weil die Zeit offensichtlich doch mehr als ausreicht. (Wieder etwas gelernt!) Und dabei kam ich mir so blöd vor so splitterfasernackt auf dem Spiegel zu liegen dass ich Teile meiner Unterwäsche wieder anzog - irgendwie war mir das lieber. Beim nächsten Mal weiß ich es besser. Ja es wird ein nächstes Mal geben, denn es war eigentlich ganz angenehm.

Und dann ging es los: Der Wind streifte über meinen ganzen Körper und ich habe richtig gespürt wie meine Haut im Gesicht austrocknete. Aber das coolste waren die Farben die man gesehen hat. Wenn man die Augen locker zuhatte war es ein richtig schönes Gelbgrün, also hell und sommerlich. Und wenn man die Augen zugekniffen hat war es ein kräftiges Dunkelblau. Und dabei war es immer als hätte ich eine Turbine über mir, denn die Töne haben schön geflattert. Ich wette Epileptiker können sich das nicht antun.

Aber weißt du liebe Kitty was mir so richtig schwer gefallen ist? Die Augen geschloßen zu halten. Ich wusste ja dass das grelle Licht meine Augen zerstört und das ich deswegen die Augen nicht öffnen darf. "Also Zulassen oder Blind"....spaßte die Besitzerin. Aber genau weil ich sie nicht öffnen durfte habe ich die ganzen 10 Minuten mit mir gerungen. Ich war ständig versucht es trotzdem zu tun. Nur mal ganz kurz zu blinzeln hätte mir genügt. Aber ich habe mich dann doch zusammengerissen. Irgendwie passt das voll zu mir. Da könnte ich dir Schoten erzählen.....
Vielleicht ein andernmal.




GdK= Grad der Komischheit

5 Kommentare 14.3.09 11:35, kommentieren

Mixtape Vol. I

Sonntags-Top-Ten:

Elvis

Burning Love

Electric Light Orchestra

Evil Woman

Amy McDonald

Let's Start A Band

Jethro Tull

Said She Was A Dancer

Irving

I Want To Love You In My Room

Rose Kemp

Nature's Hymn

Slade

Far Far Away

Peter Fox

Haus am See

Rolling Stones

Gimme Shelter

Vor allem das letzte Lied ist der Knaller. Der Song heißt nicht umsonst wie mein Romanversuch. Er ist jedesmal total inspirierend und macht dass ich immer mal wieder weiterschreibe.

5 Kommentare 15.3.09 19:00, kommentieren

New York in Slowmotion

Ein New Yorker Performance-Künstler hat sich aufgemacht und seine Stadt mit einer schlichten, absolut unprofessionellen Canon F1-Kamera aufgenommen. Mit Inlineskates ist er an allem vorbeigerauscht um nachträglich alles gaaanz langsam zu machen. (ab dem "gaaanz" bitte extra langsam sprechen.) Im Hintergrund läuft "Numb" von U2 und macht die Atmosphäre des Filmchens noch greifbarer.
Sehr gelungen wie ich finde.


New York 2008 from Vicente Sahuc on Vimeo.

5 Kommentare 21.3.09 11:43, kommentieren