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Zu den Kleinen zähl ich mich

Liebe Kleine nennst du mich.
Willst du immer so mich heißen,
Werd ich stets mich glücklich preisen,
Bleibe gern mein Leben lang
Lang wie breit, und breit wie lang.

Als den Größten kennt man Dich,
Als den Besten ehrt man Dich,
Sieht man Dich, muss man Dich lieben,
Wärst du nur bei uns geblieben,
Ohne dich scheint uns die Zeit
Breit wie lang und lang wie breit.

Ins Gedächtnis prägt ich Dich,
In dem Herzen trag ich Dich,
Nun möcht ich der Gnade Gaben
Auch noch gern im Stammbuch haben,
Wärs auch nur den alten Sang:
Lang wie breit und breit wie lang.

Doch in Demut schweige ich,
Des Gedichts erbarme Dich,
Geh o Herr nicht ins Gerichte
Mit dem ungereimten Wichte,
Find es aus Barmherzigkeit
Breit wie lang und lang wie breit.

Marianne Willemer

3 Kommentare 2.12.12 13:51, kommentieren

Eine Aufmerksamkeit

Heute hat mir mein kleiner Honigapfel eine süße Überraschung beschert.



Ich habe mich sehr gefreut. Die Eule und die Bücher passen sehr gut zu mir und zu meinem Eulen-Tick.
Meine ERSTE eigene Visitenkarte. Nicht für Geschäftspartner geeignet.

"Das Labyrinth der träumenden Bücher" von Walter Moers

1 Kommentar 7.12.12 13:39, kommentieren

Winternacht

3 Kommentare 13.12.12 18:44, kommentieren

Ich bin Krankenschwester

Heute möchte ich über meine Arbeit schreiben. Es liegt mir am Herzen.
Warum? Weil ich einen besonderen Job habe.

Was bin ich? Ich bin freischaffende Krankenschwester.
Was bedeutet das? Ich arbeite als Krankenschwester bei einer Anwaltskanzlei, statt in einem Krankenhaus.
Das mutet deutschen Ohren noch etwas seltsam an. In den USA ist es allerdings gang und gäbe dass erfolgreiche Anwälte bis ins hohe Alter, mit einer Krankenschwester an ihrer Seite im Gerichtssaal stehen oder sich große Unternehmen eine Betriebsschwester einstellen. Sehr gut zu sehen ist das in US-Teeniefilmen in denen es Schulschwestern gibt.

Ja, ich gebe es zu. Ich arbeite mich nicht tot. Ich schreibe es gern noch einmal größer:
Ich arbeite mich nicht tot!
Eine Anwaltskanzlei ist schließlich keine Intensivstation. Aber sollte ich mich dafür schämen? Nein, ich glaube nicht.
Mein Umfeld sieht das aber oft anders.

Ehemalige Kollegen kamen manchmal auf mich zu und insistierten: "Ja, aber wo ist denn da die Herausforderung?"

Die Antwort: Die Herausforderung auf einer Inneren Station in Deutschland besteht nicht im Fachlichen. Es geht dort nicht mehr darum viel Fachwissen zu haben. Das ist traurig aber wahr. Denn für Fachwissen ist keine Zeit. Es geht darum die absolute Grundversorgung (Patienten waschen, Medikamente zu verabreichen, und Essen zu verteilen) mit sehr wenig Personal und sehr wenig Zeit geregelt zu bekommen. Die Herausforderung ist also der Zeitdruck. Und nicht die Maximalversorgung die ich gerne leisten würde. Für Kinästhetik (rückenschonendes Arbeiten) und Bobath (ein Pflegekonzept dass man nach Schlaganfällen anwendet) ist einfach keine Zeit. Das ist der pure Luxus. Auch wenn sich das Wissen darum in meinem Kopf befindet.
In einem deutschen Krankenhaus arbeitet eine Krankenschwester nicht als Krankenschwester. Das ist Fabrikarbeit! Arbeit im Akkord. Soll ich das auch noch einmal groß schreiben? Wie am Fließband Menschen waschen, wie am Fließband Essen verteilen, wie am Fließband Tabletten in die Hand und Infusionen in den Arm drücken - wie am Fließband. Alles genormt. Immer diesselben Griffe und Bewegungen.
Vermisse ich den Zeitdruck? Vermisse ich den Balanceakt zwischen Engagement und Burnout-Syndrom? Vermisse ich die Angst vor dem Personalabbau? Und hasse ich es dass ich meinen Beruf jetzt mit einer Familie vereinbaren kann? Hasse ich es viel Zeit für mich zu haben? Hasse ich es nicht mehr unterbezahlt zu sein? Muss ich diese Fragen wirklich noch beantworten?

Noch interessanter sind diejenigen die mich fragen wann ich mir denn mal wieder Arbeit suchen will. Und auf meine Entgegnung dass ich doch in Lohn und Brot stehe stammeln, sie meinten halt richtige Arbeit. Weil das was ich mache wäre ja nicht so richig.....arbeiten.
Ich gestehe es: In den ersten Wochen habe ich Bücher gelesen, die ich schon lange mal lesen wollte, hab Sudoku mit meinem Sudoku-Automaten gespielt, Filme geschaut, mir die Umgebung mit ihren Schlössern und Klöstern einmal angeschaut. Und ich dachte so bei mir, dass mir das bestimmt bald langweilig wird. Bestimmt hasse ich bald meine viele Freizeit, mir fällt die Decke auf den Kopf, und ich möchte wieder in einem Krankenhaus etwas Action genießen. Und vielleicht arbeite ich irgendwann mal wieder in einem Krankenhaus. Das will ich nicht ausschließen.
Aber jetzt mache ich den Job seit einem halben Jahr und muss sagen: Nö, mir ist nicht langweilig. Ich weiß mich immer noch sehr gut selbst zu beschäftigen. Und genieße meine freie Zeit. Vielleicht schwingt das auch erst nach Jahren um. Aber ich bin eher geneigt zu glauben dass das die deutsche Mentalität ist. Der Deutsche fühlt sich scheinbar nicht wohl wenn er sich nicht totarbeiten darf, und dann darüber maulen kann. Menschen die dieses Problem aktuell nicht haben, können also nicht richtig arbeiten. Das ist der Deutsche. Leben um zu Arbeiten.

Ich fühl mich aber sehr wohl mit dem Arbeiten um zu Leben-Konzept. Wenn sich das ändert, sag ich Bescheid. Ich sage immer noch: Ich bin Krankenschwester!

Und hier noch ein paar Zahlen, die für jeden interessant sind der im Krankenhaus arbeitet, arbeiten will, oder jemals Patient dort sein wird:


  • 36% aller Krankenschwestern in Deutschland wollen sich einen anderen Job suchen
  • 30% aller Krankenschwestern geben an, ausgebrannt zu sein (diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen)
  • In Norwegen betreut eine Krankenschwester 5,4 Patienten, in den USA 5,3 Patienten, in Deutschland 13,0. Deutschland ist damit das Schlußlicht in Europa und den USA.




"Shikasta" von Doris Lessing

2 Kommentare 16.12.12 12:29, kommentieren

Ja, is denn heut' scho' Weihnachten?

Ja, ist es! Zumindest für mich.
Da ich meine vielen Geschenke nicht alle mit rüber in den Osten schleppen wollte, haben der Honigapfel und ich uns entschieden schon Bescherung zu machen.
Und ich hab voll abgeräumt, das kann ich euch aber sagen.

Trommelwirbel.....



und.....



Man beachte die Harry Potter-Box in der limitierten Edition und die 32 Bücher. (Eigentlich sind es 34 Bücher, aber 2 hatte ich leider schon.)

Ich freue mich jedenfalls riesig. Jetzt kann Weihnachten mit der Familie kommen!

Interessant sind auch die drei(!) Kalender die sich mit Frauen und Literatur beschäftigen. Ausgewiesenermaßen ja meine beiden Lieblingsthemen.
In einem einzigen der 3 Kalender stammen die Zitate von Frauen, im 2. Kalender stammen 4 (von 52) Zitaten von Frauen und im 3. stammt kein einziges Zitat von einer Frau. In FRAUENkalendern! Das ist ein klares FAIL! für die Produzenten.

Und jetzt kann ich ja auch schreiben was ich für meinen Honigapfel hatte:

  • Eine Quietscheente mit Fernsteuerung
  • Einen Star Trek Pizzaschneider
  • Einen Star Wars (Darth Vader)-Bademantel


Das Hauptgeschenk ist leider noch nicht da, und dementsprechend noch nicht ausgepackt und wird hier nicht verraten. Schließlich liest auch der allerbeste Honigapfel hier.

3 Kommentare 17.12.12 16:33, kommentieren