Archiv

Die Schweden sind einfach die besseren Tüftler

Hier bin ich also endlich live aus der neuen Wohnung. Ich gebe zu ich hatte unerwarteterweise vom ersten Tag an Internet und war nur zu faul zum bloggen.

das letzte MalAber was mir durch diesen Umzug klar geworden ist sind die geheimen Wahrheiten über IKEA. Dort haben wir uns ja nun mit Möbeln eingedeckt.
Ich muss sagen diese Schuppen sind verdammte Höhlen.
Sie sind riesig, sie sind weiläufig, und ob man mit oder entgegen der Bodenpfeile läuft man findet nicht wieder heraus. Unter uns, ich befürchte die Wände verschieben sich.
Und wenn man etwas gefunden hat muss man auch noch in dieses vermalledeite Lager. Es ist so hoch wie ein Dom, und ich glaube ich habe Wolken die letzten Etagen verdecken sehen.
Und wehe man sucht dort einen Menschen mit Ikea-T-Shirt. Das kann man ja mal voll vergessen. Ich wette in den Ecken, wenn man genauer hinschauen würde, würde man durch Spinnfäden eingewebte Skelette finden die auf der Suche nach einem Mitarbeiter verdurstet sind und nicht wieder herausgefunden haben. Auf dem ersten Bild ist übrigens zu sehen wie meine digital verfremdete Hand den Schlüssel zum letzten Male Richtung Schimmel-Schlüsselloch führt.

Ein Kiwi im SpielparadiesNachdem wir das geschafft hatten und wirklich viel Nerven dort gelassen haben hatten wir doch tatsächlich ein eigenes Bett, einen eigenen Kühlschrank und eine eigene Kommode.
Aber gleichzeitig muss ich mich hier stark für Ikea einsetzen. Der Kram ist zwar komplett aus Plastik und dafür doch teuer wenn man das mal bedenkt, aber die Beschreibungen sind ja wirklich super einfach.
Da hat echt jemand drüber gehockt und überlegt wie man ohne oder nur mit einem Schraubenschlüssel alles zusammenbauen kann was man sich nur vorstellen kann.
Das ist auf wenigen Seiten so idiotensicher erklärt....sofern alle Teile so beschaffen sind wie sie sein sollten.





Ein Bett dass sich landschaftlich gut einfügtGanz anders sieht das aus bei den Möbeln aus dem "richtigen" Einrichtungshaus. Dort brauchten wir eine ganze Werkstatt um das Teil aufzubauen. Die Beschreibung war so vollgestopft dass es nicht anders ausgesehen hätte wenn ich das Papier mit Edding ausgemalt hätte. Es war eine Katastrophe! Nichts hat gepasst. Dann stelle ich mir lieber PVC in die Bude. Wie man sieht sind es auch so einige neue Möbel geworden, was wohl daran lag dass wir bis dato noch gar keine eigenen hatten.
Man darf also gespannt sein auf weitere Abenteuer bei Ikea und dem hiesigen Waschmaschinenverkäufer.

Ach ja und wer das unbedingt auch sehen will (Familie und so) hier ist der Link.
Den Kühlschrank habe ich jetzt einmal nicht fotografiert. Nur so viel: Er ist außen weiß und innen kalt.

Und hier noch ein Schmankerl von meinem Neuseeländer der mir gestern betrunken eröffnete dass er schon immer mal ein Foto mit einem deutschen Polizisten machen wollte. Da wir auf den Wasen in Stuttgart waren, gab es an Polizeikommandos keinen Mangel. Und einer hat sich doch tatsächlich überreden lassen.

4 Kommentare 9.5.10 19:44, kommentieren

No Credibility

Gestern ausgelesen: "Kinski - die Biographie" vin Christian Davis
Heute begonnen: "Götter Gräber und Gelehrte" von C.W. Ceram

Aufgrund des gestern ausgelesenen Buches also:



Ein Beitrag also den ich schon vor Äonen bei Youtube gefunden habe. Natürlich gibt es dort schlimmere Ausraster als diesen. Vor allem die am Set von "Fitzcarraldo" sind besonders zu empfehlen. Wobei ich finde dass die Interviewerin ihn tatsächlich provoziert.
Man hört ja immer wieder dass Klaus Kinski in Wirklichkeit ein freundlicher Mensch gewesen sei, für den Ausraster nur Teil der Show gewesen seien. Das Buch das ich erst gestern ausgelesen habe gibt da allerdings ein ganz anderes Zeugnis ab. Obwohl Kinski auch freundlich sein konnte, war genau dieses cholerische, aufschäumende Wesen, seiner Natur entsprechend. Wahrscheinlich ist er genau deshalb an einem Herzinfarkt gestorben.

So, wie bekomme ich jetzt den Themensprung hin? Ah ich weiß:
Kommen wir nun also zum Brathähnchen. Denn genau dieses versuche ich heute das erste Mal. Da weder mein Kiwi noch ich wissen wie man das zubereitet haben wir es einfach mit Öl übergossen und mit allen Gewürzen bestreut die wir dahaben.
Ich glaube mich zu erinnern dass meine Oma bei Braten immer noch Gemüse mit in die Pfanne schmeißt. Da wir aber keines dahaben, bzw. nur gefrorenes, muss es auch ohne gehen.
Also wünscht uns Glück.

Zusammenfassend kann man über uns sagen: Wir haben keinerlei Alltagskompetenz, aber wir schaffen es irgendwie trotzdem.

P.S. Wir haben endlich eine Waschmaschine. Mein Kiwi hat den Wasserschlauch kaputt gemacht und wollte es einfach nicht einsehen. Ich konnte ihn zum Glück zum Kauf eines Neuén überreden. Noch dazu da die Dichtung eh im Arsch war.

1 Kommentar 22.5.10 14:32, kommentieren

Cheap little Cunt with Bushmill's und die Situation der öffentlichen Kassen Stuttgarts

Seit gestern abend wurde die VVS von meinem Kiwi von "Very very Shit" ind "Very very Shit Cunts" umbenannt. Und obwohl mein Kiwi das C-Wort normalerweise gar nicht mag habe ich von ihm die offizielle Erlaubnis bekommen ihn hier damit zu zitieren.

Der Grund dafür ist natürlich Stuttgart 21.

Für jemanden der nicht aus Stuttgart kommt oder dort lebt sei dieses Prestigeprojekt kurz hier erklärt.
Stuttgart 21 nennt sich das Projekt welches zum ZIel hat den historischen Hauptbahnhof von Stuttgart in einen unterirdischen Bahnhof (bis jetzt ist er ober- sowie unterirdisch) umzubauen. Dafür wurden Millionen von Euro bewilligt, und das obwohl der alte Bahnhof immer noch voll funktionsfähig ist. Man will damit erreichen sich mit Bahnhöfen wie jenem in Leipzig messen zu können. Durch dieses Projekt allerdings hat man die sowieso schon leeren Stadtkassen noch leerergemacht. So leer dass fast schon diese Astbälle aus den Westernfilmen duch die Kassen fegen. Wisst ihr welche ich meine? Wie heißen die noch gleich? Naja auf jeden Fall müssen für den neuen Bahnhof auch die Krankenhäuser in die Röhre gucken, was nicht schön ist. Und die Züge werden davon auch weder schneller noch pünktlicher. Ganz im Gegenteil: durch die vorbereitenden Umbauarbeiten kommt es zu langen Verzögerungen und zu Änderungen der Linienführung usw.


Nun also zum Hauptthema: dem gestrigen abend bzw. dem heutigen Morgen. Mein Kiwi und ich wollten also den letzten Zug nach Hause nehmen. Wir pfläzten uns also mit den bezahlten Tickets in den unterirdischen Bahnhof und warteten wir gewohnt auf den Zug.

Eine Minute(!!!) bevor der Zug eintreffen sollte kündete eine Lautsprecherdurchsage an dass der Zug nun doch oberirdisch abfahren soll. Also rannten wir so schnell uns unsere Füße noch trugen zum oberirdischen Teil des Bahnhofs. irgendwo war ein Schild oder eine Anzeigentafel dass diese Änderung angekündigt hätte. Und als wir oben ankamen und nur noch gut 3 Meter vom Zug entfernt waren(!!!), winkte uns die Dame vom Zugpersonal fröhlich lächelnd zu, nur um dann genauso fröhlich lächelnd vor unseren Augen davonzufahren. Denn das fröhliche Winken (trotz dass sie uns rennenderweise kommen sah) galt dem Zugführer und war das Zeichen abzufahren.

Und da es wie gesagt der letzte Zug war und wir 0.45 Uhr im zugigen Bahnhof standen, zerknüllten wir unsere bereits bezahlten Tickets, winkten in Gedanken mit dem Mittelfinger zurück, und mussten uns ein Taxi nehmen.

Der Taxifahrer war dabei noch echt gnädig und fuhr ohne Taxometer. So mussten wir nur 40€ bezahlen. Das wären ansonsten mindestens 60€ bis nach Hause gewesen. Im Taxi wurden wir übrigens auch über den Sieg Lena Meyer-Landruts beim Eurovision Song Contest informiert.

Was bleibt ist der Schwur so lange *************** bis wir die 40€ wieder drin haben. Natürlich würde ich in diesem Blog niemals eine Starftat ankündigen.
Aber ihr könnt euch sicher vorstellen wie verägert wir waren als der Zug 10 Sekunden nach der Durchsage ganz woanders abfuhr als eigentlich geplant. Genau dieser letzte Zug muss ja auch überpünktlich abfahren, obwohl sich die VVS sonst auch nichts aus Verspätungen oder rumstehenden Zügen macht.

Übrigens haben wir gestern das erste Mal dem irischen Pub in Stuttgart einen Besuch abgestattet. Es ist wirklich zu empfehlen (Also zumindest der Pub in der Stadtmitte). Allerdings sollte man gute Englischkenntnisse schon mitbringen da einige der Barmänner wirklich nur englsich sprechen.

Mir war vorher übrigens gar nicht aufgefallen wir ulkig der irische Akzent ist. Aber auch wenn sie nicht richtig englisch sprechen können, Bier brauen können sie, die Iren.
Vor allem Bulmers trifft voll meinen Geschmack. Und ich habe gestern das erste Mal Whiskey getrunken. Aber ich weiß gar nicht was ich dazu kommentieren soll - das hat mich jetzt nicht wirklich sooo geflasht. Ich persönlich glaube da eher weniger an den Genussaspekt. Da ist eher so ein Besaufdrink.

"Fight Club" von Chuck Palahniuk

2 Kommentare 30.5.10 12:44, kommentieren