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Frauentausch Birgit & Nadine - warum Nadine mir mehr gefällt oder: Warum Birgit mir weniger gefällt




Ich finde diese Episode toll.
Einige kennen Nadine wahrscheinlich schon aus den Ulk-Clips von Youtube. Aber ich möchte sie heute einmal in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Denn in Wirklichkeit ist Birgit der Antichrist und nicht Nadine. Keine Frage unsere Nadine ist eher ungebildet, okay ziemlich ungebildet. Aber sie ist viel herzlicher als Birgit und deswegen hat sie's mir auch angetan.

Schon als sich die Familien voneinander verabschieden ist mir aufgefallen dass Nadine geweint hat weil sie ihre Kiddies zurücklassen musste und Birgit nach einen Schmatzer ins Auto gestiegen ist und scheinbar keine Probleme damit hatte. Vielleicht hätte sie ihnen auch nur die Hände schütteln sollen.

Birgit kommt in das Haus ihrer Tauschmutter, und obwohl niemand zu Hause und sie dort nur Gast ist, schmeißt sie einfach den Tabak raus. Wie unhöflich ist das denn? Das alles natürlich mit ihrem steinernen Blick. Und als sie auch noch sagt dass die Familie von Nadine nur zusammen wohnt aber nur nebeneinander, also nicht gemeinsam LEBT, da musste ich echt lachen. Sie ist doch diejenige die mit ihren Kindern zusammen in einer anderen Wohnung lebt als ihr Lebensgefährte. Das die nicht noch verschiedene Hausnummern haben ist auch das Einzige.

Das nächste Problem ist offensichtlich die Ernährung. Auf eine Weise ist Birgit auch militant. Nur Gemüse und Obst ist nämlich auch keine abwechslungsreiche Ernährung. Und wahrscheinlich gibt es jeden Tag Kartoffeln zum Mittagessen weil die halt im eigenen Garten wachsen. Dabei gibt es doch noch Reis, Klösschen, Nudeln, Gnocci, Couscous, Polenta usw. Tja, das müsste man aber natürlich einkaufen.
Melde sich einmal wer als Kind wenn es Schnitte gab, keine Wurstschnitte bekommen hat, oder Frischkäseschnitte. Haben hier echt alle Magerquarkschnitte und Tomaten gekriegt? Ihr Armen!

Peter sitzt genauso wie der andere Tauschvater den ganzen Tag nur vor dem Computer. Ich sehe da keinen Unterschied, außer dass einer von beiden damit Geld verdient. Und die "gute" Familie beleidigt Nadine in den Einzelgesprächen aufs Übelste. Die Worte "blöd", "dämlich" und "Konsumidiot" fallen. Das spricht nicht für die Erziehung der tollen Familie von Birgit.

Nadine gibt sich wenigstens etwas Mühe. Sie geht zum Beispiel mit wandern und hört auch die kleine Gartenkunde von Peter geduldig an. Es gibt nun einmal verschiedene Menschen mit schiedenen Vorlieben. Nicht jeder ist ein Ökofreak der gerne Wandern geht.
Und selbst Birgit kauft den Quark und ihre Butter irgendwo ein. Wer weiß was da alles drin ist? Aber da sie die Butter nicht auch noch selber rahmen will, aus frisch gemolkener Milch von der Kuh im Wohnzimmer muss auch sie sich wohl eingestehen, dass sie auf die Konsumgesellschaft angewiesen ist.

Aber Birgit diktiert nur ihre Regeln und wenn sie befolgt werden freut sie sich über den "Kompromiss". Dass beruht nicht gerade auf Gegenseitigkeit. Aber das sollte doch das Prinzip der Sendung sein. Die "gute" Tauschmutter versucht Ordnung in das Leben der "bösen" Familie zu bringen und die "böse" Tauschmutter wird umgekrempelt. Das ist ja das eigentliche Prinzip das praktiziert wird.

Teilnehmende Familien die die "böse" Familie mimen mussten berichteten bereits dass bei Frauentausch alles gestellt ist. Das die Familien während der Erstbegehung der Wohnung durch die Tauschmutter bis zu 6 Stunden in der Kälte draussen warten mussten. Und als sie hereinkamen waren die Mülleimer durch dem Müll des Kamerateams überfüllt und Blumentöpfe auf denb Boden geschmissen worden. Die herumliegende Blumenerde und die überfüllten Mülleimer wurden dann gefilmt und gesendet. Schaut, was für eine schmuddelige Familie. Die Familien wurden langsam beeinflusst. Zunächst wurde jeder kleine Satz wieder und wieder aufgenommen. Und dann kamen Vorschläge á la "Du könntest auch das sagen." oder "Wenn du vielleicht das Wort "Alter" mit einbauen könntest?"

Kann sich noch jemand an den Vorläufer des jetzigen Frauentauschs erinnern. Da wurden noch echte Frauen gefilmt, mit echten Problemen, die wirklich in das Leben des Anderen geschlüpft sind und reingeschnuppert haben. Ernstzunehmende Frauen ohne Schwarz-Weiß-Malerei.
Ach das waren Zeiten. Die Realität war wohl zu langweilig.

12 Kommentare 2.5.11 12:32, kommentieren

Bookshop III

Dieses wunderbare Exemplar war in Australien, ebenfalls in Brisbane. Ein Café mit neuen und Second Hand-Büchern. Sehr schön anzusehen und es roch nach altem Buch.





Weitere Buchläden dieser Welt (auch wenn diese sich im Momant noch auf Australien und Neuseeland beschränken) gibt es unter "Süchtig!" zu sehen.

4 Kommentare 11.5.11 19:24, kommentieren

Into the Wild I

Komm wir trinken "Whiskey in the jar"
und bewegen unsere Köpfe dazu.
Komm wir hören schnelle Lieder
und schwingen unsere Körper im Takt.
Komm wir trinken gemeinsam Tequila
und geben unser Geheimstes preis.

Komm wir legen unsere Körper aufeinander
und schauen was passiert,
wenn wir aufeinander reagieren.
Komm wir leben unsere Leben gemeinsam
denn allein habe ich Angst,
dann lieber sage ich:
Komm wir haben nur diese Begegnung
und jeder bleibt allein,
bis er stirbt.

Lukrezia Herz



"Indien und seine tausend Gesichter" von Tor Favorik

3 Kommentare 13.5.11 16:11, kommentieren

Nach der Nachtschicht....

5 Kommentare 22.5.11 19:42, kommentieren