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Keyrings

Meine kleine aber feine Sammlung von Devotionalien der Orte die ich bis jetzt besucht habe. (Natürlich zählen nur größere Orte. )



Es werden in den kommenden Jahren hoffentlich noch viele dazukommen.
Vielleicht kann ich irgendwann ein Foto online stellen auf dem man nicht einmal mehr die Ortsnamen lesen kann weil die Anhänger von so weit weg fotografiert wurden um alle drauf zu bekommen.

1 Kommentar 3.11.12 15:05, kommentieren

Der Angriff der Monsterschnitzel

Onkel Otto's Schnitzelparadies. Ein Ort von dem ich glaubte dass es ihn nicht wirklich gäbe.
Warum?
Nun, als ich die Adresse in's Navi eingab ahnte ich noch nicht wo die Maschine unseren guten Hirsch hinsteuerte.
In kleine dunkle Straßen sind wir eingebogen, die nur für Anlieger frei waren. Eng waren die Gassen, und dann auch noch von parkenden Autos gesäumt. Kaum kamen wir an diesen vorbei, reihten sich Vereinsheime und Schrebergärten aneinander. Alles verlassen, weil da oben Wintereinbruch angesagt war. 15 cm Schnee.
Und als ich schon dachte dass uns das Navi nur zu dem Ort bringt an dem der Server steht - da sahen wir einen goldenen Strahlenkranz. "Onkel Otto" stand da in hell erleuchteten Lettern. Dunkle Wege führten zwischen verschneiten Tischen, altertümlichen Farmwerkzeugen und stillgelegten Brunnen hindurch. Und dann saßen wir da. Schon die dunklen verschlungenen Wege hätte uns eine Warnung sein sollen. Wer setzt ein Schnitzelparadies schon in die düstere Einöde?
Und dann - das Grauen. Wir wurden von massiven Schnitzeln angegeriffen. 2 beschäftigten sich mit meinem Honigapfel, und eines nahm es mit mir auf. Wir unterlagen beide haushoch.



Solche Schnitzel gibt es. Und die waren einzig und allein für meinen Honigapfel.
Ich wollte eigentlich nur ein kleines Schnitzel mit Pilzen. Aber "klein" kennt "Onkel Otto" nicht. Es gab kein Pardon. Ich hatte ein Schnitzel dass einem von Honigapfel's gleichkam. Die fürsorgliche Kellnerin hat mir nach wenigen Bissen schon Papiertüten zum Einpacken hingelegt. Aber auch mein Honigapfel hatte größere Augen als sein Magen vertrug.




Was soll ich sagen? Wir waren noch am nächsten Morgen satt.
Ich habe den Kampf aufgegeben und mein Restschnitzel dem Müll übereignet.

6.11.12 15:15, kommentieren

Lieber Mitt......wenn er nicht Präsident wird jetzt wirklich zum letzten Mal.

Aus aktuellem Anlass möchte ich noch einmal über Mitt Romney schreiben.
Ich weiß, ich weiß. Ich schreibe fast nie über aktuelle Anlässe. Aber der Typ ist nun einmal der Brüller. Ich kann auch nichts dafür. Ich kann es nur nehmen wie es kommt.
Beim letzten Aufeinandertreffen von Romney und Obama ging es ja vornehmlich um die Außenpolitik.
Vor allem China hat es ihm angetan. China ist der große Feind. Wenn es die Sowjetunion schon nicht mehr gibt (obwohl wer Russland auch nicht mag) muss eben ein neuer Feind her.
Die Chinesen nämlich die holen sich die ganzen amerikanischen Firmen nach China. Könnt ihr das glauben? Die produzieren da wo es billig ist. Ja, solche Probleme hat natürlich nur die USA. Das gibt es sonst ja nirgends.
Und nicht nur das. Die klauen nicht nur die amerikansiche Technologie. Nee nee, liebe Freunde. Die kopieren auch amerikansiche Produkte. Die kopieren die einfach. So mir nichts, dir nichts. Auch solche Probleme kennt man ja sonst nirgends.
Vielleicht sollte ihm mal jemand ein "POZILEI"-Shirt schenken. Ich würde mich da anbieten. Und die Chinesen die entwerten ihre Währung ja künstlich. Das ist ja unfair, weil der Yuan wär ja sonst viel mehr wert. Das allerdings, macht sonst tatsächlich keiner.
Nur die Chinesen sind damit erfolreich.

Wie dem auch sei. Am ersten Tag der Romney-Präsidentschaft wird Romney den Chinesen offiziell vorwerfen, so sein Plan, dass die Volksrepublik ein Währungsmanipulator sei. Das macht der. Hat er ja also jetzt im Grunde schon.

Aber wenn wir einmal ehrlich sind: So mancher hat vor seiner Präsidentschaft die Chinesen kritisiert. Nicht wirklich die VP, sondern eher die wohlgesonnene Politik des amtierenden Präsidenten. Man sollte sich als Präsidentschaftskandidat also mal fragen, wieso wohl jeder Präsident pro China ist.

Auch Bill Clinton war dafür die Beziehungen zu der VP China einzuschränken. Und dann ist er eine "konstruktive strategische Partnerschaft" mit China eingegangen. Egal wie man es nennt, auch Bush jun. musste sich nach Amtsantritt der Realität stellen. Denn schauen wir einmal der Realität ins Auge. Das Reich der Mitte ist der größte ausländische Kreditgeber der USA. Ohne chinesische Kredite sehe es dort ganz schön düster aus. Natürlich ist China umgekehrt auch von den USA abhängig. So ein Handel funktioniert nun einmal nur wechselseitig.

Aber die Chinesen sehen das Problem wohl realistisch. Denn die prophezeien genau das. Wenn Romney erst einmal Präseident ist, wird ihn wohl ein spontaner Sinneswandel befallen und seine Wahlversprechen werden ihn verfolgen. Aber Mitt dürfte das wohl cool nehmen. Denn was passiert bekanntlich mit Politikern die ihre Wahlversprechen nicht halten? Richtig: Gar nichts.
Nach der Wahl kräht da kein Hahn mehr nach.

Obama ist sicherlich kein Präsident den ich wählen würde. Aber Mitt Romney schlägt dem Fass den Boden aus.
Interessant auch dass Mitt Romney gegen genau die Krankenversicherung ist, die er in Massachusetts einführen wollte.
Ich schließ mit den üblichen Worten unter einem Mitt Romney-Artikel:
So ein Depp.

2 Kommentare 7.11.12 00:39, kommentieren

Echt jetzt?

Ich glaube wir Deutschen haben ein ernsthaftes Problem.
Habt ihr das gesehen?
Vorletzte Nacht?
Die US-Präsidentschaftswahlen 2012 auf ZDF. Es war historisch. Der Hammer.
Sascha Lobo war da und präsentierte uns nicht nur, was im Internet alles über die Kandidaten kursiert. Nein, uns wurde aufgezeigt wieviele Menschen sich gerade über Twitter über welchen Kandidaten unterhalten - ja, es wurden sogar Hochrechnungen dazu erstellt.
Eine Autorin die einmal in und um Detroit gereist ist, und darüber ein Buch veröffentlichte, wurde befragt. Auch Barack Obamas Schwester war da. Überhaupt war jeder auf der Couch zu Gast, der das Wort USA schon einmal in einem Artikel publiziert hat.
Ein Karikaturenzeichner war anwesend der beide Kandidaten und ihre Ehefrauen karikierte.
Es wurde besprochen wie jede einzelne Randgruppe und Minderheit in den USA auf die Kandidaten anspringt, und wie Frauen die Kandidaten sehen.

Immer wieder wurde rübergeblendet zu Christian Sievers, der die Ergebnisse preisgab. Man wurde ständig auf dem Laufenden gehalten.
Ja, die Wahlbüros in Pennsylvania wurden geschlossen. Wie sind die Stimmen verteilt.....oh...oh......nein, Pennsylvania hat die Stimmen noch nicht fertig ausgezählt. Leider blinkt das Land noch sonnengelb statt blau oder rot. Es steht 56 zu 63 meine Damen und Herren. Es könnte ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben.
Ohio gehört Obama. Was sagt man dazu? Aber immer noch steht Florida aus. Meine Güte ist das alles knapp. Und zwischendurch immer wieder eine Schaltung zu den Korrespondenten in die verschiedenen Teilen des Landes. Zum allerersten Mal in der Geschichte durfte ein deutsches Kamerateam in eines der Wahlbüros und die Computer filmen die dann die Stimmen auszählen.
Oh....und dieser Bundesstaat ist sehr kritisch. Ja, ein "Swing State". Dieses Wort dürfte wohl jeder Zuschauer aus der Wahlnacht mitgenommen haben. Alles ganz knapp, und alles gar nicht klar und absehbar. Nebenbei wurde genau ausgewertet wie sich die First Lady und die Frau von Mitt Romney beim Sprechen bewegen. Echt wahr.
Das ist deutsche TV-Geschichte meine Damen und Herren. Und das für über 10 Stunden. Meine Fresse.





So. Und jetzt denke mal bitte jeder an die letzte Wahl in Deutschland zurück.

"Die ersten Hochrechnungen sind da meine Damen und Herren." Und schon steht der Gewinner fest. Es geht nur noch um die Koalitionspartner.
Kaum noch Änderungen. Keine Analyse des vergangenen Wahlkampfes. Der deutsche Wahlkampf ist für genau 10 Minuten spannend. Irgendwas machen wir doch falsch.
Geht es noch jemandem so?

Trotzdem ein großes Kompliment. Ich habe mitgefiebert bis um 4 Uhr früh. Und das obwohl ich nicht einmal einschalten wollte.

1 Kommentar 8.11.12 22:46, kommentieren

Der Scheck ist da.

Wie ich hier schon einmal beschrieben habe, wurde mir Ende Mai die Kreditkarte geklaut.

Damals klang mein Artikel ja noch recht fröhlich. Da wusste ich, mangels Erfahrung, auch noch nicht was auf mich zukommt.

Jetzt habe ich nach 5 MONATEN endlich meinen Scheck von der Versicherung bekommen. Ich habe es ja nicht mehr für möglich gehalten.
Natürlich muss die Versicherung erst einmal abwarten ob sich nicht jemand findet der die Summe trägt. Das verstehe ich voll und ganz. Aber was ist bitte mit mir?

Ich stelle mal eben das Telefongespräch nach (auch für die die keinen Bock haben den Link oben zu lesen):

Banklady: Guten Tag Frau Gegi. Hier spricht die Baden-Württembergische Bank.
Ich: Guten Tag?
Banklady: Ich wollte sie nur eben anrufen, um zu sagen dass sie vielleicht etwas aufpassen sollten mit ihrem Kontostand. Ich meine, wegen der Kreditkarte.
Ich: Kreditkarte? Die benutze ich doch NIE. Was ist denn mit meinem Kontostand?
Banklady: Nun ja, Sie sind ja ganz schön weit ins Minus gerutscht. Ich wollte nur besprechen wie ihr Abbuchungsverhalten sich entwicklet hat.
Ich: Mein Abbunchungsverhalten? Einen Moment.....ich schaue einmal geschwind nach meiner Kreditkarte. Ich ahne ja was. Ich bejutze die nämlich NIE. (Wie eben schon erwähnt)

Shit, Karte weg!

Ich: Die Karte ist weg! Die wurde geklaut. So ein Mist. bitte sperren Sie sofort die Karte, und sagen sie mir, um Himmels willen, wie weit ich im Minus bin.
Banklady: Hm, so 4000€, 5000€, 6000€?
Aber ich habe doch nur ein Dispo von 500€?
Banklady: Tja, ich weiß auch nicht.......
Ich: WAAAAS? Das ist ja alles furchtbar. Aber wieviel ist es denn nun genau?
Banklady:Das darf ich Ihnen nicht sagen.
Ich: Moment mal. Das kann nicht sein. Ich müsste doch vorgestern erst meinen Lohn gekriegt haben?
Banklady: Jupp, den Lohn habe ich da schon
verrechnet.



*Aus den Latschen kipp*


Ende.


Also hätte ich meinen Honigapfel nicht, hätte ich mir einen Strick nehmen können. Nicht nur weil er ein verdammt guter Anwalt ist.

Das kann sich jeder selbst zusammenrechnen, der auch nur rudimnetäre Kenntnisse von Mathematik hat.
ca. 6000€ Schulden plus ein Monatsgehalt minus eine Miete. Das dauert Monate ehe man da wieder bei +/- 0,00€ ist. Und solange kann man zwar Miete zahlen, weil Daueraufträge ja immer weiterlaufen, aber solange darf ich leider nichts essen und trinken oder Auto fahren oder oder oder.
Und ich persönlich kenne niemanden der mir mal eben 6000€ in die Hand drücken könnte, weil er es selbst nicht bräuchte.

Und dann braucht diese verdammte Versicherung, die seit Monaten weiß dass ich einem Verbrechen zum Opfer gefallen bin, noch Monate um mir das Geld zu geben.
Solange konnte ich auch nicht herausfinden wie weit ich denn nun genau im Minus bin. Der Automat hätte die Karte geschluckt und das Konto selbst wurde von der Staatsanwaltschaft eingefroren. Nichts ging mehr.

Heute habe ich endlich den Scheck von der Versicherung erhalten und mir ist die Zugspitze vom Herzen gefallen.
Über 8100€ habe ich zurückbekommen. Da weiß ich ja wie der Schuldenberg in Wirklichkeit aussah.

Übrigens bin ich nicht aus den Latschen gekippt, sondern durfte mir den Vorschlag der Banklady anhören, doch einen Kredit aufzunehmen für die Zeit bis die Versicherung zahlt. Mit ganz tollen Zinskonditionen. Dann erst war das Gespräch zu Ende.

12.11.12 14:44, kommentieren