Große Menschen

Ein Tipp und neues Rätsel

Ein Tipp zu dem Personenrätsel das ich gestellt habe.
Ein Bild das mit ihm zu tun hat:



Sagen wir mal so: Wer überhaupt erst einmal weiß was DAS ist der ist schon verdammt gut.

11 Kommentare 2.5.09 21:10, kommentieren

Der Gott des geschriebenen Wortes

Ich habe hier schon einmal beschrieben wie mich ein Autor inspiriert hat dessen Werk ich noch nicht einmal gelesen habe.
So ähnlich geht es mir jetzt mit einem anderen Autor. Ich werde ihn nur beschreiben und mal schauen ob jemand darauf kommt wer es denn sein mag.

Eigentlich ist er im Literaturbetrieb sehr bekannt. Aber wenn ich Freunde oder Bekannte frage ob sie ihn kennen schütteln sie ausnahmslos alle den Kopf.

Dieser grandiose Schriftsteller schafft es in seinen Romanen über alles zu schreiben. Sein Thema ist einfach alles. Man kann bei manchen seiner Werke nicht einmal sagen wer die Hauptfigur ist oder wenigstens was der rote Faden ist, da es keinen gibt.
Er bringt in seinen Büchern ein wahrlich enzyklopädisches Wissen unter. Angefangen von der Geschichte der Mathematik, über Mystik, Philosophie, Physik, Comics, Popkultur und natürlich historische Ereignisse. Einige seiner Romane kann man kaum nachvollziehen ohne eigenen Rechercheaufwand. Ich kann nicht mal erahnen wie groß der Aufwand für ihn sein muss.
Vielleicht ist das der Grund für die Zeitspannen zwischen seinen Büchern.

Des öfteren hörte man munkeln er sei tot. Und da erschien doch wieder ein neues Buch das alle Unken Lügen strafte. Auch glaubten manche zu wissen dass diverse andere Autoren er wären. Einige starben. Die konnten es nicht sein. Andere dementierten. Grund ist sein extrem zurückgezogenes Leben. Das letzte Bild von ihm dass an die Öffentlichkeit drang stammt aus dem Jahr 1957. Und dabei ist nicht einmal klar ob das wirklich er ist. Es haben sich inzwischen 7 Menschen gemeldet die glauben sich selbst auf dem Bild wiederzuerkennen.
Einmal, vor 12 Jahren, spürten ihn Reporter auf. Er unterband die Veröffentlichung der gemachten Fotos, gab aber dafür ein kurzes Interview. Wobei das schon mehr ist als man normalerweise von ihm erwarten kann.
Mit anderen Worten der Mann ist ein lebendes Geheimnis.

Er ist in jedem Genre zu Hause. Er schreibt genauso sicher im pikaresken Stil wie auch im Stil der frühen Science Fiction-Romane. Und wenn er so schreibt dann sind Zeitreisen genauso realstisch und möglich wie tatsächliche historische Ereignisse. Auch die Grenzen der Zeit gelten nicht für ihn.
Oder er schreibt über eine Welt in der fast alles ist wie hier und heute außer ein paar kleine Details. Und oft muss man wirklich überlegen was real ist und was fiktional oder einem Drogentraum entsprungen.
Die Figuren sind manchmal abstrus ohne Ende und ein anderes Mal total flach. Figuren die eigentlich Hauptpersonen sind werden unsichtbar und spielen am Ende des Romans keine Rolle mehr. Oder Figuren die mehrere Seiten lang einer Psychoanalyse unterzogen wurden verschwinden plötzlich, um einige hundert Seiten kurz wieder aufzutauchen.

Dünn sind seine Bücher nie. Sein letztes Buch hatte 1600 Seiten (meine Ausgabe zumindest).
Aber wenn man sich so ausdrücken kann ist das doch sicher der Hammer.
So würde ich auch gern schreiben können. Wie kann man nur so viel wissen, und so viele Schreibstile annehmen können?
Er muss doch jeden Morgen aufstehen, in den Spiegel gucken und sich denken:
"Wie gut dass ich ...... bin.

Wer ist er?


(Sein Leben zu beschreiben wäre schwieriger gewesen. Sein Schreibstil ist so prägnant dass wahrscheinlich gleich jeder drauf kommt.)

8 Kommentare 29.4.09 15:37, kommentieren

Der Glauben an die Menschheit

Ich hab den Glauben in die Menschheit verloren.
Nein Stop! Luise F. Pusch würde mich töten. Denn eigentlich habe ich nur den Glauben in die Männerwelt verloren. Und das ist ein Unterschied.

Achtung, jetzt kommt so ein Verzweiflungstat-Ding. Wer sich gerne und ausgiebig fremdschämt, so wie ich normalerweise, sollte sich jetzt echt die Augen zuhalten. Ich persönlich schäme mich für die Menschheit beim Schreiben dieses Artikels. Grund ist eine Frau. Eine Freundin von mir empfahl mir nämlich einen ganz bestimmten Chat.
Der wäre so richtig super. Und obwohl ich der Sache nicht unbedingt zugeneigt war, meldete ich mich an.
Sie versprach es gäbe dort Männer mit Niveau. Mir war nicht klar dass jeder ein Niveau hat. Die Frage ist nur was für eins. Also meldete ich mich an da auch ich Niveau habe - is klar!

Dazu kurz ein Abschweifer oder auch zwei. Kein Mythenmez'scher, da er zum Thema gehört.
Vor einiger Zeit habe ich mich bei ElitePartner angemeldet. Vielleicht kennen Einige die seriös wirkende Werbung die sogar schon im Fernsehen lief, und mich damit von zufriedenen Kunden und Ernsthaftigkeit überzeugte. Und da so etwas für Frauen kostenlos, und für Männer nicht umsonst ist, freute ich mich schnitzelhaft. Allerdings kann man dort keine Mail verschicken oder auch nur ein Bildchen angucken ohne ein Prämienabo (oder so ähnlich) abzuschließen. Man bezahlt etwas Geld (ich weiß nicht mehr genau - ich glaube 40€) pro Monat und dafür kann man über Elite Partner Emails verschicken an die Männer, dessen Lebenslauf, Reiseziele, Lieblingsessen und so, einem zusagt.

Bezahlt man das Geld nicht, dann kann man nur Emails schicken die aus Standardsätzen bestehen. Da stehen ein paar Sätze, die anklickbar sind und eine Mail formen.

Ich danke Ihnen für ihre Nachricht.
Bitte lassen Sie uns in Kontakt bleiben.
Ihr Profil interessiert mich.....
Also alles andere als persönlich. Das fand ich sinnlos, und meldete mich ab.

Ausschweifung Ende

Bei Lablue, das kostenlos ist, meldete ich mich an. Und meine oben genannte Freundin hatte absolut Unrecht.
Über 1200 Leute haben mich inzwischen angechattet. Und Einer, ein Einziger war recht nett.
Ich meine, wir wissen alle was in Chats so vorgeht. Und ich will jetzt keine müden Vorurteile hören von wegen: Nur Stubenhocker chatten! Denn oft schon wurde ich von den Chattern dort gefragt warum ich nicht draußen unterwegs bin, sondern mich vor einen PC setze (sic!) was sie natürlich nie tun würden.

Die Männerquote liegt bei gefühlten 90%. Dementsprechend kloppen, beißen, treten die Buben beinahe um ein Mädchen zu ergattern.
Mühe geben Sie sich allerdings trotzdem nicht.

Es gibt bei Lablue ein paar Benimmregeln:

1.) Man muss als erstes nach dem richtigen Namen des Mädchens fragen.
Manche Jungs verwechseln einen Chat mit den Chroniken von Erdsee wo man Macht über einen Menschen erhält wenn man seinen "wahren" Namen kennt.
Abgesehen davon wäre ich dumm den zu verraten. Das ist das Erste was man im Umgang mit Chats lernt.

2.)Bloß nicht ins Profil gucken.
Was würde es für einen Eindruck machen wenn man personalisierte Fragen stellt? Wenn man auf das angegebene Hobbie Reiten Fragen zu Pferden stellt. Nein, frag lieber was sie für Hobbies hat. Der Klick aufs Profil könnte ja Kalorien verbrennen. Man informiert sich ja auch nicht über ein Unternehmen wenn man dort zum Bewerbungsgespräch eingeladen wird. Wo kämen wir denn da hin?

3.) Sprich kein Deutsch. Und wenn es doch sein muss - kein Gutes.
Wenn ich schreibe "Das wird nix. Du verstehst mich nicht." und du antwortest: "Ja bei uns regnet es auch." da muss das Mädchen ja im Chat bleiben. Die kann ja erst weg wenn du "Tschüß" gesagt hast. Und Sätze wie "Ich habe schon kommen wie gestern auf Asche." erzeugen Fragen beim Leser, und die heizen ja bekanntlich das Gespräch an.

4.) Du brauchst deinen Chatpartner nicht zu begrüßen.
Sie/Er denkt sich die Begrüßung. Geschrieben hast du sie nicht, aber doch bestimmt gedacht. Und direkt zum Thema zu kommen, also ehrlich und direkt zu sein kommt ja immer gut an. Mit Gesprächseinstiegen wie "Sex?" provozierst du nur Antworten wie "Brot?"

5.) Halte dich von Kulturgütern jeder Art fern.
Wenn du ein Theater schon einmal von innen gesehen hast, einen einzigen Philosophen beim Namen nennen kannst und weißt wer derzeitig Bundeskanzlerin ist, bist du zu intelligent.

Eine gute Schule dieser Chat. Ehrlich jetze! Anfangs siegte meine Kinderstube. Ich verabschiedete mich höflich von jedem Doofi und entschuldigte mich sogar dass ich nicht weiter mit ihm chatten kann. Inzwischen ist es anders. Wenn ich merke er hat sich mein Profil nicht mal angeschaut sage ich tschüß - wenn überhaupt.

Um den Bogen zum Anfang wieder zu spannen....
Ein Chat, genauer: dieser Chat ist wie eine riesige Partnervermittlung mit 30.000 Männern im Angebot.
Wenn eine Frau also sagt:
Ich möchte einen Mann mit großen Schwanz und einem ebensolchen Auto, tierlieb, kinderlieb, treu, offen, romantisch, aber auch wild abenteuerlustig, gepflegt......und dazu noch solo stehen ihr 29.999 Mäner zur Wahl. Der eine fehlt weil er eine Katzenhaarallergie hat.

Wenn ich aber komme und sage: Ich will einen Intelligenten Mann, kreischt die Dame hinter dem großen Schreibtisch laut auf. Das Kreischen geht in Lachen über, und sie erklärt mir, nach Luft ringend, dass ich an der falschen Adresse sei und sie solche absonderlichen Vorlieben nicht im Repertoire haben.
Fast kriechend vor Lachen weist sie auf die Tür und ich höre noch wie sie ihre Kolleginnen ruft um ihnen diese Schote, die ihr gerade mit mir passierte, lautstark zu erzählen. Das Gröhlen der anderen brandet gegen meine Ohrmuschel während ich auf die andere Straßenseite wechsle.

7 Kommentare 5.11.08 15:44, kommentieren

Cooper....

Hier doch noch einmal ein anderer Eintrag.
Ich lese seit, naja fast seit Anfang, im Bestatterweblog.

(Wer ihn nicht kennt: Ein echter Bestatter schreibt über seine Arbeit)
Dort findet man hin und wieder grausige Geschichten. So zum Beispiel von gefühlskalten bösartigen Verwandten, bösen Dekubitalgeschwüren aus Pflegeheimen und eben einfach nur über den Alltag.

Eine Geschichte ist aber wirklich beachtlich. Die Geschichte von
Cooper.

Ein absoluter Kopfschüttler. Und wer ihn noch mehr schütteln will der muss sich nur die anderen Cooper-Geschichten anschauen, die später noch kommen.
Ein stinkenfauler Typ, der beim kleinsten Piep drauflos drischt und seiner Freundin den Schädel einschlägt.
Aber in einem Anfall unglaublicher Klugheit den man ihm gar nicht zugetraut hätte hat er sich auf die Autobahn gelegt.
Polinische Sattelschlepper sind ab jetzt meine Freunde.

3 Kommentare 13.9.08 17:33, kommentieren

Wer bin ich?

Ein neues Wer-bin ich?-Spiel....

Meine Wunschbaum-InstallationGeboren wurde ich 1933 in Tokio. Ich war das erste Kind meiner Eltern. Meine Mutter stammte aus einer sehr wohlhabenden Bankiers-Familie. Mein Vater war eigentlich Pianist, arbeitete später aber auch für eine Bank in San Francisco. Als ich zwei war zogen wir meinem Vater nach Amerika hinterher. 1938 - nach dem Angriff der Amerikaner auf Cina und nachdem 1936 mein Bruder geworen wurde, zogen wir zurück nach Japan.
Dort lebten wir in ausnehmendem Luxus.

Dorthin zurückgekehrt, konnte ich auch eine sehr angesehene Musikschule besuchen, in der ich Klavierspiel und Komposition lernte. Schon damals trat ich erstmals öffentlich auf.

Dann begann der zweite Weltkrieg. Mein Vater musste als Soldat nach Hanoi. Und wir flohen nach einem Bombenabgriff auf Japan. Nicht ins Exil, aber ins Hinterland wo ich meine inzwischen zwei Geschwister fast allein versorgen musste. Nach dem Krieg konnte ich meine Schulbildung abschließen und begann dann Philosophie zu studieren an einer sehr angesehenen Unsiversität.
1952 brach ich das Studium ab, und folgte meiner Familie nach New York.
Dort entschied ich mich weiter zu studieren. Ich belegte wieder Philosophie entschied mich aber auch für Musik.
So belegte ich unter anderem klassischen deutschen LIedgesang.
1955 begann ich an ersten eigenen Kompositionen zu arbeiten. Mein berühmtes Cut Piece

1956 heiratete ich zum ersten Mal. Meine Eltern waren dagegen, unter anderem weil er "nur ein Komponist" war. Aber ich liebte ihn.
Ich brach für ihn gar mein Studium ab und siedelte mit ihm nach New York City. Unser gemeinsames Loft dort wurde sehr bald zum Mittelpunkt der Kunstszene New Yorks. Sehr bald hatte ich mich als Konzeptkünstlerin etabliert und gelte inzwischen sogar als Wegbereiterin einer bestimmten Kunstströmung.
1962 trennte ich mich von meinem Mann. Ich zog allein nach Japan zurück, wo ich meinen zweiten Mann, einen Filmproduzenten, fast vom Fleck weg heiratete. 2 Jahre blieb ich ingesamt in Japan. Ich bestritt einige Soloausstellungen und entwickelte neue Performances. 1963 kam unsere gemeinsame Tochter zur Welt. Später wurde sie von meinem damlaigen Mann entführt und tauchte erst 1998 wieder auf.
1964 ging ich zurück nach New York. Im Dakota-Building wohne ich noch heute





1966 wurde ich nach London berufen um meine Performance "Cut Piece" aufzuführen. Das Publikum dufte nach eigenem Ermessen meine Kleidung, Haare, und Fingernägel zerschneiden. Bei einer Vorbesichtigung der Ausstellung war auch mein späterer 3. Mann dabei.
Ich sah ihn, und verliebte mich sofort in ihn. Ihm ging es ebenso. Wir ließen uns von unseren damaligen Partnern scheiden. Ich bakam das Sorgerecht für meine Tochter, und heiratet 1969 meinen 3. Mann.

Schon bei meinem zweiten Mann, der nicht gerade ärmlich war gab es Neider die mir Geldgier vorwarfen. Dieser Ruf verschlimmerte sich mit meinem 3. Mann, war er doch schließlich kein Unbekannter.

Nachdem wir uns später ins Privatleben zurückzogen, berichtete die Presse nur noch über angebliche Private Krisen, da sie sonst nichts zu schreiben hatten.

Ich war die Managerin meines Mannes, und er erledigte die Hausarbeit. Das brachte uns viel Spott ein.
(Die Arbeit als Managerin beschränkte sich auf die Vergabe von Rechten an seinen Werken, da mangels neuer Veröffentlichungen, ansonsten nicht viel zu managen war.

1980 planten wir ein Comeback. Wir veröffentlichten, wie wir es oft taten seit unserem ersten Treffen, gemeinsam. UNser Comeback wurde alleridngs jäh zerstört, durch den frühzeitigen Tod meines Mannes.

Ich lebe noch und versuche mich, auch im Geiste meines Mannes, weiter für die Menschenrechte stark zu machen.
2007 kam mein letztes Album heraus. Und auch als Konzeptkünstlerin arbeite ich noch, demnächst auch wieder in Deutschland.

Wer bin ich?

5 Kommentare 8.7.08 16:28, kommentieren