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What it means to me....

Ich habe mich in den letzten Wochen immer mit einem Thema auseinandergesetzt, dass mich wirklich zum grübeln brachte.

Die Frage, die ich mir stellte war:

"Was bedeutet es für mich eine Feministin zu sein?"



Ich hoffe meine Gedanken verständlich darstellen zu können, denn ich glaube dass dieses Thema sehr wichtig ist.
Einige Gespräche mit meinem Honigapfel haben mich darauf gebracht. Denn der mag zwar Frauen und ist gegen die Diskriminierung dieser, vertritt aber gleichzeitig einige antifeministische Thesen. In Wirklichkeit ist er wohl Teil der Männerrechtsbewegung, ohne es zu wissen.

Die Frage war für mich gefühlsmäßig leicht zu beantworten, aber sehr schwer zu artikulieren. Vielleicht ist das sogar symptomatisch für den Feminisumus. Ich kann nicht genau beschreiben warum ich mich diskriminiert fühle wenn mich jemand mit den Blicken auszieht. Und so in etwa geht es mir mit dieser Frage. Aber ich will trotzdem versuchen sie zu beantworten.

Zum einen interessiert mich das Thema natürlich schon allein deshalb weil ich in einer Umgebung aufgewachsen bin in der Feminismus praktisch ein Fremdwort ist. Und das meine ich wörtlich.
Durch Unrecht, das einem widerfährt, wird man natürlich besonders sensibel für solche Themen.

Auf der anderen Seite ist mein Interesse auch groupiehafter Natur. Ich muss gestehen dass ich manchmal das Internet durchstöbere nach Postern, Buttons und anderen Devotionalien des Feminismus. Und das macht mir richtig Spaß. Ich lese gern in Büchern darüber wie unsere Altvorderen dafür gekämpft haben dass wir wählen dürfen und studieren und uns unsere Partner selbst aussuchen.....

Aber dahinter, frustriert mich das Thema. Es frustet mich wirklich.
Das liegt daran dass man einfach kein Verständnis dafür bekommt. Ich kenne keine Frau die heute noch befreit werden will. Natürlich, ich kenne Seiten wie die Mädchenmannschaft und den Blog von Luise F. Pusch. Aber persönlich, nein, da kenne ich niemanden der dieses Interesse teilt. Man findet bei diesem Thema wirklich keine Freunde.
Und wenn das Thema überhaupt zu einem solchen wird, dann erntet man nicht gerade die Reaktionen die man sich erhofft, wenn man sich so dafür einsetzt. Die häufigste Reaktion ist so ein selbstzufriedenes Moppern.

Ich weiß nicht wie ich das noch beschreiben könnte. Es ist so ein Lächeln das sagt: "Was DIE für Ideen hat. Gleichstellung hahahahaha." Natürlich ist das nicht die politisch korrekte Reaktion, weshalb meist nichts weiter folgt. Keine Diskussion.
Die ältere Generation hält meine Vorstellungen für total abstrus. So verrückt, dass man nicht einmal darüber nachdenken braucht. Und die jüngere Generation ist zwar "total dafür" aber doch bitte gegen Frauenparkplätze, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, und Frauen in Führungspositionen.

Selbst mein Honigapfel, der wirklich weiß wie man eine Frau behandelt, sieht es nicht ein. Und das macht wirklich keinen Spaß. Es macht wirklich keinen Spaß gegen eine Wand anzureden. Denn man sieht direkt in die Köpfe der Leute während dieses Themas. Und man sieht wie sich ihre Gedanken und Vorstellungen NICHT bewegen.
Deswegen ist das Thema für mich nicht nur interessant, sondern auch ganz schlimm.
Es kommt vor dass ich an Resignation denke. Aber dem gebe ich bisher nicht nach. Ich glaube ich verspüre sogar Lust einmal ein paar Beispiele aus meiner Kindheit und Jugend zu nennen, bei denen ich mit Rollenklischees konfrontiert war. Ich glaube einige kriegen den Mund nicht mehr zu.

Ich hoffe inständig, dass wieder mehr Frauen anfangen sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. Wer soll es schließlich sonst tun. Die Ministerin für Frauen hilft uns dabei sicherlich nicht. Die tritt uns höchstens noch ins Genick.

1 Kommentar 5.9.12 19:21, kommentieren

Hohenasperg






Hohenasperg

6 Kommentare 8.9.12 18:08, kommentieren

Die fantastischen fliegenden Bücher von Herrn Morris Lessmore

Ein ganz toller Kurzfilm, der mir bei meiner bibliophilen Durchforstung des Internets vor die Augen fiel

The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore-2011 from Antoni de la Torre on Vimeo.

3 Kommentare 11.9.12 12:03, kommentieren

DEKADENT

Wir suchen seit Monaten ein Haus. Seit Monaten schauen wir uns im Internet Häuser an, um eines zu finden in dem wir den Rest unseres Lebens verbringen könnten.

Ich weiß nicht so recht wie ich mich ausdrücken soll?
Uns drückt da kein Schuh. Wir müssen nicht so sehr gucken ob wir uns das Haus leisten können. Herrje, das klingt wirklich hoffnungslos arrogant, aber so sieht es nun einmal aus.

Und genau da liegt auch das Problem. Ein Wohlstandsproblem, das will ich gern zugeben. Mein Honigapfel sagt mir sogar immer wieder ich sei schon größenwahnsinnig geworden deshalb.

Mein Problem ist dass ich nicht weiß welches Haus ich mir auswählen soll. Natürlich steht noch aus sich die Häuser in persona anzuschauen, also so richtig in echt und live. Aber da sich die Immobilien alle in Vancouver befinden ist das nicht so einfach und auch nicht mal eben gemacht. Seht ihr - ein Luxusproblem.

Die Sache ist die: Diese Häuser sind alles Traumhäuser. Und noch vor einem Jahr hätte ich mich sehr glücklich geschätzt in so einer Hütte zu wohnen. (Haha, "Hütte". Man merkt eben doch wo ich herkomme.)
Das sind Häuser die ich mir früher nie hätte leisten können, und von denen ich eher nachts heimlich geträumt habe.
Welches Haus kauft man, wenn sie alle einen Whirlpool, einen richtigen Pool, einen Weinkeller- oder zumindest -raum haben? Viele haben eine Sauna und alle haben eine spektakuläre Aussicht.
Ich sag es nochmal - ein Wohlstandsproblem. Ich komme mir direkt dekadent vor.

Und inzwischen ist es wirklich so dass ich so viele Luxushäuser gesehen habe dass ich einige sogar als hässlich bezeichne und verabscheue, obwohl es natürlich für jeden normalen Menschen ein Traumhaus wäre. Ich bin wohl nicht mehr normal. Mir ist das wohl zu Kopf gestiegen.

Diese Hütten sind so riesig. Zu was brauche ich denn 5 Schlafzimmer? Und zu was brauche ich 6 Bäder? Und was sind eigentlich Halbbäder? Und wozu braucht ein normaler Mensch eine Auffahrt mit beheizbaren Steinen?
Ganz einfach: Weil die billigeren Häuser keine Luxushäuser mit nur 2 statt 5 Schlafzimmern sind, sondern die reinsten Ost-Baracken. Sowjet-Chic pur in Vancouver.
Allein das zu schreiben führt dazu dass ich mir total dumm vorkomme.
Darf man über solche Probleme überhaupt schreiben?
Ich suche seit Monaten ein Domizil und habe mich bis jetzt noch nicht getraut darüber zu bloggen weil ich mich schon imaginär mit Eiern beworfen sah.

Ich bin zumindest froh nach Sichtung wirklich ALLER zur Verfügung stehender Häuser endlich eine Auswahl von 12 Favoriten getroffen zu haben. Zwischen denen wird es sich wohl entscheiden. Obwohl die Auswahl vielleicht leichter fällt als gedacht. Denn einige Häuser wurden offensichtlich nur von einem besonders geschickten Fotografen besucht und einige haben so viel Land dranhängen dass man schon mindestens 2 Gärtner einstellen müsste. Wozu sollte ICH 6 Hektar Land brauchen?

Okay Schluß jetzt mit dieser Dekadenz. Und ich gebe mir wirklich Mühe nie wieder einen solchen Eintrag zu schreiben. Man, komme ich mir dekadent vor. Und wenn ich das Wort dekadent jetzt noch einmal benutze werde ich wahrscheinlich bei Google bald auf der ersten Seite angezeigt bei Eingabe dieses Wortes.

Düdeldü

3 Kommentare 13.9.12 21:09, kommentieren

Die Anwaltskammer informiert....

Hiermit gratuliere ich meinem Honigapfel.
Meiner hat seit ein paar Tagen die lang ersehnte Zulassung sich Rechtsanwalt zu schimpfen.
Ich weiß noch wie stolz ich war als ich meine Berufsbezeichnung auf einem kleinen Ausweis mit mir tragen durfte. Ich weiß wie stolz man da ist.

Also noch einmal.

Herzlichen Glückwunsch Wurzi!

2 Kommentare 14.9.12 12:57, kommentieren