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Bigotterie

Der Weltverband der Bibelgesellschaften hat einen neuen Rekord aufgestellt.
Da inzwischen auch immer mehr Bibeln in Afrika und Lateinamerika verteilt werden, hat die UBS (United Bible Societies) letztes Jahr 32 Millionen Bibeln kostenlos verteilt.

Hier die Quelle


Dies wird als großer Erfolg gewertet, und in der westlichen Welt gefeiert. Niemand, nicht einmal Nicht-Christen denken sich etwas Schlechtes dabei. Sollen sie doch ihre Bibeln an die Menschen verteilen? Solange es den Menschen Hoffnung macht ist daran nichts auszusetzen oder?
Ach ja? Ist das nicht etwas doppelzüngig?

Was tun denn die Salafisten? Den Koran verteilen sie. Und das ganz friedlich. Aber bei Muslimen scheint das etwas anderes zu sein. Der Verfassungsschutz beäugt sie, und Gespräche wurden angestoßen diese Bewegung des Islam in Deutschland zu verbieten.

Kan mir einer erklären warum Christen ihre Heilige Schrift verteilen dürfen und Muslime nicht? Gibt es da einen qualitativen Unterschied? Wenn ja, muss der mir wohl erst noch erklärt werden.



Dieser Link oben schreibt im ersten Satz dass 25 Millionen Koranausgaben verteilt werden sollten an einem Wochenende in Deutschland. Das hat der Verfassungsschutz rausgefunden. Ja, hat er. Und die Geldgeber kommen vermutlich aus dem Ausland. Das ist ein Ding! Das gehört doch verboten! Geld aus dem Ausland, vermutlich gar von Muslimen.

Im weniger fett gedrucktem Text werden aus 25 Millionen Exemplaren plötzlich 300.000 Exemplare. Na, das klingt doch schon ganz anders.

Und wer untersucht eigentlich von welchen Institutionen das Geld für die Bibeln kommt?
Ich will nicht hoffen dass das aus dem Ausland kommt. Und wenn doch, dann kann ich mir schon denken, was das für Menschen sind, die solche Organisationen unterstützen. Das sind bestimmt selber Christen!

Das ist eigentlich echt frech. Verboten, gehört das! Also natürlich nur bei den Muslimen.
Noch ein Bier bitte!

Kann sich wirklich keiner darauf einigen dass jeder nach seiner Facon glücklich werden soll. Hat das nicht schon der alte Fritz gesagt? Und wie lange ist der jetzt schon tot? Und immer noch kapieren es manche einfach nicht - auf beiden Seiten.

1 Kommentar 14.9.12 18:28, kommentieren

Ratgeber zu Motten a.k.a. Maden.

Wir haben ein Problem. Und es ist nicht das erste Mal, dass wir es haben. Es sind Mottenlarven.

Vor einem Jahr ungefähr hatte ich schon einmal so ein Problem. Und seit ich darüber einen Artikel geschrieben habe, finden die meisten Leser meinen Blog über dieses Thema. Ziemlich viele Menschen geben als Suchbegriff bei Google ein:
"Maden an der Decke" oder
"Maden im Schrank" oder
"Was tun gegen Maden?"

Da mein Blog da offensichtlich als Suchergebnis angezeigt wird, schreibe ich jetzt noch einmal meine Leidensgeschichte in Kurzform, und auch was dagegen zu tun ist.
Ich hoffe dass es den Betroffenen hilft. Und ich möchte auch davon berichten wie mein Honigapfel alle Maßnahmen gegen die Lebensmittelmottenlarven sabotiert.

Vor ca. einem Jahr entdeckte ich kleine Würmer an der Decke. Sie waren weiß und hatten an einer Seite einen kleinen braunen Punkt (quasi wie ein Kopf). Das sind Mottenlarven meine Damen und Herren. Erkennen sie sie wieder aus ihrer eigenen Wohnung, dann herzlichen Glückwunsch. Sie gehören zu unserem kleinen auserwählten Club.

Natürlich war ich hellauf begeistert. Man kann sich das vorstellen. Und ich habe direkt Freunde und Bekannte gefragt was das sei und was ich dagegen unternehmen kann. Keiner konnte mir weiterhelfen. Jeder verzog nur etwas angeekelt das Gesicht. Denn das Stigma dass Maden sich im Dreck am wohlsten fühlen, wird direkt umgelegt auf einen selbst. Den Menschen gehen Bilder von verdreckten Messi-Wohnungen durch den Kopf und eitrige Geschwüre in denen es vor Maden wimmelt. Das ist natürlich nicht zwangsläufig der Fall. Denn es handelt sich nicht um Maden, sondern um Mottenlarven.

Man sollte Folgendes tun:
Zuerst einmal ist wichtig wo die "Maden" sind. An der Decke vermutlich, schon klar. Aber in welchem Raum?
Gehen wir einmal von meinem Beispiel, der Küche, aus.
Ich habe alle Schränke durchstöbert. Und im Backschrank, also der Hänge mit den Kuchenbackzeugs waren sie.
Jede Motte, die sich in euer Sichtfeld arbeitet solltet ihr zuallererst einmal rigoros vernichten.

Denn nur eine tote Motte ist eine gute Motte.

Als nächstes habe ich mir alle Sachen genau angeschaut. Das meiste musste ich wegschmeißen. Motten sind gerne in Tüten mit Nüssen (einfach mal genau die Nüsse angucken). Das "Nussmehl" also das Mehl das beim kleinraspeln entsteht kann auch Maden beherbergen. Inzwischen ist mein Auge so geübt, dass ich an der Konsistenz des Nussmehl genau erkennen kann ob sich Maden darin aufhalten.

Aber keinesfalls nur die angebrochenen Packungen werden Madenfutter. Auch verschlossene Originalverpackungen. Wenn ihr ein paar Packungen Puddingpulver habt, dann scheut es euch mal genau an. Schaut nach kleinen Löchlein, ungefähr vom Durchmesser einer Mottenlarve. Denn da futtern die sich durch und wenn sie drin sind, sind sie drin.
Oder auch ganz beliebt: Diese Packungen für Backpulver. Keiner kauft einzelne Tütchen Backin. Das sind ja oft 10er-Packs, zusammengehalten durch eine durchsichtige zugeschweißte Plastikfolie. Auch durch die Plastikfolie fressen sie sich durch.
Schaut genau hin! Zwischen den einzelnen Päckchen Backin oder Vanillinzucker sind dann oft so ganz feine Weben, wie extradünne Spinnweben. Da legen sie ihre Eier rein. Wenn ihr beim Reinigen "Spinnweben" irgendwo dranhängen seht - weg damit.

Anfangs wollte ich es nicht glauben. Ich habe nur das nötigste wegg1eschmissen. Und sobald ich von der Arbeit kam, waren wieder 10 Maden an der Decke. Also musste ich zu härteren Geschützen greifen.
ALLES musste weg, außer der Inhalt von Glasflaschen. Noch dazu haben wir solche Mottenfallen gelegt. Im Baumarkt gibt es für teures Geld solche klebrigen Pappen die man sich in die Schränke klebt. Die wären aber gar nicht mehr nätig gewesen. Nicht eine einzige Motte hatte den Frühjahrsputz überlebt. Diese Mottenfallen sind sogar eher lästig weil alles was daran kleben bleibt, nicht entfernt werden kann ohne die Packung oder die Mottenfalle zu zerreißen. Ich habe sie einige Monate später abgemacht.
Außerdem sollte man den Schrank mit Essigwasser auswischen. Es darf auch gern etwas stärker sein. Das stinkt zwar für einen Tag erbärmlich, aber Motten hassen das.

Jetzt haben wir blöderweise wieder diese Larven. Nach über einem Jahr! Ich wollte wieder alles wegschmeißen und den Viechern den Garaus machen. Aber mein Honigapfel steht die ganze Zeit neben mir und vbemängelt ich würde zu viel wegschmeißen. "Das haben wir gerade erst gekauft." oder "Das ist das letzte Backpulver das wir haben." Und natürlich der böse Blick taten ihr übriges. Und deswegen werden wir die Viecher nicht los. Natürlich, werden es nach jeder Aufräumaktion weniger, aber verschwinden tun sie eben nicht.
Das zeigt: Es muss alles weg, was keine Miete zahlt.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn es das Verdachtsobjekt mehliger Natur ist, nicht schütteln! Erst mal gucken was sich so oben drauf tümmelt. Wenn dort die Luft rein ist - dann schütteln!

Merke: Wenn auch nur ein Ei überlebt und zu einer Larve wird, die zu einer Motte wird, fängt der Spaß von vorn an.

Und das ist nur das Beispiel Küche. Natürlich können die Motten überall ihre Eier ablegen. Bei uns war es nun eindeutig, weil sich ständig mehrere ausgewachsene Motten in einem verschlossenen Schrank aufhalten. Wo sollten die herkommen wenn nicht aus dem Schrank selber! Sie können aber auch in Strohhalmen, unter dem Teppich, in Schubladen, unter Schubladen usw. leben, und sich dort von kleinen hingefallenen Krümeln ernähren.

Beim ersten mal mussten wir sogar die Abzugshaube abbauen und alles grundreinigen inkluve Filterwechsel.
Macht euch die Mühe, oder holt den Kammerjäger. Um das wegschmeißen der Lebensmittel kommt ihr aber nicht drumherum. Bedenkt: Wenn auch nur der Verdacht besteht dass da Motteneier drin liegen, wollt ihr es doch eh nicht essen oder?

8 Kommentare 17.9.12 19:17, kommentieren

Mixtape X

Eigentlich wollte ich ja heute die Fotos vom Kloster Schussenries posten. Dort habe ich mir gestern die Bibliothek angeschaut, und das wäre, so dachte ich, ein gutes Bild für die Bookshop-Reihe. Allerdings stellte sich heraus dass die Bücher unsichtbar für mich waren. Alle waren sie in großen pompösen Schränken verstaut auf die Bücher aufgemalt waren. Und das war die nun die Sehenswürdigkeit mit der gelockt wurde......?
Also gibt es wieder ein kleines aber feines Mixtape.


  • "You're so vain" - Carly Simon

  • "Don't fear the reaper" - Blue Oyster Cult

  • "Sinnerman" - Nina Simone

  • "Can't seem to make you mine" - The Seeds

  • "Auf Wiedersehen" - Enik

  • "In the cage" - Genesis

  • "Doo doo doo" - Job 2 do

  • "To let myself go" - Ana Brun

  • "Das Hinterhaus" - Bettina Wegner

  • "Society" - Eddie Vedder

2 Kommentare 23.9.12 11:43, kommentieren

Lieber Mitt....

Ich könnte fast täglich einen Beitrag über Mitt Romney hier verfassen.
Eigentlich interessiere ich mich ja Nullkommanull für Politik, aber der Typ ist wirklich so....so......verhaltensoriginell (Danke Volker Pispers) dass ich auch nicht mehr weiß was ich da noch sagen soll.


Eine Geschichte ist zum Beispiel:

Mitt Romney und sein Hund

Ist dem noch etwas hinzuzufügen? JA!
Denn Mitt Romney öffnet seinen Mund, obwohl nur gequirlte Scheiße herauskommt (Sorry) trotzdem immer weiter.

Die Sache mit dem Flugzeugfenster

Was soll man da noch sagen?

In der Ära Bush junior gab es ja diese lustigen Seiten wo ein Best of der dümmsten Sprüche von George W. verewigt wurden. Ich könnte mir vorstellen dass es bei Mitt auch langsam Zeit wird. Wenn es nicht so gefährlich wäre, würde man sich ja fast wünschen dass er Präsident wird. Die Amerikaner haben doch sonst so wenig zu lachen.

1 Kommentar 25.9.12 17:03, kommentieren

Ich hab nur Zeit für ein kurzes "Yippieh"

Eigentlich wollte ich ja meinen nächsten, also diesen. Blogeintrag um das Thema Beschneidung drehen lassen.
Vielleicht mache ich das auch später noch...

Aber zuerst sind erste Male dran.
Ich habe nämlich heute das allererste Mal in meinem Leben gewettet. Also so richtig. Mit Geldeinsatz bei einem großen Wettbüro. Ladbrokes bietet jedes Jahr Wetten an, um auf den diesjährigen Literaturnobelpreisträger zu tippen. Und jedes jahr nehme ich mir auf's neue vor 10€ auf Thomas Pynchon zu setzen. Dieses Jahr habe ich es wirklich gemacht.
Das war so aufregend. Und wenn ich gewinne, bin ich 210€ reicher.
Natürlich wird es nicht so kommen. Das ich nämlich auf Thomas Pynchon gesetzt habe, hat ideelle Gründe und hat nichts damit zu tun dass ich ihm Gewinnchancen ausrechne.
Oder wie mein Honigapfel ausdrücken würde: "Da kann mer das Jeld och bei Hans in Gulli schmeißn."

Grund: Thomas Pynchon ist US-Amerikaner. Und die Schweden haben es in den letzten Jahren nicht so mit den Amis. Auf der Shortlist stehen schon seit vielen Jahren US-Amerikaner an der Spitze. Aber laut Nobelpreisjury sind die wohl zu eingenommen von ihrer Massenkultur. (Das war fast ein Zitat.)
Außerdem ist Pynchon ja ein Phantom, von dem es seit Jahrzehnten keine neuen Bilder mehr gibt. Und ein Typ wie Pynchon taucht dann nicht einfach ganz öffentlich bei so einer Zeremonie auf. Auch das wissen die Nobel-Juroren nicht unbedingt zu schätzen. Die waren ja schon vergrätzt als Elfriede Jelinek 2004 wegen ihrer Angst vor Menschenmassen den Preis nicht persönlich entgegen nahm. Harold Pinter (2005) und Doris Lessing (2007) konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen.
Die Blöße geben die sich so schnell wohl nicht wieder.

Aber ich verliere den Faden.
Das andere erste Mal hat mir mein Schatz vor gerade 10 Minuten beschert. (Hey Moment, das klingt seltsam.) Ich werde nämlich in 2 Wochen zur Frankfurter Buchmesse fahren. Meine erste Buchmesse! Und ich freue mich riesig drauf.
Der Fotoapparat wird wohl nicht stillstehen wenn Cees Nooteboom, Martin Walser, Tim Mälzer und andere aufkreuzen.

1 Kommentar 28.9.12 19:21, kommentieren