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Pilzbefall

Nachdem Myblog ein paar Tage lang total abgestürzt war, und ich nicht einmal die Startseite erreichen konnte, nachdem es sowieso oft Serverausfälle gibt, bin ich wieder in alter Frische da.
Ich wollte in dieser Zeit so Einiges schreiben. Allerdings habe ich alles vergessen.
Eines vielleicht:

Meine erste persönliche Schimmelerfahrung.
Wir haben Schimmel bei uns in der Wohnung. Ich schreibe bewusst "haben" da er ja irgendwie immer noch da ist.
Eine Arbeitskollegin hat mir mal erzählt dass das ganze Haus in dem ich lebe voll von Schimmel ist. Und irgendwann sind tatsächlich große blau-grüne Flecken auf der Wand erschienen. Noch dazu stehen wir jeden Tag an der Balkontür vor einer riesigen Pfütze. Der Balkon selber, der ja überdacht ist, ist furztrocken aber innen ist alles nass. Das legt für mich die Vermutung nah dass es reinregnet.

Natürlich habe ich als pflichtbewusste Mieterin sofort die Hausverwalterin informiert. Und da ich mir dachte dass es sicher schwierig wird jemanden dazu zu bekommen eine richtige Schimmelbekämpfung zu bezahlen habe ich auch gleich alle Emails aufgehoben um später alles beweisen zu können. Man hört ja so einiges und Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Ganze 10 Tage nach der Schadensmeldung hat sich auch schon ein Handwerker im Auftrag der Hausverwaltung gemeldet. Wir haben uns spontan für den nächsten Tag nach meinem Feierabend verabredet, da ich ausdrücklich gewünscht habe dabei zu sein.

Am nächsten Tag kam ich sogar einige Stunden früher von der Arbeit um das ganze zum Beweis zu fotografieren und noch etwas durchzulüften, aufzuräumen etc.
Doch siehe da: Die ehemals schwarze Wand war wieder weiß. Der Schimmel war bereits weg. Mit einer dicken Schicht Farbe haben sie den Schimmel einfach weggemalt. Wutschnaubend habe ich den Handwerker angerufen um ihn zur Rede zu stellen warum er, ein Fremder, einfach in meine Wohnung geht, mit einem ausdrücklichen Vebrot meinerseits. Seine Erklärung war so sinnlos wie fadenscheinig. Die Putzfrau (die nicht unsere Wohnung sonder lediglich das gan Treppenhaus putzt) hat Schlüßel zu allen Wohnungen. Und die hat ihn reingelassen und war auch die ganze Zeit dabei. Die Putze ist ene Fremde für mich wie auch der Handwerker. Wie soll mich das denn bitte schön beruhigen?
Und um mir zu verdeutlich dass die auch wirklich nichts klauen können, meinte er noch dass er deswegen ja immer zu 3. oder 4. in Wohnungen geht.
Mir fiel dazu nur ein dass 6 oder 8 Hände mehr wegtragen als 2. Ich habe auch gleich alle Wertsachen gecheckt. Und die dreckigen Fußspuren musste ich auch noch wegmachen.

Als ich mich von seinen Beschwichtigungsversuchen unbeeindruckt zeigte hat er dann ach selber die Geduld verloren. Und mich angeblafft dass der Dienstleister sich nicht nach mir richten muss, sondern ich mich danach wann der Dienstleister Zeit hat. Also die Situation der Freiberufler und Dienstleister kann gar nicht so schlecht sein wenn die Kunden zufrieden sein können wenn der Dienstleister mal eben eine Minute entbehren kann. Das Servicewüste Deutschland-Klischee stimmt dafür umso mehr.
Außerdem, so gab er mir zu verstehen, wollte er auch nicht erst 14.00 (wenn ich für ihn Zeit gehabt hätte) Feierabend machen sondern eben schon in der Mittagszeit. Und dafür bricht der in meine Wohnung ein? Ich fand das wirklich unmöglich. Und dafür haben wir den Schimmel immer noch. Ich bin zwar keine Expertin und habe mich nicht einmal über Schimmel informiert als wir ihn jetzt hatten, aber ich weiß schon dass übermalen nicht die Feuchtigkeit aus dem Gemäuer eliminiert.
Und bei näherer Betrachtung sahen wir auch dass dasselbe auch schon am Fenster praktiziert wurde. Wahrscheinlich hat da der vorherige Mieter kräftig die Trommel geschlagen.
Aber ist das nicht frech?

Da mein Kiwi jetzt eine neue Stelle hat, werden wir sowieso ausziehen. Von daher zucke ich sowieso nur noch mit den Schultern.

© Das Bild ist nicht von mir oder meiner Wohnung, sondern von der Seite maler-jürgen-lohmann.de, der es von keimfarben.de hat. Interessant dass Schimmel auf einer Malerseite zu sehen ist. Der Maler rät übrigens dazu Schimmel nicht mit Chlorchemie zu beseitigen. So in etwa sah meine Wand aus, nur dass der Schimmel sich bis Hüfthöhe erstreckte.

4 Kommentare 2.2.10 10:52, kommentieren

Wenn die Decke zu klein ist....

....kann man ziehen wo man will. Es wird immer irgendwo etwas herausgucken."

Achtung, dies ist ein Jammer-Beitrag. Ich fühle mich als Krankenschwester bemüßigt auch etwas zur derzeitigen Streiksituation im öffentlichen Dienst zu sagen.

Seit gestern bin ich offizielles Ver.di- Mitglied. Ist das nicht super? Gestern hat mich ein Kollege irgendwie überzeugt. Gerade jetzt wenn gerade Warnstreiks sind.

*Die* sehen nicht dass unsere Gehälter gekürzt werden sollen obwohl wir auch so schon nicht so gut verdienen. Viele denken dass der "öffentliche Dienst" sich dumm und dusselig verdient. Und das ist eben nicht mehr so.
Ich darf ja leider nicht zum Besten geben was ich verdiene. Habe aber festgestellt dass man von den Werten die man im Internet so als Krankenschwesterngehalt angegeben findet ruhig 300€ abziehen darf. Und am liebsten soll ich natürlich nur dreistellig verdienen wenn es nach denen geht - bei mehr Arbeit und gleichbleibender Verantwortung. Das geht so nicht.
Das ist auch der Grund warum in der Verwaltung und in der Krankenpflege fast nur Frauen arbeiten. Männer arbeiten nicht für so wenig Gehalt.

Irgendein stellvertrender Präsident von einer Organisation deren Namen ich leider auch vergessen habe (aber das ist ja ein Blog und kein journalistisch genau recherchiertes Presseprodukt) sagte dass die Krankenschwestern immer noch viel zu viel verdienen. Und das ist dann echt wie ein Schlag ins Gesicht.

Inzwischen wurde eine Notdienstvereinbarung getroffen. Die Chefes dachten ja wir sind so aufopferungsvoll uns weiter um die Patienten zu kümmern und nicht zum Streik zu gehen und Geld brauchen wir ja auch eigentlich keines. Die Patienten regen sich aber auf dass der Tag ohne Untersuchungen verstreicht, weil nur im Notfall Untersuchungen durchgeführt werden. Statt sich mit uns zu solidarisieren und zu erkennen dass offensichtlich nichts ohne gut ausgebildetes Fachpersonal geht denken die sich dass wir nur faul sind und deswegen streiken. Das wir nicht des Geldes wegen streiken, sondern weil wir kein Bock auf Arbeit haben.
Das ist mindestens genauso frustrierend wie die Tatsache an sich.
Ich habe gelesen, in Dänemark gab es seinerzeit sogar Massenkündigungen. 30.000 Krankenschwestern haben gekündigt und die übrig gebliebenen konnten natürlich gar nicht so viel leisten. Aber da Dänemark politisch mobiler ist als ol' Germany bringt das auch nur dort was. Würden hier 30.000 Schwester kündigen würde sich der Arbeitgeber freuen wir wenig er nur noch für Fachpersonal ausgeben muss.

Wir mussten schon oft mit Minimalbesetzung arbeiten. Das geht schon. Aber es darf wirklich keine Zwischenfälle geben, wie jemand der intensivpflichtig wird, oder Neuzugänge.
Ich bin nicht bereit nur zu zwei im Frühdienst zu schaffen (normalerweise sind es 4) und die Patienten ruck zuck oberflächlich zu waschen und fix Infusionen anzuhängen. Und wo Hektik ausbricht passieren ja auch Fehler. Und auf Patienten bei denen es auf das Ende zugeht hat man dann natürlich keine Zeit mehr einmal mehr reinzuschauen.
Wenn mir mein Boss sagt dass wir nur die absolut Grundpflege ableisten sollen (ohne auf Patientenwünsche einzugehen), wenn die Mobilisation alleinig Aufgabe der Physiotherapie ist und nicht unsere und wenn mein Arbeitgeber mir verspricht dass keiner meiner gesundheitlich sehr labilen Patienten und Pflegefälle irgendiwe kollabiert, unterzuckert, blutet (egal wo) oder gar stirbt dann bin ich bereit so zu arbeiten. Aber der Anspruch ist ja qualitativ hochwertige Pflege abzuliefern. Und das kann ich nicht mit nur einer Kollegin zusammenim Frühdienst.

Wir sollen uns am Markt oorientieren. In der Industrie würde man weniger pro Stunde kriegen. Fein aber in der Industrie verdient man sich dämlich wenn man Nachtdienste macht. Wir bekommen n' Appel dafür. Und das Ei kriegen wir für unsere Schaukelschichten. Der Verband sagt wir werden nächtens ordentlicher entlohnt wenn wir auf Zuschläge für Schaukelschichten verzichten (Schauschichten bedeutet Früh- und Spätdienst immer im Wechsel was nach einer Weile ganz schön an die Substanz geht) .
Das fühlt sich so ungerecht an.

Meinem Kiwi habe ich das gestern erklärt. Der versteht das gar nicht. Neuseeland ist wohl wirklich das Paradies. Er konnt gar nicht begreifen wir Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich so feindselig gegenüber stehen können. Er sagt bei so etwas immer nur, ich zitiere: "No way in hell, that I stay here in Germany".
Da sieht man mal wie sehr so etwas schon zu unserer Normalität gehört.

9 Kommentare 4.2.10 16:59, kommentieren

Elfenbeinturm

Der berühmte Elfenbeinturm
ist eine Mär.
Nicht der Turm,
den gibt es tatsächlich.
Aber aus Holz ist er.

Anfällig ist er.
Der Holzwurm nagt
an seinem Fleisch,
und die Wetter und Winde
gingen auch nicht
ohne eine Spur vorüber.

Er ist alt,
er ist marode,
aber einfallen kann er nicht.
Denn sein Gerüst
ist fest wie Zement.

3 Kommentare 8.2.10 18:32, kommentieren

In 4300 Tagen um die Welt

"Weltreise" von Dieter Kreutzkamp

Über dieses Buch möchte ich vielleicht doch ein paar Worte mehr verlieren als es nur hinter die GIF-Animation eines Buches zu setzen dessen Seiten sich von allein umblättern. (Nebenbei - hat da schon jemand was erfunden?)

Dieser Mann (also der Dieter) ist von Hannover aus los, mit dem Ziel von eben dort durch Afrika und von dort nach Australien und zurück zu reisen. Es kam anders. Als er Afrika von Nord nach Süd durchquerte erwähnte einer seiner Freunde in der letzten Nacht dass er Afrika gern gleich noch einmal bereisen würde. So geschah es: Er durchquerte mit seiner Frau Afrika noch einmal von Süd nach Nord. Von dort reister er in den Iran, Pakistan, Afghanistan (nicht nur Wüste wie man denken sollte sondern auch Eiseskälte dort im Hochgebirge) und dann auf dem Hippie Trail nach Indien. Dort wurde der alte VW-Bulli "Methusalem" (andere Globetrotter aus Germany nannten ihren VW-Bus "Opa") verkauft. Von dort ging es nach Australien, durchs Outback radeln. Die Einheimischen haben siefür verrückt erklärt durch die Wüste zu radeln, was nicht mal einem Australier einfallen würde. Aber sie haben es geschafft, trotz Mückenplage und ein paar der giftigsten Schlangen der Welt.

Dieter KreutzkampVon Australien ging es dann nach Neuseeland, in das sich Familie Kreutzkamp auch sogleich verliebte. Auch dieses Land wurde beradelt. Und von dort aus nach Amerika. Das ist nun der Abschnitt bei dem ich gerade angekommen bin. Ich weiß aber zufällig dass noch Alaska und Südamerika bereist werden. Das sagt mir die Weltkarte mit der Reiseroute, die im Grunde genommen eine Reiseroute mit vielen vielen schwarzen Strichen ist - das die echt überall waren. Und unterwegs stößt sogar noch eine dritte Weltreisende zu dem Duo - ihr Baby Bettina. Allein für den Mut mit einem Baby zu reisen muss man den beiden gratulieren, während man den Kopf schüttelt. 4300 Tage waren sie auf fast allen Kontinenten in über hundert Ländern unterwegs. Aber Achtung: Das Buch is ein einfacher Reisebericht, keine Anleitung zum Überleben in der Sahara oder Alaska - dies wird höchtens gestreift. Wer sich dafür interessiert dem helfen vielleicht die anderen Bücher Kreutzkamps weiter, n denen er die einzelnen Regionen und seine Zeit dort noch einmal einzeln beschreibt.

Jetzt weiß ich was ich brauche wenn ich nchts erwache und eine Schlange auf meinem Bauch liegt (da Schlangen von Wärme angezogen werden).
Die antwort ist: Nerven wie Drahtseile.
Man muss nämlich warten bis die Schlange von allein weggeht, und wenn es bis 8.00 morgens dauert bis die Wärme wiederkommt. *grusel*

Übrigens habe ich mich gestern einmal ober den TOEFL-Test informiert. Also den "Test of English as a foreign Language" den man braucht wenn man in Amerika oder anderen englischsprachigen Ländern arbeiten möchte. Ich habe auch ein paar Testfragen beantwwortet. Der Test ist echt schwer und sehr grammatiklastig. Das Hauptproblem ist aber dass der Test auf amerikanisches Englisch ausgelegt zu sein scheint. Dabei aber gleichzeitig Akademiker-Englisch verwendet wird. Also für mich doppelt schwer, da ich mich ans Australische Englisch schon sehr gewöhnt habe - das viel einfacher ist.
Ich habe 13 Fragen von 20 richtig beantwortet. Ich glaube das wäre sehr knapp bestanden. Da die Teilnahme an einem Test aber schon 250$ kostet sollte ich mir schon sicher sein dass ich ihn bestehe. Außerdem gilt der bestandene Test nur für 2 Jahre also ist eh noch Zeit. UNd WENN, also FALLS ich ein Arbeitsvisum für die Vereinigten Staaten BRÄUCHTE dann müsste ich mich vorher bewerben und mein dortiger Arbeitgeber würde beantragen dass ich ein Arbeitsvisum bekomme. Also alles irgendwie kompliziert. Außerdem ist der TOEFL nicht der einzige Test den ich bestehen müsste.
Ich glaube die denken dass, wer dorthin kommt um zu arbeiten, vorhat zu immigrieren - auf Dauer gesehen. Was aber gar nicht der Fall ist.

© Bilder von focus.de, a-e-johann.de und beeoasis.com

17.2.10 10:52, kommentieren

Mixtape Vol. IV

1.)Smashing Pumpkins
"Starz"

2.)Robben Ford & The Blue Line
"Start It Up"

3.)The Robert Cray Band feat. The Memphis Horns
"Consequences"

4.)Etta James & The Kinfolks
"Baby, What You Want Me To Do"

5.)The Smiths
"Pretty Girls Make Graves

6.)The Smiths
"Half A Person"

7.)Marius Müller Westernhagen
"Hoffnung"

8.)Eric Clapton
"Alberta"

9.)Tom Petty & The Heartbreakers
"Breakdown"

10.)Chris Rea
"You Must Be Evil"



"Das Attentat in der Geschichte" von Alexander Demandt (Hrsg.)

22.2.10 16:00, kommentieren