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Die Post - ein allwissender Dämon

Ich habe einen Skandal aufgedeckt. Ja wirklich!
Aber eigentlich ist der Skandal schon öffentlich. Man kann ihn nämlich online nachlesen. Trotzdem glaube ich dass kaum einer davon weiß.

Aber alles auf Anfang. Denn eigentlich hat alles mit der Sparkasse angefangen.
Ich bekam eine Mahnung die mich ganz wuschig gemacht hat. Die Firma "Handy- und Druckerzubehör" gab an dass ich meine Rechnung nicht bezahlt hätte. Mein Konto wäre nicht gedeckt, und deshalb hätte man über das Lastschrifteinzugsverfahren kein Geld abbuchen können um die Ausstände zu bezahlen.

Ich war verzweifelt. Ich wusste auf jeden Fall dass ich nichts bei einer solchen Firma bestellt hatte. Und mir war ziemlich schnell klar, dass es sich um Betrüger handeln musste. Was mich wuschig machte war der bloße versuch Geld von meinem Konto zu holen, und die angebliche Tatsache dass sich dort kein Geld befinden sollte. Das würde ja bedeuten dass jemand auch dieses Konto leergeräumt hätte.

Eine Suchanfrage bei einer großen bekannten Suchmaschine brachte Rat. Es gab wohl schon einige Opfer dieser Masche. Einige haben dankbarerweise auch gleich die ganze Mahnung online gestellt.
Beim Vergleichen der Bankdaten war auch schnell klar dass es sich um die gleichen Betrüger handelt.
Ich bin zur Zeit scheinbar ein beliebtes Opfer.

Und jetzt kommen wir zum Skandal. Denn die eigentliche Frage ist doch: Woher haben die Kontonummer(evtl.) und Adresse und Co.
Ganz einfach: von der Post.

Zitat Post:


Sie möchten mit Mailings neue Kunden im hart umkämpften Consumer-Markt gewinnen? Wir liefern Ihnen dafür qualitativ hochwertige Haushaltsadressen, die mit zahlreichen Zusatzinformationen angereichert werden können.

Die Vermietdatenbank von Deutsche Post Direkt bietet die Qualitätsadressen, die Sie für Ihre erfolgreiche Neukundengewinnung benötigen. Unsere rund 37 Millionen Adressen decken nahezu den gesamten Markt an Privathaushalten ab.

Zusätzlich zu den Consumer-Adressen enthält die Vermietdatenbank über eine Milliarde qualifizierte Merkmale aus dem mikrogeografischen System microdialog Daten zu Soziodemografie, Konsumverhalten, Wohnstruktur und Region. Damit ist eine zielgruppenspezifische Selektion von Anschriften möglich.

Zur Adresspflege wird u. a. die Anschriftenprüfung der Deutschen Post genutzt, wodurch die Adressen fortlaufend auf den neuesten Stand gebracht werden.


Hier der Link dazu

Was sich hinter dem magischen Wort "Soziodemographie" verbirgt verrät uns Wikipedia.



  • Geschlecht
  • Alter
  • Familienstand, Familienstruktur
  • Nationalität
  • Religionszugehörigkeit
  • Haushaltsgröße
  • Eigene Kinder im Haushalt
  • Bildung
    Höchster erreichter Schulabschluss
    Höchster Berufsbildender Abschluss
  • Erwerbsstatus, Berufstätigkeit (Voll-/Teilzeit)
  • Berufliche Stellung
  • Beruf (oft codiert nach ISCO 88)
  • Hauptverdienereinkommen
  • Haushaltsnettoeinkommen
  • Zahl der Einkommensbezieher im Haushalt
  • Soziale Schicht, Soziale Klasse, Humankapital
  • Gesellschaftlich-wirtschaftlicher Status
  • Migration und Migrationshintergrund
  • Gebiete (Bundesländer, Nielsen-Gebiete)
  • Ortsgrößen


Ich finde dass das ein Skandal ist. Und woher hat die Post eigentlich solche sensiblen Daten?
Ob die meine Kontodaten auch haben weiß ich nicht. Aber wenn die wissen was ich verdiene, dann ist der Schritt dahin auch nicht mehr weit.

Wenn man den Links folgt kommt man zu Seiten wo man auswählen kann welche Ausschlußkriterien man möchte. An wen möchten sie ihre Werbung senden?

  • Konservativ-Etablierte
  • Liberal-Intellektuelle
  • Performer
  • Expeditive
  • Bürgerliche Mitte
  • Adaptiv-Pragmatische
  • Sozialökologische
  • Traditionelle
  • Prekäre
  • Hedonisten

(das sind die Milieus)
oder

  • Harmoniser
  • Offene
  • Hedonisten
  • Abenteurer
  • Performer
  • Disziplinierte
  • Traditionalisten
    (das sind die verschiedenen Typen)

    Die Post weiß wie du drauf bist. Du! Ja, genau DU, der das hier liest. Nun, sofern du nicht obdachlos bist.

    Sie wissen auch welches Auto du fährst und wie alt dieses ist. (Siehe hier.) Oder bezahlst du etwa keine Verischerung?


    Nur eines wissen die offensichtlich nicht. Wo ich wohne. Denn sonst würde ja meine Post auch ankommen - tut sie aber nicht. Siehe hier.

    © Bilder: handelsblatt.de und stern.de

    1 Kommentar 12.11.12 21:39, kommentieren

Jungfräulichkeit

Es gibt, auch heute noch, einige junge Mädchen die der Überzeugung sind man könne ihnen Jungfräulichkeit ansehen.
Und umgekehrt gibt es junge Frauen die panische Angst davor haben, dass man ihnen die sexuelle Erfahrung ansehen könnte.

Hier eine Info: Oft kann man das auch. Aber nicht im Gesicht.

Dies soll ein Beitrag über Jungfräulichkeit werden. Sowohl die naturgegebene als auch die Künstliche.

Ich bin zu der Überzeugung gelang dass so ein Beitrag nur helfen kann.
In letzter Zeit bin ich, anfangs durch Zufall, auf Internetseiten und Foren gestoßen in denen das Thema Revirgination (Wiedererlangen der Jungfräulichkeit nach vorherigem Verlust) besprochen wurde.
Ein Großteil der schreibenden Frauen haben einen Migrationshintergrund. Da sie in Deutschland aufgewachsen sind, haben sie alle Freiheiten der sexuellen Selbstbestimmung ausleben dürfen. Nun kommen diese Frauen ins heiratsfähige Alter, und stellen fest dass ihre Familie erwartet dass sie als Jungfrau in die Ehe gehen, und sie stellen fest dass sie das teilweise auch von sich selbst erwarten.
Das Hymen (Jungfernhäutchen) und die damit einhergehende Unversehrtheit wird fast schon zum Mythos.

Hier die harten Fakten, von einer Krankenschwester:
Das Hymen ist in Wirklichkeit kein Jungfernhäutchen sondern eher ein Jungfernfältchen. Denn das Jungfernhäutchen besteht in Wirklichkeit aus Schleimhautfalten. Diese können vielgestalt sein. Es können mehrere straffe sein, oder auch so flache dass ein Gynäkologe der mit diesem speziellen Thema nicht viel Erfahrung hat, schwören könnte das Hymen sei nicht mehr da.

Beim ersten Geschlechtsverkehr können diese Falten eingerissen werden, und verschwinden. Wie in der Generation Bravo vermutlich jeder weiß, kann das aber auch schon beim Reiten, Schwimmen usw. passieren.
Manche Hymen sind so belastbar dass sie lebenslangem Verkehr locker standhalten. Und angeblich soll es sogar Frauen geben die ihr Jungfernhäutchen nicht einmal bei einer Geburt eingebüßt haben. Letzteres kenne ich selbst aber nicht aus beruflicher Erfahrung.
Es kann sogar vorkommen dass sich diese Schleimhautfalten wieder neu bilden wenn man über einen langen Zeitraum keinen Sex mehr hatte. Wir reden hier von Jahrzehnten - damit das klar ist.
Das Hymen, ist wie gesagt kein Häutchen. Wenn Frauen eine geschlossene Haut in ihrer Vagina konservieren ist das eine Krankheit, bei der Abhilfe geschaffen werden kann. Denn wohin soll das Regelblut wenn da eine Haut den Ausgang versperrt? Ist logisch oder?

Es gibt, wie oben beschrieben auch Menschen die sich ihre Jungfräulichkeit zurückwünschen. Ich will nicht verschweigen dass das nicht nur aus religiösen Gefühlen heraus passiert oder aus Pflichtgefühl der Familie gegenüber. Es gibt durchaus Frauen die es tun damit sie ihrem aktuellen Partner, nur aus Spaß, das Geschenk der Jungfräulichkeit machen können.

Die Revirgination läuft folgendermaßen ab:
An der Stelle an der die Schleimhautfalten sitzen (könnten), wird die Schleimhaut angeritzt - mit einem Skalpell - und die Wundränder zusammengenäht. So entstehen erneut Falten (aufgefrischt). Diese können teilweise sehr straff sein. Das soll bedeuten: Die erneute Entjungferung kann durchaus mehr wehtun als die wirkliche, echte, erste Entjungferung.

Die Preise bewegen sich soweit ich weiß im Rahmen zwischen 500€ und 4000€. Einheitliche Preise gibt es nicht. Das liegt vor allem auch daran dass die Revirgination nicht wirklich zur Ausbildung eines Arztes gehört. Gynäkologen und Chirurgen bringen sich das gegenseitig bei und dann heißt es für sie: Ausprobieren! Das ist kein Witz! Die deutschen Universitäten haben die Zeichen der Zeit wohl noch nicht erkannt.

Was mich an dem Thema nach wie vor am meisten verstört ist die Verzweiflung der jungen Frauen in den Internetforen. Deshlab gilt dieser Artikel der Aufklärung und nicht dem vorstellen der dümmsten Fragen aus diesen Foren. Das wäre einfach gewesen. Die Unwissenheit lauert an jeder Ecke. Aber es wäre doch zu stupide sich über die Angst der Armen lustig zu machen.
Die Frage ob es wirklich Sinn hat die Jungfräulichkeit operativ zurückzuerlangen wenn man es kopfmäßig doch auf jeden Fall nicht mehr ist, ist wohl müßig.
Ist es wirklich die Schuld der Mädchen dass sie in einem Land aufwachsen in dem die sexuelle Selbstbestimmung ganz normal ist für sie. Und in dem sie sich gleichzeitig den Vorstellungen der Familie beugen müssen? Nein. Es ist unter Umständen besser sich dem Eingriff zu unterziehen als auf offener Straße angezündet zu werden. Ich selbst würde unter diesen Umständen von dem Rat mancher Artikel sich mit dem Zukünftigen darüber zu reden abraten.

Man sollte stattdessen lieber einmal darüber sprechen warum aus der Jungfräulichkeit so ein großes Ding gemacht wird. Schon die Worte "Unschuld" oder "Reinheit" als Synonyme sagen doch alles. Als ob Nicht-Jungfrauen schmutzig oder in irgendeinem Sinne schuldig wären.

Ich hoffe mit diesem Artikel geholfen zu haben.
Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle vor falschen Informationen zu warnen. Allein bei der Suche nach einem geeigneten Bild das die Revirgination darstellt bin ich auf groben Unfug gestoßen.
Hier ein Bild von einer "Revirgination" wie sie einer Artzseite(!!!) vorschwebt:



Über die Folgen einer verschlossenen Vagina sprachen wir ja vorhin schon. Und jeder, der auch nur eine grobe Vorstellung von einer Scheide hat, sieht dass da etwas rumgedoktort wurde.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=oKZZW1eYu70&w=420&h=315]

Auch eine schwefelsaure Verbindung aus Kalium und Aluminium wird wohl nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Ich hatte schon Mühe rauszufinden was dieses ominöse Pulver überhaupt darstellen soll. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Zum Schluß kommt das was jedes medizinische Fachpersonal an dieser Stelle einfach sagen MUSS. Jeder Eingriff birgt auch Risiken. Eine Entzünding der entsprechenden Stelle kann böse Folgen haben die ein Leben lang andauern können.

Informativ sind dazu vielleicht auch folgende Zeitungsartikel:

TAZ
EMMA

4 Kommentare 16.11.12 16:13, kommentieren

Netzfundstücke

Eine kleine Auflistung an Netzfundstücken die mich in den letzten Wochen interessiert haben.

Ach herrje, dabei sagt mein Honigapfel immer dass der BND in Wirklichkeit gar nicht so trottelig wäre.

Aber das belegt das Gegenteil.

Hier kann man mal sehen wie produktiv Raucher doch sind:

Eine kleine Farbik für Zigaretten.

Immigranten dürfen ihren Namen nicht germanisieren.

Auf ewig sollst du Ali heißen.

Ein Hörspiel zur Finanzwelt und wie sie vielleicht gerettet werden kann.

Das argentinische Modell.

Wenn Tierarten aussterben ist das ganz normal.

Warum das so ist?

Mein neues Steckenpferd ist Food Photography

Das klingt leicht, ist aber sehr schwer.

Letzteres ist nicht zu verwechseln mit Food Design. Das sind die Leute die Nahrungsmittel ungenießbar machen indem sie z.B. mit Wachs oder Chemikalien den Anschein erwecken an der Tomate liefe noch ein Tropfen Wasser runter, was besonders knackig wirkt.

Die privaten Bibliotheken berühmter Menschen

Die Seite ist aber auch sonst sehr sehenswert.

Ein Bastelfahrzeug das mit Salzwasser fährt....

Man kommt sich direkt vor wie bei "Big Bang Theory".

22.11.12 16:09, kommentieren

Bubbles

Der Kapillareffekt, Magnetismus Lebensmittelfarbe und Eisenfluid:

23.11.12 12:11, kommentieren

Ein ausgezeichneter Jude

Ein deutscher Rabbiner wird verprügelt und erhält dafür den Integrationsbambi.


Ein ausgezeichneter Jude.



Ja, so wird das in Deutschland gemacht. Das können wir.

Einen Preis bekommt der Rabbiner weil wir alle genau wissen dass er keinen Wert hat. Weil so ein Goldreh ja nichts ändert. Schändlich ist das.

1 Kommentar 25.11.12 16:01, kommentieren