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Mal wieder ein paar neue Bilder...

Ein paar neue Bilder:

Hier sind unsere superleckeren Getränke in unserem Stammcafé das, wie könnte es anders sein, bei Hugidubi ist. Das macht es natürlich schwer mal keine Bücher zu kaufen.




So eine totschicke Mütze. Aber mein Honigapfel sagte er würde nicht einmal die Straßenseite mit mir teilen wenn ich damit auf die Straße gehen würde. Was man auf dem Bild leider nicht sieht: Die Schnauze des Esels ist etwas gefüttert so dass sie etwas, wirklich nicht viel, nach vorn steht. Total niedlich. Vielleicht etwas ausgefallen.....





So winzig bin ich im Vergleich zu meinem Honigapfel. Kein Wunder dass er mich immer sein Pifke nennt. Aber ich bin nicht zu klein. Nein, keinesfalls! Er ist zu groß. Damit das klar ist.

4 Kommentare 3.10.12 17:38, kommentieren

Der größte Preis überhaupt, überall auf der Welt.

Zumindest dachte ich damals dass es der tollste Preis der Welt wäre. Und die Auswahlgremien waren quasi Gott. Denn niemals könnten sie sich irren. Sie zeichnen immer ganz intuitiv den aus der das Allerbeste vollbracht hat.
Tja, die Gedanken eines Kindes.
Aber die Faszination für den Preis ist geblieben. Und da ich ein Büchersuchti bin, hat er sich auf den Nobelpreis für Literatur fokussiert.

Jahr für Jahr bange und hoffe ich. Und Jahr für Jahr bin ich überrascht bis verstört.
Das Prozedere hinter dem Preis scheint klar zu sein. Literatur- und Linguistikprofessoren, ehemalige Preisträger und wichtige Institutionen wie die Ivy League geben Vorschläge ab. Aus diesen wird eine Longlist generiert, und aus dieser wiederum eine Shortlist. Alle Werke der Autoren auf dieser Shortlist müssen gelesen werden und daraus wird dann der Beste herausgefiltert.

Meinen sturen Glauben an die Integrität des Preises kann nichts erschüttern.
Warum nicht wirklich viele afrikanische Autoren ausgezeichnet werden?
Na ist doch klar. Weil die so unbekannt sind, dass sie nicht übersetzt werden und deshalb keiner in Stockholm diese Autoren kennt, oder überhaupt je von ihnen gehört hat.

Warum in den letzten Jahren die US-Amerikaner übergangen werden?
Na, der Sprecher der Akademie hat es doch gesagt. Die Amis sind immer zu sehr ihren Trends hinterher. Und das ist auch gar nicht diskriminierend oder so. Die Amis müssen sich eben mehr anstrengen.

Und warum die besten Autoren der Welt regelmäßig keine Sau kennt?
Auch ich kenne einige der Ausgezeichneten nicht. Aber das muss wohl an mir liegen. Das Reich-Ranicki noch nie etwas von Orhan Pamuk oder Le Clézio gelesen hat liegt daran dass er ein Ignorant ist. Und das man in meinem Literaturforum ebenfalls kaum einen der Preisträger kennt, liegt wohl daran dass sie hauptsächlich Mädchenromane lesen. So muss es sein. Auch die Redakteure englischer Tageszeitungen ("Herta Who?"), und überhaupt aller Tageszeitungen (Elfriede Jelinek wurde mangels Bekanntheit fast nicht erwähnt in der europäischen Presse. Die Engländer würden wohl sagen: "Elfriede Who?")

Auch widersprüchliche Preisvergaben wie die an Pearl S. Buck, ein literarisches Leichtgewicht, und dann wieder die Vergabe an Mario Vargas Llosa könnte ich erklären. Könnte. Will ich aber nicht. Und die Akademie offensichtlich auch nicht.
Naja, vielleicht in 50 Jahren.

Und warum Autoren den Preis gekriegt haben, die heute vergessen sind, und deren Namen nicht mehr im Buchhandel, sondern nur noch auf der Liste der Literaturpreisträger auftauchen, aber dafür Graham Greene, Leo Tolstoi, Franz Kafka, und J.R.R. Tolkien leer ausgingen - sicher gibt es auch dafür eine verdammt gute Erklärung. Alle außer dem Letzten waren die ewig Zweitplatzierten. Und der Letzte, der wurde wegen seiner "Herr der Ringe"- Reihe für unwürdig befunden.

Und obwohl all dies Grund zur Spekulation lässt, kann ich aus dem Kopf sagen in welchen Jahren der Nobelpreis für Literatur nicht vergeben wurde, kenne die Namen aller 12 Preisträgerinnen, und aller 8 deutschen Preisträger mit Jahr, und weiß auch dass Jean-Paul Sartre den Preis zwar 1964 abgelehnt hat, da ihn Preise korrumpieren würden, aber 11 Jahre später diskret anfragte ob er nicht das Preisgeld haben könne. Da Geld ja nicht korrumpiert 'ne?

Und jedes Jahr beteilige ich mich an den Spekulationen und durchforste Google nach neuen News. Jedes Jahr wundere ich mich erneut darüber dass Bob Dylan auf der Favoritenliste steht bis mir wieder einfällt dass er den Preis ja bekommen könnte. Er könnte ja als Kanadier durchgehen. Da hätte er 'ne reelle Chance.
Jedes Jahr weiß ich dass Thomas Pynchon, der Großartige, ihn nicht bekommen wird. Nicht nur weil er US-Amerikaner ist. Nein, schlimmer noch. Als Phantom der Literatur wird er wohl kaum auf der Preisverleihung auftauchen. Und die Blöße hat sich das Nobelkomittee die letzten Jahre schon oft genug gegeben. Bei Harold Pinter (der seine größten Erfolge in den 60er-Jahren hatte) und Doris Lessing (damals 88-jährig) war es der Gesundheitszustand. Bei Elfriede Jelinek die Angst vor Menschenmassen. Noch einer sollte sich da nicht einreihen. Das wäre ja schmachvoll.

Und obwohl ich weiß, dass die US-Amerikaner absichtlich übergangen werden. Und das obwohl sie WIRKLICH einige gute Schriftsteller hervorgebracht haben. Die Namen der Amis kumulieren dort schon. Cormac McCarthy, Thomas Pynchon, Philip Roth, Joyce Carol Oates, Don deLillo. Und alle warten sie seit Jahren, und haben seither ein Alter erreicht das ausschließt dass sie alle noch den Nobelpreis erhalten können. Und das nur weil die Amia über Amerika schreiben. Als wäre das ein Grund. Llosa schreibt doch auch über Südamerika, und Coetzee über die Apartheit in Südafrika. Ist das etwa nicht "zu isoliert" und dem eigenen Land verhaftet?
Ich verstehe die Welt nicht mehr, aber ich gebe sie auch nicht auf. Dies soll als ein Plädoyer für die amerikanische Literatur gelesen werden. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages doch noch ein Amerikaner den Literaturolymp besteigt. Auch wenn die Amerikaner schon sehr viele Literaturnobelpreise gewonnen haben (10,5 von 108 Preisträgern) gilt hier: Ehre wem Ehre gebürt.

Ist es nicht seltsam, dass ein bevölkerungsarmes Land wie Frankreich die meisten Nobelpreise aufzuweisen hat (13,5) und ein Land wie China keinen einzigen bekommen hat. (Gao Xingjang hat ihn für Frankreich gewonnen, was zu Verwicklungen geführt hat.) Bei 1,3 Milliarden Menschen muss doch ein guter Schriftsteller dabei sein oder? Sollte man meinen - Kommunismus hin oder her.
Ich bin ja schon froh, wenn ich den diesjährigen Nobelpreisträger kenne. Aber dazu brauche ich ja nur die Wetten bei Ladbrokes zu beobachten. Wenige Stunden vor der Vergabe rutscht der Gewinner ja wie durch Zauberhand ziemlich hoch in der Favoritenliste. Also abwarten und Tee trinken.
Und Daumen drücken für Thomas Pynchon.

1 Kommentar 7.10.12 18:30, kommentieren

Die eine Klage

Wer die tiefste aller Wunden
Hat in Geist und Sinn empfunden
Bittrer Trennung Schmerz;
Wer geliebt was er verloren,
Lassen muss was er erkoren,
Das geliebte Herz,

Der versteht in Lust die Tränen
Und der Liebe ewig Sehnen
Eins in Zwei zu sein,
Eins im Andern sich zu finden,
Daß der Zweiheit Grenzen schwinden
Und des Daseins Pein.

Wer so ganz in Herz und Sinnen
Konnt' ein Wesen liebgewinnen
O! den tröstet's nicht
Daß für Freuden, die verloren,
Neue werden neu geboren:
Jene sind's doch nicht.

Das geliebte, süße Leben,
Dieses Nehmen und dies Geben,
Wort und Sinn und Blick,
Dieses Suchen und dies Finden,
Dieses Denken und Empfinden
Gibt kein Gott zurück.

Karoline von Günderode

3 Kommentare 12.10.12 20:09, kommentieren

Bierbrauer-Schilder

Ich möchte noch einmal die Chance nutzen ein fast ausgestorbenes Handwerk zu propagieren. Wer mich kennt, kennt auch meine Faszination für's Selber machen. Handwerk ist ein wirklich faszinierendes Thema. Wie entstehen Sachen. Und wie kann man das modern umsetzen. Nicht wie in der Sendung mit der Maus. Eher wie die Bäckerin in "Stranger than Fiction".
Wie kann aus Schokolade, oder Schuhen Punk werden?

Das aktuelle Video befasst sich mit einem Schildermacher, der die klassischen Bierbrauer-Schilder herstellt. Sehr faszinierend.

David A Smith - Sign Artist from Danny Cooke on Vimeo.

1 Kommentar 16.10.12 15:04, kommentieren

Fischsamen oder Karpfensperma

Ich habe es endlich gefunden.
Wie ich hier beschrieben habe, war ich lange auf der Suche nach Karpfen-Sperma, und habe es einfach nicht gefunden.

Aber vor kurzem bin ich fündig geworden. In der Markthalle waren doch noch ein paar Gramm übrig. Ich konnte es kaum glauben.

Hier ist es:
Fischmilch

Leider war ich darüber so aufgeregt dass ich beim pochieren zu viel Essig verwendet habe. Das Resultat: Fischmilch die nur in Spuren nach Fischmilch schmeckte, dafür umso mehr nach Essig und eine Wohnung die den ganzen Tag nach Essig stank.
Aber ich werde es einfach wieder versuchen. Ich kann es kaum erwarten.

2 Kommentare 19.10.12 12:42, kommentieren