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Lena Meyer-Landrut und Very very shit

Mein Kiwi hat beschlossen die VVS (das steht für very very shit wie ihr wisst) mit Briefen und Emails zu bombardieren bis sie nicht mehr anders können als uns das Geld dass wir auslegen mussten zurückzuerstatten. Dummerweise waren wir so unklug vom Taxifahrer keine Quittung zu verlangen.
Ich bin gespannt was da herauskommt.

Überhaupt hat mein Kiwi der "Great Nation of Germany" den Krieg erklärt. Er will mit kleinen Aktionen gegen Ausländerfeindlichkeit, Ignoranz, und Bürokratie vorgehen. Ich finde das süß und werde evtl. berichten.
Die Ideen für seine Aktionen sind nämlich echt originell und witzig.

Grund meines Eintrages ist aber eigentlich ein anderer.
Ich mag Lena nicht.
Ich muss in den letzten Tagen so viel von ihr lesen dass es mir zum Hals raushängt. Sie wird vermutlich die am meisten überbewertete Person dieses Jahres werden obwohl es natürlich immer Platz nach oben gibt und das Jahr noch nicht zu Ende ist.

Ihr Image besagt dass sie eine originelle clevere junge Frau ist, die absolut keinerlei Erfahrung auf einer Bühne hat. Das Mädchen von nebenan dem man zeigen musste wie man ein Mikro hält.
Als dann in der Zeitung stand dass Lena Meyer-Landrut mit einem Freund bereits vor Jahren ein Gesangsduo gegründet hat und sie Sachen auf Kasette aufgenommen haben (auch wenn sie nie einen öffentlichen Auftritt hatten und dass sie Teil einer Showtanzgruppe war (die garantiert öffentliche Auftritte hatte) ist jetzt nicht direkt schlimm. Es zeigt hat dass sie Hobbys hat. Aber als dann noch in den Zeitungen stand dass sie schon mehrere Komparsenrollen im TV hatte, allen voran der Nacktauftritt letztes Jahr, dann machte das auf mich schon den Eindruck als wollte hier jemand auf Biegen und Brechen, und egal auf welchem Wege ins Showgeschäft und damit ins Rampenlicht. Das hat sie geschafft. Abe rich sage hier und heute: Die wird eine Eintagsfliegen. Ihr werdet es sehen. Auch ihr Ruhm basiert nur auf einer Catsingshow. Sicherlich eine Castingshow die ernster genommen wird, aber doch nur eine Castingshow. Wo ist der Unterschied zu DSDS? Suchen die nicht dasselbe? Einen Popstar. Die Jury ist halt hochkarätiger.

Lena Meyer-Landrut wird ernst genommen weil sie nicht über Privates spricht. Sehr löblich wirklich. Aber wenn ich mir vorstelle ich wäre Journalistin, ich wüsste partout nicht was ich sie fragen sollte. Zu ihrem Privatleben beantwortet sie keine Fragen, und da sie ja (unter uns gesprochen) ja nur eine Interpretin (die Songs runtersingt), und keine Künstlerin ist, die ihre Songs komplett selber schreibt oder ein Instrument spielt, kann man sie nicht mal nach der Bedeutung dieser oder jener Textzeile befragen oder warum die dieses oder jenes so arrangiert hat. So ernst nimmt man sie dann doch nicht dass man Lena Meyer-Lanrut das Songschreiben in die Hand geben würde. Deswegen gibt es auch nur Interviews mit entweder dummen oder aber belanglosen Standardfragen.

Der Authentizität wegen sagt man natürlich sie habe am Album "mitgearbeitet". Das bedeutet aber nur dass sie eine Auswahl von Songs hatte und sie durfte wählen welchen sie auf dem Album haben will. Oder sie hateinen oder zwei Reime beigesteuert.

Aber das wird nicht mehr lange so gehen. Spätestens wenn Lena Meyer-Landrut ein neues Image braucht ist sie weg vom Fenster. Sie kann ja nach jahrelanger Bühnenpräsens wohl kaum mehr die unerfahrene Naive spielen. So, das brannte mir unter den Nägeln. Manchmal sind Blogs doch zu etwas gut.

Aber um auch etwas Gutes zu sagen: Am Anfang war ich schon auch fasziniert von Lena Meyer-Landrut. Ihre Songauswahl in der Castingshow war gut und nicht allzu chartslastig. Das ist sehr löblich gewesen. Und ihr erster dort gesungener Song hat mich im Vergleich zum Original sogar richtig geflasht. Und ich habe Leny Meyer-Lanruts Album genau deswegen gekauft. Das ist allerdings wirklich enttäuschend. Meiner Meinung nach sogar für Fans.

"Alles, was wir geben mussten" von Kazuo Ishiguro

4 Kommentare 3.6.10 18:00, kommentieren

Alles Wissen dieser Welt IV

Und erneut möchte ich euch erquicken mit den Perlen der Weisheit. Auf dass ihr sie nicht vor die Säue werfet oder sie abprallen an euch wie an einem imprägnierten Schuh, sondern dass sie aufgenommen werden mit großem Vergnügen.

Roger PenroseBeginnen möchte ich (heute es ist immer wichtig mit was man beginnt) mit der Jugend. Diese wirklich sehr unterhaltsame Kulturzeitung aus München die bis 1940 publiziert wurde enthält wirklich seltene Schätze aus Kunst (jeder Art) und Kultur. Leider hat davon noch nicht viel den Weg an die Öffentlichkeit gefunden und mir ist bewusst dass ich schon vor Jahren einemal versprochen habe ein Gedicht daraus hier abzuschreiben - aber vielleicht wird das ja bald. In diesem Sinne: "Der Jugend dies Glas". Ebenfalls ein geschriebenes Wort, wenn auch nicht ganz so kunstdurchränkt, ist die Karfreitagsfürbitte für die Juden Darin werden die Juden als "treulos" bezeichnet und Gott wird gegebeten ihnen den Schleier von den Augen zu nehmen. Bis 1956 wurde diese Fürbitte noch offen benutzt, und selbst heute kommt sie hier und da noch vor. Natürlich gilt das nur für Katholiken. Durch einige Horrorfilme habe ich angfangen mich für das Thema Kannibalismus zu interessieren. Wusstet ihr z.B. dass die christlichen Kreuzritter aus Hunger muslimische Gefangene gegessen haben. Natürlich nur in Ausnahmefällen. Übrigens ist es ganz einfach nachzuweisen ob jemand ein Kannibale ist oder nicht. Der menschliche Muskel enthält Myoglobin, das man nicht verdauen kann sondern wieder ausscheidet.


Sufragetten machen PauseWer eventuell auch Menschenfleisch gegessen hat und zwar das von Männern sind die Sufragetten der Frauenbewegung. Natürlich ist das eine etwas gewagte Überleitung, aber wenn man diese kampflustigen Omis auf alten Bildern sieht wird es einem wirklich himmelangst, und man wähnt es im Bereich des Möglichen. Auf dieses Thema bin ich gekommen wegen der "Miss World"-Wahlen 1967. Denn damals gab es die Sufragetten zwar schon nicht mehr aber ihre Nachfolgerinnen haben sich dafür eingesetzt dass das Schönheitsideal sich ändern sollte. Denn Miss Jamaika, die Gewinnerin, war weiß obwohl ein Großteil der Bevölkerung Jamaikas komischerweise farbig ist. Ganz zu schweigen von Miss Ghana, der Zweitplatzierten.


JT LeRoy mit Winona Ryder><a href=Dorothea Erxleben die auch viel für die Krankenpflege getan hat und in Medizin schon 1754 promovierte, wenn auch nur aufgrund einer königlich genehmigten Ausnahme, hätte sie vermutlich gemocht. So viel dazu dass sie die Bahn frei gemacht hat. Dies war nämlich keineswegs für jeden Menschen weiblichen Geschlechts fortan frei. Dabei sind Männer doch nur die Bizarro- Version einer Frau. Dabei war Bizarro ursprünglich ein böser Superman der auch mit ähnlich auffäliger Arbeitskleidung unterwegs war und nun in die Popkultur als das Synonym für den "bösen Zwilling" eingegangen ist. Vielleicht aber hält sich dieser auch in der goldenen Stadt Eldorado auf, die ich zu finden beabsichtige. Eine Satdt ganz aus Gold ist schließlich nicht zu verachten, besonders wenn man genau weiß wo sie liegt. Naja...eigentlich habe ich nur die Idee dass sie irgendwo in Südamerika liegt. Aber das schränkt die Suchregion doch schon mal immens ein findet ihr nicht?


OuroborosWer weniger nach Gold gesucht hat, da es im Überfluß da war, sondern eher der flüchtigen Kunst nachjagte war Nadeschda Filaretowna von Meck. Sie ist in erster Linie für ihr Musikmezänentum bekannt, also dafür dass sie 14 Jahre lang Tschaikowski freundschaftliche Briefe geschrieben hat. Heute würde man das wphl Groupie nennen. Außerdem war sie eine Förderin von Debussy, der spätestens seit der Twilight-Reihe wieder groß im Kommen ist. Durch mein pathologisches Interesse an Serienmördern wie Karl Lang, Hamann, Cananin, Gein, Bundy, Dahmer usw. kam ich natürlich nicht umhin auch lesetechnisch gesehen Lucusta kennezulernen. Die erste Giftmischerin der Welt, bei der angeblich) selbst höchste Politiker wie Nero Gift in Auftrag gaben. Sogar Schüler soll sie gehabt haben. Vermutlich hat keiner von diesen je eine Megalithkultur gekannt. Die einzige Gemeinsamkeit der europäischen Megalithkulturen ist dass sie dem Namen nach aus großen Steinen bestehen, aber ansonsten von verscheidenen Kulturen abstammen. Vor allem sind diese in Frankreich vertreten (Normandie) wo man auch La Grande Chartreuse findet, das Mutterkloster der Kartäuser. Wer den Flm "Die große Stille" kennt weiß wovon ich rede. Naja...ein paar andere vielleicht auch. Aber der Film hat mich persönlich sehr beeidnruckt. Da es sich um einen Schweigeorden hadenlt kann man sich denken warum der Film heißt wie er heißt. Der Regisseur durfte übrigens keinen Kameramann mitnehmen sondern musste selber filmen und mit den Mönchen leben nach ihren Gewohnheiten. Über 10 Jahre hat er auf die Drehgenehmigung gewartet und hat sich dann ein Jahr dort in Schweigen gehüllt. Wirklich sehr empfehlenswert.


Der Stein von RosetteGenauso empfehlenswert snd die Bücher von J.T. LeRoy. ieser "AUtor" gab an als Kind missbraucht worden zu sein, Drogen genommen und als Stricher gearbeitet zu haben und an HIV erkrankt zu sein. Tatsächlich stellte er sich nicht einmal als Mann heraus. Es war die Halbschwester des Partners der wahren Autorin, die bei öffentlichen Auftritten zu sehen war. Die Bücher die dementsprechend nicht autobiographisch, sind aber trotzdem gut. Wobei so ganz ausgedacht ist es nicht. Denn die Autorin leidet wahrscheinlich unter einer Persönlichkeitsstörung. Und JT LeRoy ist eine Persönlichkeitsabspaltung mit der sie dem Missbrauch ihrer Kindheit versucht zu verkraften. Durch sie bin ich außerdem überhaupt zum ersten Mal mit einem Hoax in Berührung gekommen. Durch den Sketch Dead Parrot bin ich wiederum zum ersten Male mit einem der alten Monthy Python-Witzeleien in Berührung gekommen. Für mich persönlich eine der witzigsten Comedy-Szenen die es gibt. Obwohl auch Der tödlichste Witz der Welt nicht schlecht ist. Aber nur echt in der Original-Version.


Michael PittNicht ganz echt hingegen ist Mark Felt, der FBI-Geheimagent der uunter dem Namen "Deep Throat" Informant für die Watergate-Affäre war. Nach jahrelanger Suche kam 2005 raus dass er es war, der Nixon stürzte. Also war es doch kein Hexenwerk wie die henochische Sprache die als magische Sprache der Kristallomantie entsprang. Also dem Lesen aus einer glänzenden Oberflächer wie einem Kristall oder einer derartigen Kugel.) Die Kugel wiederum bringt uns zur ballistischen Kugel, die auch gerne von James Bond benutzt wird. Das James Bond-Universum wiederum ist durchaus vielfältig und lustig, solange sich der Geheimagent im Auftrag seiner Majestät noch selber nicht so ernst nahm. Die neuen Filme mit diesem Psychopathen (keine Details er sieht einfach so aus) Daniel Craig nehmen sich ein fach zu ernst allerdings bei denselben hanebüchenen Stories. Der war schon tot, und hat sich spontan per Knopfdruck reanimiert - ja klar!
Da ich vor kurzem ja einen Roman über die Archäologie gelesen habe der wirklich sehr zu empfehlen ist bion ich natürlich auch mit Jean-Francois Champollion in Berühung gekommen. Ein sehr aufgeweckter Kerl der fast im Alleingang den Stein von Rosette entzifferte. Die Erzählung ist wirklich ein Lesen wert. Auch ein Lesen wert ist die wahr Geschichte des Filmes Heavenly Creatures, der seinerzeit das Karrieresprungbrett für Kate Winslet war. Es geht um die Geschichte der Pauline Parker, einer neuseeländischen Mörderin die ihre Mutter auf dem Gewissen hat. Die filmische Aufarbeitun würde auch Michael Pitt interessiert haben den ich als Schauspieler sehr gerne mag, da er diesen stechenden Psychoblick und überhaupt einen Psychogestus hat.


Hedochische SpracheIch kann nicht sicher sagen ob er eine Penisvergrößerung nötig hat. Keine Angst dieser Link ist kein Spam. Ich wette hier klicken die männlichen Leser jetzt wie wild. Aber so einfach ist das gar nicht für eine OP infrage zu kommen. Kein Stab sondern eher einen Kreis bildet der Ouroboros. Ich habe mich angefangen für dieses Symbol zu interessieren als ich einen echt klassischen Ouroboros-Ring gefunden und gekauft habe. Der Anfang und das Ende der Welt ist doch eine schöne Bedeutung für einen Klunker. Gar nicht Bijou-Brigitte-isch. NIcht Biijou Brigitte sondern Roger Penrose hat sich wie Stephen Hawking an dem Projekt versucht komplizierte Zusammenhänge einfach und für Laien zu erklären. Unter anderem hat er dabei ein Buch über die Geschichte der Null geschrieben. Dien Entwicklung zur Null wie wir sie kennen ist dabei wirklich sehr interessant. Allerdings gibt es dazu mehr als ein berühmtes Buch von mehr als einem einzigen Autor wie man sich denken kann. Ebenfalls viel Literatur findet man, wenn auch vor allem in Schachbüchern, über die Unsterbliche Partie. Dabei ist diese auch für Halblaien interessant. Man sollte zumindest wissen wie man Schach spielt sonst wird einem gar nicht klar wie besonders diese Art zu gewinnen ist.

© Die Bilder gehören nicht mir sondern (in dieser Reihenfolge):
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Moment auf dem Highfield 2008

Nebulöses Geflüster
ganz nah an meinem Ohr.
Störst dich nicht
am Metallgeschmack.

Geflüster über meiner Schulter
nah an meinem Gesicht
von einem Fremden,
der es wohl geheimnisvoll fand
dass ich mich nicht wehrte
wie all die anderen
sondern stoisch
und selbstsicher
zur Seite blinzelte
und hinsah.

Seit gestern: "Deutschland umsonst" von Michael Holzach

5 Kommentare 18.6.10 12:45, kommentieren