Der Scheck ist da.

Wie ich hier schon einmal beschrieben habe, wurde mir Ende Mai die Kreditkarte geklaut.

Damals klang mein Artikel ja noch recht fröhlich. Da wusste ich, mangels Erfahrung, auch noch nicht was auf mich zukommt.

Jetzt habe ich nach 5 MONATEN endlich meinen Scheck von der Versicherung bekommen. Ich habe es ja nicht mehr für möglich gehalten.
Natürlich muss die Versicherung erst einmal abwarten ob sich nicht jemand findet der die Summe trägt. Das verstehe ich voll und ganz. Aber was ist bitte mit mir?

Ich stelle mal eben das Telefongespräch nach (auch für die die keinen Bock haben den Link oben zu lesen):

Banklady: Guten Tag Frau Gegi. Hier spricht die Baden-Württembergische Bank.
Ich: Guten Tag?
Banklady: Ich wollte sie nur eben anrufen, um zu sagen dass sie vielleicht etwas aufpassen sollten mit ihrem Kontostand. Ich meine, wegen der Kreditkarte.
Ich: Kreditkarte? Die benutze ich doch NIE. Was ist denn mit meinem Kontostand?
Banklady: Nun ja, Sie sind ja ganz schön weit ins Minus gerutscht. Ich wollte nur besprechen wie ihr Abbuchungsverhalten sich entwicklet hat.
Ich: Mein Abbunchungsverhalten? Einen Moment.....ich schaue einmal geschwind nach meiner Kreditkarte. Ich ahne ja was. Ich bejutze die nämlich NIE. (Wie eben schon erwähnt)

Shit, Karte weg!

Ich: Die Karte ist weg! Die wurde geklaut. So ein Mist. bitte sperren Sie sofort die Karte, und sagen sie mir, um Himmels willen, wie weit ich im Minus bin.
Banklady: Hm, so 4000€, 5000€, 6000€?
Aber ich habe doch nur ein Dispo von 500€?
Banklady: Tja, ich weiß auch nicht.......
Ich: WAAAAS? Das ist ja alles furchtbar. Aber wieviel ist es denn nun genau?
Banklady:Das darf ich Ihnen nicht sagen.
Ich: Moment mal. Das kann nicht sein. Ich müsste doch vorgestern erst meinen Lohn gekriegt haben?
Banklady: Jupp, den Lohn habe ich da schon
verrechnet.



*Aus den Latschen kipp*


Ende.


Also hätte ich meinen Honigapfel nicht, hätte ich mir einen Strick nehmen können. Nicht nur weil er ein verdammt guter Anwalt ist.

Das kann sich jeder selbst zusammenrechnen, der auch nur rudimnetäre Kenntnisse von Mathematik hat.
ca. 6000€ Schulden plus ein Monatsgehalt minus eine Miete. Das dauert Monate ehe man da wieder bei +/- 0,00€ ist. Und solange kann man zwar Miete zahlen, weil Daueraufträge ja immer weiterlaufen, aber solange darf ich leider nichts essen und trinken oder Auto fahren oder oder oder.
Und ich persönlich kenne niemanden der mir mal eben 6000€ in die Hand drücken könnte, weil er es selbst nicht bräuchte.

Und dann braucht diese verdammte Versicherung, die seit Monaten weiß dass ich einem Verbrechen zum Opfer gefallen bin, noch Monate um mir das Geld zu geben.
Solange konnte ich auch nicht herausfinden wie weit ich denn nun genau im Minus bin. Der Automat hätte die Karte geschluckt und das Konto selbst wurde von der Staatsanwaltschaft eingefroren. Nichts ging mehr.

Heute habe ich endlich den Scheck von der Versicherung erhalten und mir ist die Zugspitze vom Herzen gefallen.
Über 8100€ habe ich zurückbekommen. Da weiß ich ja wie der Schuldenberg in Wirklichkeit aussah.

Übrigens bin ich nicht aus den Latschen gekippt, sondern durfte mir den Vorschlag der Banklady anhören, doch einen Kredit aufzunehmen für die Zeit bis die Versicherung zahlt. Mit ganz tollen Zinskonditionen. Dann erst war das Gespräch zu Ende.

12.11.12 14:44

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