Auf anderen Planeten

Wenn das Meer keinen Grund hätte,
könnten wir tief in die Erde schauen.

Wenn die Berge keinen Gipfel hätten,
dann kämen wir in den Himmel.

Wenn die Luft zum greifen wäre,
stürben wir,
doch hätten wir vorher,
nur ganz kurz
etwas anderes gehabt.
Wir hätten neues gesehen,
das hier gar nicht möglich ist.

Und wären sozusagen gleichzeitig ganz zufällig
wie auf einem anderen PLaneten gewesen
wo kein physikalisches Gesetz gilt.

Welches hier gilt,
und die Welt schnell bekannt macht,
und damit zu bekannt für unseren Geist
der immer neues entdecken will.

Himmel und Meer sind nicht genug.

Sprache und Luft reichen nicht aus.
Wir leben und sterben nur durch sie.

Auf anderen Planeten
kein Himmel, kein Meer
keine Sprache, keine Luft,
kein Leben und vor allem....
keinen Tod.

14.12.07 21:07

Letzte Einträge: Interview mit einer unehrenhaften Frau, Horrorstories 1, Die Anfänge, And now for something completely different, Weiter geht's!, Endlich zum Schluss kommen

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Michi (8.12.08 22:36)
wie komisch - das habe ich damals gar nicht gelesen, als du das hier rein geschrieben hast... das klingt so, als wäre es der sehnlichste wunsch des erzählers, den tod zu umgehen und dafür auch alles andere zu opfern... ist der eigene tod denn so schlimm? oder meinst du mehr das sterben an sich? oder den schrecklichen verlust, den man durch den tod anderer einfach hinnehmen muss?

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