Zum Teufel

Juristin mit Kopftuch

Juristin darf mit Kopftuch arbeiten

Das find ich gut. Gegen eine Kreuz-Kette sagt ja schließlich auch niemand etwas.

11.4.15 18:28, kommentieren

Das ist Beschneidung wie Taufe

Beschneidung in Deutschland soll legal werden

Ich finde das aktuelle Thema, welches da durch die Presse geistert wahnsinnig spannend. Warum? Ganz einfach. Es weist Deutchland als typpisch christliches Land aus, das sich in fast nichts von, sagen wir einem muslimischen Land unterscheidet.
Das ist zu weit gegriffen? Mitnichten.
Das Gesetz zur Legalisierung von Beschneidung trifft in der Bevölkerung, wenn ich die Zeichen recht deute, ja auf ziemlich vehementen Widerstand. Dabei machen die Juden doch nur Gebrauch von ihrer Religionsfreiheit.
Und dazu gehört natürlich auch die Tradition dass jeder männliche Nachkomme beschnitten wird.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht FÜR Beschneidung. Nein, ich schließe mich der gängigen Meinung an dass es jedem selbst überlassen sein sollte sich bewusst für diesen Schritt zu entscheiden.
Ich denke deshalb so, weil ich selbst im zarten Alter von 3 Monaten getauft wurde. Eine Taufe ist keine Beschneidung, aber es gibt Parallelen. Beides sind archaische Traditionen die heute überholt sind. Und beides geschieht normalerweise in einem Alter in dem man noch nichts dagegen unternehmen kann. Ich würde meine Taufe nur zu gerne rückgängig machen. Denn ich kann gar nichts mit dem christlichen Glauben anfangen. Aber für mich ist es zu spät.

Es ist aber wichtig, meiner Meinung nach, diese ganzen archaischen Traditionen der Weltreligionen einmal zu hinterfragen. Wieso wird die Beschneidung hinterfragt, aber die Taufe nicht? Und wieso geschieht es "zufälligerweise" das diese veralteten Vorgänge in einem Alter stattfinden in dem man sich nicht dagegen wehren kann? Die Konfirmation und die Kommunion finden statt, bevor man das Alter von 14 Jahren erreicht hat, in dem man seine Religion selbst bestimmen darf.

Das liegt wohl daran, dass es zu aufwändig wäre die ganze Tradidtion umzukrempeln. Denn das wäre die Folge.
Nehmen wir als Beispiel einmal das Judentum: Im Alter von 13 Jahren feiert ein jüdischer Junge seine Bar Mitzwa. Die Zeremonie beinhaltet dass der Junge das erste Mal die Thorarolle durch die Synagoge trägt und sie ablegt und an der entsprechenden Stelle aufrollt. Danach soll er daraus vorlesen.
Ohne Beschneidung ist es dem Jungen gar nicht erlaubt die Thora(-hülle) zu berühren. Wenn ich eines von Paul Spiegel und meiner Mutter gelernt habe, dann das. Das bringt natürlich Probleme mit sich. Nicht nur im Judentum.
Man sollte das Thema also sensibel angehen. Und zwar nicht sensibel im Hinblick auf Antisemitismus (das sollte sich wohl von selbst verstehen) sondern vor allem im Hinblick auf die christliche Tradition.

Wie ich darauf komme:
Mein Honigapfel war auf der Seite von Frank-Walter Steinmeier auf Facebook. Sein diesbezüglicher Status wurde ausgiebig kommentiert. Auch unter anderem von einer leisen Stimme, die insistierte man solle die Taufe überdenken. Dieser arme Tropf wurde sofort niedergeschmettert. Denn jüdische Gebräuche zu beschneiden - na klar, da sind wir dabei. Aber die christliche Tradion soll doch bitte unberührt bleiben.
Tja Kumpels, entweder, oder. Wer A sagt muss auch B sagen. Denn ob Christentum oder Judentum, das ist doch alles Beschneidung wie Taufe, oder Jacke wie Hose.

Und meine Taufe und Konfirmation kann ich dennoch nicht rückgängig machen.

3 Kommentare 28.9.12 19:57, kommentieren

Bigotterie

Der Weltverband der Bibelgesellschaften hat einen neuen Rekord aufgestellt.
Da inzwischen auch immer mehr Bibeln in Afrika und Lateinamerika verteilt werden, hat die UBS (United Bible Societies) letztes Jahr 32 Millionen Bibeln kostenlos verteilt.

Hier die Quelle


Dies wird als großer Erfolg gewertet, und in der westlichen Welt gefeiert. Niemand, nicht einmal Nicht-Christen denken sich etwas Schlechtes dabei. Sollen sie doch ihre Bibeln an die Menschen verteilen? Solange es den Menschen Hoffnung macht ist daran nichts auszusetzen oder?
Ach ja? Ist das nicht etwas doppelzüngig?

Was tun denn die Salafisten? Den Koran verteilen sie. Und das ganz friedlich. Aber bei Muslimen scheint das etwas anderes zu sein. Der Verfassungsschutz beäugt sie, und Gespräche wurden angestoßen diese Bewegung des Islam in Deutschland zu verbieten.

Kan mir einer erklären warum Christen ihre Heilige Schrift verteilen dürfen und Muslime nicht? Gibt es da einen qualitativen Unterschied? Wenn ja, muss der mir wohl erst noch erklärt werden.



Dieser Link oben schreibt im ersten Satz dass 25 Millionen Koranausgaben verteilt werden sollten an einem Wochenende in Deutschland. Das hat der Verfassungsschutz rausgefunden. Ja, hat er. Und die Geldgeber kommen vermutlich aus dem Ausland. Das ist ein Ding! Das gehört doch verboten! Geld aus dem Ausland, vermutlich gar von Muslimen.

Im weniger fett gedrucktem Text werden aus 25 Millionen Exemplaren plötzlich 300.000 Exemplare. Na, das klingt doch schon ganz anders.

Und wer untersucht eigentlich von welchen Institutionen das Geld für die Bibeln kommt?
Ich will nicht hoffen dass das aus dem Ausland kommt. Und wenn doch, dann kann ich mir schon denken, was das für Menschen sind, die solche Organisationen unterstützen. Das sind bestimmt selber Christen!

Das ist eigentlich echt frech. Verboten, gehört das! Also natürlich nur bei den Muslimen.
Noch ein Bier bitte!

Kann sich wirklich keiner darauf einigen dass jeder nach seiner Facon glücklich werden soll. Hat das nicht schon der alte Fritz gesagt? Und wie lange ist der jetzt schon tot? Und immer noch kapieren es manche einfach nicht - auf beiden Seiten.

1 Kommentar 14.9.12 18:28, kommentieren

Die Rumänen

In Rumänien wurden 1996 zwei Anwärter für ein rumänisch-orthodoxes Gymnasium angelehnt.

Grund: Ihr Penis war zu klein.

Im Gegensatz zur römisch-katholischen Kirche müssen die Priester in der Rumänisch-Orthodoxen Kirche verheiratet sein. Ohne Trauschein, kein Priesteramt, sozusagen.
Da es aber nicht zur Scheidung aufgrund von sexuellen Unannehmlichkeiten kommen soll, gibt es eine Mindestgröße.

Irgendwie auch interessant: Jeder Besucher des Gottesdienstes weiß sofort, wie der vor ihm befindliche Pfaffe ausgestattet ist. Und weiß auch das selige Lächeln der Ehefrau an der Orgel zu deuten.

Und ich dachte immer der Rumäne läuft als Räuberbande durch den Wald. *kopfschüttel*

Quellen: Volker Pispers und unmoralische.de

8 Kommentare 19.4.12 14:29, kommentieren

Nur mal so als Testlauf

2 Christen wurden festgenommen weil sie den Ramadan gebrochen haben, und ich finde es ehrlich gesagt nicht besonders fair.

Ich wünschte die deutsche Regierung würde, nur mal versuchsweise, "Andersgläubige" festnehmen da sie sich den hiesigen Traditionen "widersetzen. Offiziell ist Deutschland zwar ein christliches Land, aber durch die Trennung von Staat und Kirche würde das bedeuten dass fast alle religiösen Handlungen zu Festnahmen führen würden.
Dann rennen die Leute aus Nordalgerien vermutlich in ihre Häuser, holen die deutsche Flagge und verbrennen diese. Nähen neue Fahnen um sie im Haus zu lagern, rauszuholen, und erneut zu verbrennen.

Ach ja, und ich mag Dieter Nuhr.

23.9.10 11:30, kommentieren