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Ein irischer Landausflug…

Mal wieder konnte ich nicht ins Internet. Meine Erfahrungen mit der Telekom muss ich ach irgendwann einmal niederschreiben. Sie würden Bände füllen. Bände voller Hass. Aber das soll nicht das Thema dieses Beitrags sein sondern nur die Erklärung dafür wieso ch so lange nicht mehr geschrieben habe. Zurück melde ich mich mit einem Gastbeitrag von Irish Sarah aus Dublin:



Ein irischer Landausflug…

Mein irischer Verlobter und ich beschlossen ein paar deutsche Freunde von mir zu besuchen. Meine Freunde, die aus dem gleichen Ort in Deutschland kommen wie ich selber, nämlich Naumburg. Also habe ich mir eines Freitag nachmittags das Auto von Arbeit geborgt, einen 13 Jahre alten Toyota, der allerdings absolut keine Anzeichen von Power aufweist. Also machten wir uns auf den Weg nach Clarecastle in County Clare. Die Strecke würde ich auf deutschem Autobahn und Straßennetz mit drei Stunden berechnen, wobei allerdings in Irland es fast sechs Stunden dauerte bis wir im Westen Irlands endlich ankamen, da es in Irland nur eine Autobahn gibt außerhalb von Dublin, die ins Landesinnere führt, nachdem diese Autobahn in Portlaoise (Portliesch gesprochen) aufhörte, kämpften wir uns die nächsten vier Stunden durch die Counties Offaly und Tipperary hinter Traktoren und Mähdreschern, Rentnern und Hundert Jahre alten Autos.

Wenn man in Irland aufs Land fährt, dann muss man eines verstehen. In Irland werden Leute, die auf dem Land leben als Culchies bezeichnet und eigentlich ist alles was nicht zu Großraum Dublin, Limerick, Galway oder Shannon gehört the countryside. In Irland besteht eine, ich würde es nicht als Feindschaft sondern Hassliebe zwischen den Landleuten und den Stadtleuten, diese beiden Gruppen ärgern und verklapsen sich konstant und eigentlich immer wenn sie sich sehen.

Nach einer Odyssee von fast sechs Stunden erreichten wir endlich unser Ziel, wir bestellten uns etwas beim Chinesen und genossen den restlichen Abend mit Alkohol und viel, viel Gelächter. Als wir am Samstag morgen die Augen öffneten hörten wir wie der Regen auf unser Dachfenster prasselte, nach einen guten Frühstück was in Irland aus bacon, baked beans, hashbrowns, sausages, mushrooms und toast besteht, beschlossen wir uns für das Barbecue am Abend bei den Nachbarn einzudecken, denn wenn man in Irland irgendwo eingeladen ist, dann bringt man seinen eigenen Alkohol mit. Als wir unser Auto mit Dubliner Kennzeichen wieder vorm Haus parkten wurde es neugierig beäugt von jedem der vorbeifuhr, denn wir sind ja Leute aus der großen Stadt. Immer wenn du in einen Shop irgendwo gehst gucken dich die Leute an, weil du einen Dubliner Akzent hast, der dich genau zuordnet.

Am Abend liefen wir zu den Nachbarn und genossen unser Barbecue in strömenden Regen unter einen überdachten Carport, was hier keinen stört, denn wir sind das gewöhnt in Irland. Mindestens 25 Kinder aller Altersklassen rennen auf dem Rasen herum, barfuss und kurz bekleidet, denn hier ist Sommer und deswegen muss man sich auch kurz anziehen, egal wie viel Grad draußen sind. Die Themen schwanken zwischen katholischen Schulen, dem harten aufwachsen auf dem Land und wie arm die Leute waren damals…Zwischendurch wird immer wieder bemerkt, dass ich einen ganz dollen Dubliner Dialekt bekommen habe…ach ja die Iren sind schon ein ganz nettes Völkchen… sind jedem wärmstens zu empfehlen…

2 Kommentare 4.8.09 16:09, kommentieren

Ab in den Westen....

Letzten Dienstag schrieb ich mit einer Freundin über ihr nächstes Urlaubsziel. Die irische Seenplatte. Ich entgegnete dass ich seit Jahren liebend gern einmal die mecklemburgische Seenplatte sehen würde. Einen Tag später rief eine andere Freundin an und fragte mich ob ich ab Montag nicht zufällig Zeit hätte sie eben dorthin zu begleiten.
(Ich sagte natürlich "Ja!")

Nun bat ich meine Freun (also die Erste) sich mit mir über meinen millionenschweren Traummann zu unterhalten der sich Hals über Kopf in mich verlieben würde. Du kannst ja nie wissen was deine Freunde so für Fähigkeiten in sich verbergen.
Leider wünchte sie mir dass ich diese große Liebe am 10. 10. 2010 treffen würde. Ich muss mich also noch gedulden.

Ergo 1. Morgen in einem Jahr und einem Monat wird hier ein Post über meinen Traummann stehen.

Ergo 2. Ab morgen bin ich auf Urlaub.

Düdeldü

Edit:
Mir fällt gerade ein dass ich ja zum ersten Mal jemanden brauche der meine Schätze für mich pflegt.

1 Kommentar 9.8.09 20:18, kommentieren

Die Suche nach dem heiligen Souvenir

Seit gestern bin ich aus Wesenberg zurück und ich kann nur sagen: Ich bin wunderbar erholt.

Das heilige Buch das leider nicht meines istLeiser habe ich ab etwa der Hälfte des Urlaubs festgestellt dass ich viel zu wenig Lesematerial mitgenommen habe. Als "Die 13½ Leben des Käpt'n Blaubär" von Walter Moers und "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak ausgelesen waren hatte ich nur noch 1 dünnes Büchlein für 2 Tage und die Rückfahrt. Also beschlossen ich und meine Begleitung in die Stadt zu gehen und mir ein dickes und gutes Buch zu besorgen.
Die Suche nach dem heiligen Buch stellte sich als schwieriger heraus als wir zunächst annahmen. Rebellierende Kleidungsstücke und das Fehlen eines Buchladens erschwerten unsere Suche unnötig. Also tigerten wir durch die dunklen Ecken Wesenbergs als wir plötzlich vor einer Kirche standen. Wir gingen hinein - nur so zum Spaß - und sahen, sauber in einer Reihe aufgestellt, einen Haufen Bücher die ZUM MITNEHMEN waren. Das war ein Wink des Schicksals. Ich stürzte mich natürlich sofort auf die Auswahl. Aber oh je, es war nicht das heilige Buch darunter. Meine Freundin allerdings fand das erhoffte Souvenir.

Besagte BuchtUnverrichteter Dinge gingen wir wieder zurück. "Der Orpheus von Paris" und "Der Tag ist in die Nacht verliebt" standen mir alle nicht an. Und die dringende Suche nach dem heiligen Buch (das es allein schon gewesen wäre weil wir es unverhoffter Weise in einer Kirche gefunden haben) wurde zu der verzweifelten Suche nach dem heiligen Souvenir.

Am letzten Tag dann sollte es endlich doch sein. Das Schicksal war mir hold. Wir saßen in einer Bucht und genossen den Sonnenuntergang als meine (sonst eher sehr spießige) Freundin den Vorschlag machte sich auszuziehen und nackt im Sonnenuntergang baden zu gehen. Das war zwar ein Scherz aber mir darf man solche Flöhe wirklich nicht ins Ohr setzen. Und da ich noch eine Erinnerung brauchte konnte ich sie breitschlagen was ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet hätte.

JackenkampfGesagt! Getan! Wir zogen uns aus und liefen ins warme Wasser. Die Sonne verschwand gerade am Horizont hinter ein paar Baumwipfeln und alles wurde nur noch zu Silhouette. Im Wasser sah man durch den Lichteinfall jede kleine Welle sich ganz weit fortpflanzen. Bis zur Hüfte waren wir im Wasser als ich direkt in ein Blitzlicht schaute.
Ich musste natürlich schnell handeln. Reflexartig zog ich meine Freundin mit mir während ich schrie: "Schleife raus hier!" Da haben uns doch echt ein paar Idioten fotografiert vielleicht sogar gefilmt. Natürlich habe ich die Übeltäter zuerst gesehen und uns gerettet.
Mit etwas Pech steht unser Souvenir bald auf Youtube.....

Und hier noch ein Bild von unserem Strandausblick - tatsächlich in deutschen Landen.

3 Kommentare 17.8.09 11:28, kommentieren

Meine Lieblingsmacke

Heute habe ich mir vorgenommen über ein Thema zu schreiben über dass ich schon lange schreiben wollte. Es lautet:
Meine Lieblingsmacke

Es ist nicht dass ich immer mit meinen Beinen im Takt wippe und selst nach Aufforderung nur schwer aufhören kann.
Nein, meine Lieblinsmacke ist meine Büchersucht.

Eigentlich hätte ich schon mit Buch unterm Arm geboren werden müssen. Aber das geschah nicht weil ich die Büchermacke nicht geerbt habe. Im Gegenteil, in meiner Familie wird wirklich außerordentlich wenig gelesen. Die meisten in meiner Familie besitzen fast gar keine Bücher.
Meine Mutter hat da noch die meisten Bücher. Sie hat in 42 Lebensjahren ca. 40 Bücher angesammelt. Also nicht grad die Wucht.

Ich hingegen liebe Bücher. Seit ich lesen kann, tue ich das auch. Es fing schon in der 1. Klasse an. Ich habe mich so gelangweilt als die anderen ihre mageren Lesekostproben von sich gaben. Ich habe in meiner Kinderfibel immer vorgeblättert und mir schon einmal die ganzen anderen Texte zu Gemüte geführt.
So hat sich das dann auch in den höheren Klassenstufen fortgesetzt. Meine Lehrer dachten manchmal ich hätte größere Leseschwierigkeiten als die anderen weil ich, wenn ich an der Reihe war, nicht weiterlesen konnte. Ich wusste ja nicht einmal auf welcher Seite wir waren.
Das lag natürlich auch daran dass es in meiner damlaigen Klasse genau 4 Schüler gab die fließend lesen konnten. Die restlichen 20 waren derart schwach und langsam dass mich die Langweile getötet hätte wenn ich mich nicht beschäftigt hätte.

Irgendwann kam die Zeit als wir in die Kinderbibliothek gingen. Die ganze Klasse lief im Gänsemarsch durch die Stadt. (Da habe ich auch das erste Mal eine Frau ohne Augapfel gesehen.)
Ich war so verzaubert von den ganzen Büchern. Allein sie da stehen zu sehen. Die ganzen Regale, der Geruch es war toll. Am meisten interessierte mich in der Grundschule das Guiness-Buch der Rekorde.

Als ich die Grundschule verließ und in die Förderstufe kam, die es damals noch gab hörten die Bibliotheksbesuche auf. Unsere neue Lehrerin wäre im Traum nicht darauf gekommen uns in eine Bibliothek zu schleifen, wo doch 20 Schüler unserer Klasse kaum lesen konnten. So wenig wie dort habe ich nie wieder gelesen. Ich hatte lediglich mein Deutsch-Lesebuch dass ich immer im Unterricht heimlich durchgelesen habe. Privat habe ich eher wenig Bücher geschenkt bekommen.

Mein erstes Buch war "Ein Zwilling kommt selten allein". Danach kam erst einmal eine Weile nichts mehr. Und mit 12 kamen dann die ersten Jugendbücher.
Angefangen zu sammeln habe ich eigentlich erst seit es in der örtlichen Bibliothek einen Bücherflohmarkt gibt. Jedes ausrangierte Buch für nur 50 Cent. Ich bekam auch immer mehr geschenkt und seit ich eigenes Geld verdiene gibt es für mich kein Halten mehr.

Ich hasse es Bücher zu verleihen. Ich kriege nämlich die Dinge die ich verleihe nie zurück. Es gibt nur ganz wenige Personen die ich da als vertrauenswürdig erachte. Selbst meiner Schwester traue ich da keinen Meter über den Weg. Ich lieh ihr einmal "Nathan der Weise" und sieh hat das Buch nicht nur total zerknickt. Sie hat auch ganze Romane hineingeschrieben. Sie musste mir das Buch neu kaufen und hat fortan kein Buch mehr von mir in die Hände gekriegt.
Wir haben einige Bücher sogar doppelt weil ich ihr mein Exemplar nicht ausgeliehen habe. Seine Kinder leiht man ja schließlich auch nicht aus.
Seine Kinder schmeißt man auch nicht weg. So lautet jedes Mal mein Argument wenn mein Vater möchte dass ich meine gelesenen Bücher wegschmeiße um Platz zu schaffen. Obwohl ich zugeben muss dass der Platz inzwischen wirklich etwas knapp wird.

Meine Bücher füllen inzwischen 4 Regale. Es sind nur 4 Regale weil nicht mehr in mein Zimmer passen. Der Rest der Bücher türmt sich auf den Schränken bis zur Decke. Da dort aber auch kein Platz mehr ist türmen sie sich jetzt auch auf dem Fußboden. Ein paar Stapel nur, die etwa bis zu den Knien reichen.

Ich liebe es an Büchern zu riechen. Das ist kein bisschen verrückt. Ich kenne total viele die das tun. Und die meisten Bücher riechen eh gleich - nämlich nach Druckerpresse. Manche vom Bücherflohmarkt riechen noch nach denen die sie sich zuletzt ausgeliehen haben. Die riechen meist nach Zigarette. Das stört mich aber nicht, da ich ja selber rauche.
Mein aktuelles Buch "Morgen bin ich ein Löwe" von Arnhild Lauveng das riecht nach Kinderschänder.

Ich schände meine Bücher. Bücher sind bei mir Gebrauchsgegenstände und so sehen sie nach dem Lesen auch meist aus. Ich gebe mir wirklich Mühe keine Eselsohren rein zu machen. Und ich versuche im Allgemeinen auch nichts auf die Seiten zu schmieren. Aber ich trage mein aktuelles Buch immer in einer Tasche mit mir. Und dort müssen sich die Bücher eben auch gegen Handy, Regenschirm und Co. behaupten. Außerdem, und dafür schäme ich mich kein bisschen da ich auch hier weiß dass das total viele machen, habe ich mir auch schon die Fingernägel an den Buchseiten sauber gemacht. Ja, richtig gelesen. Und ich habe auch keine Skrupel beim Lesen zu essen und zu trinken. Ich fasse Bücher mit frisch eingecremten Händen an. Und ich breche ihnen auch den Rücken wenn es Taschenbücher sind.

Ich empfinde das so, dass ich den Büchern etwas von mir aufdrücke. Ich präge sie. Das ist wie wenn man Hausschauhe neu kauft und sie sich langsam deinen Füßen anpassen. Und wenn jemand anderes hineinschlüpfen würde, würde der die Schuhe als unbequem empfinden, weil sie eben nicht durch ihn geprägt sind.
Für mich ist Lesen ein richtiger Kampf. Ich ringe den Seiten den Inhalt ab und es macht Spaß das zu tun.

Ich zähle die Seiten bis zum Schluß. Obwohl ich nicht unbedingt will dass das Buch zu Ende geht lege ich immer mein Lesezeichen ein und schauen von oben wie viel ich bereits gelesen habe.
Selbst bei den besten Büchern habe ich die Angewohnheit die bereits gelesenen und die übriggebliebenen Seiten zu zählen. Ich kann allerdings auch nicht erklären warum ich das tue. Außerdem zähle ich wieviele Tage ich noch an dem Buch lese wenn ich morgen so viel davon lese wie heute.

Ich benutze Lesezeichen nie ein weiteres Mal Ausgenommen sind die Zeichen die viel gekostet haben.
Ich benutze alte Briefe als Lesezeichen und ganz oft auch diese Autoschieber-Werbung. Diese kleinen, nervigen, eingeschweißten Zettel die man manchmal unter den Scheibenwischern oder dem Türhebel hat. Und wenn sie einmal in dem Buch sind dann bleiben sie dort auch nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe. Ich begrabe sie sozusagen in dem Buch.

Das einzige was ich den Leuten noch bebringen muss, auf meine Amazon-Wunschliste zu gucken wenn ich Geburtstag habe. Leider gibt es immer noch viele die mich fragen was ich mir wünsche und mir dann nicht EIN Buch schenken sondern irgendEIN Buch. Aber ich bin an der Sache dran.

Und zu guter Letzt möchte ich noch mein Literaturforum lobend erwähnen. Ich bin ja mein Literatina.de angemeldet. Wenn ich ein Buch ausgelesen habe schreibe ich fast augenblicklich eine Reznsion für das Portal. Leider ist das Forum noch nicht so groß wie ich es mir wünschen würde. Aber das ändert sich vielleicht noch. Es ist auch total nervig dass es so viele Ghost-Accounts gibt, die sich angemeldet haben und nie ein Wort geschrieben haben. Von 1539 Mitgliedern haben 822 nicht einen einzigen Artikel geschrieben. Und dabei ignoriere ich die Hundertschaften die sich vor Jahren registriert haben 3 Einträge geschrieben haben und sich dann auf Nimmerwiedersehen verabschiedet haben. Ich finde das wirklich schade.
Aber hey, ihr könnt ja helfen dass Literatina etwas mehr aktiven Zuwachs bekommt.
Denn eigentlich hat das Forum wirklich Potential. Die großen Foren brauchen mich nämlich nicht.

9 Kommentare 21.8.09 13:51, kommentieren

Ein bunter Strauß an Möglichkeiten

Hier ein letztes Urlaubsbild.
Ich nutze seit kurzem Photoscape (hier kostenlos downloaden) und bin mehr als zufrieden damit.

Leider bin ich was Photoshop angeh etwas behindert. Und habe Gisela is Back gefragt was sie für ihre tollen Fotos benutzt.

So kam ich zu dem Programm das sich total leicht bedienen lässt. Und die Möglichkeiten die die Filter bieten können wirklich ganz tolle Fotos entstehen lassen.

21.8.09 15:04, kommentieren