Emanze

Nein, so war das nicht.

Nein, so war das nicht. Feministische Archäologie und Geschichte - Teil 1.



Ein lesenswerter Artikel, und genau das was ich immer predige und mir keiner glauben mag.

7.10.13 20:15, kommentieren

What it means to me....

Ich habe mich in den letzten Wochen immer mit einem Thema auseinandergesetzt, dass mich wirklich zum grübeln brachte.

Die Frage, die ich mir stellte war:

"Was bedeutet es für mich eine Feministin zu sein?"



Ich hoffe meine Gedanken verständlich darstellen zu können, denn ich glaube dass dieses Thema sehr wichtig ist.
Einige Gespräche mit meinem Honigapfel haben mich darauf gebracht. Denn der mag zwar Frauen und ist gegen die Diskriminierung dieser, vertritt aber gleichzeitig einige antifeministische Thesen. In Wirklichkeit ist er wohl Teil der Männerrechtsbewegung, ohne es zu wissen.

Die Frage war für mich gefühlsmäßig leicht zu beantworten, aber sehr schwer zu artikulieren. Vielleicht ist das sogar symptomatisch für den Feminisumus. Ich kann nicht genau beschreiben warum ich mich diskriminiert fühle wenn mich jemand mit den Blicken auszieht. Und so in etwa geht es mir mit dieser Frage. Aber ich will trotzdem versuchen sie zu beantworten.

Zum einen interessiert mich das Thema natürlich schon allein deshalb weil ich in einer Umgebung aufgewachsen bin in der Feminismus praktisch ein Fremdwort ist. Und das meine ich wörtlich.
Durch Unrecht, das einem widerfährt, wird man natürlich besonders sensibel für solche Themen.

Auf der anderen Seite ist mein Interesse auch groupiehafter Natur. Ich muss gestehen dass ich manchmal das Internet durchstöbere nach Postern, Buttons und anderen Devotionalien des Feminismus. Und das macht mir richtig Spaß. Ich lese gern in Büchern darüber wie unsere Altvorderen dafür gekämpft haben dass wir wählen dürfen und studieren und uns unsere Partner selbst aussuchen.....

Aber dahinter, frustriert mich das Thema. Es frustet mich wirklich.
Das liegt daran dass man einfach kein Verständnis dafür bekommt. Ich kenne keine Frau die heute noch befreit werden will. Natürlich, ich kenne Seiten wie die Mädchenmannschaft und den Blog von Luise F. Pusch. Aber persönlich, nein, da kenne ich niemanden der dieses Interesse teilt. Man findet bei diesem Thema wirklich keine Freunde.
Und wenn das Thema überhaupt zu einem solchen wird, dann erntet man nicht gerade die Reaktionen die man sich erhofft, wenn man sich so dafür einsetzt. Die häufigste Reaktion ist so ein selbstzufriedenes Moppern.

Ich weiß nicht wie ich das noch beschreiben könnte. Es ist so ein Lächeln das sagt: "Was DIE für Ideen hat. Gleichstellung hahahahaha." Natürlich ist das nicht die politisch korrekte Reaktion, weshalb meist nichts weiter folgt. Keine Diskussion.
Die ältere Generation hält meine Vorstellungen für total abstrus. So verrückt, dass man nicht einmal darüber nachdenken braucht. Und die jüngere Generation ist zwar "total dafür" aber doch bitte gegen Frauenparkplätze, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, und Frauen in Führungspositionen.

Selbst mein Honigapfel, der wirklich weiß wie man eine Frau behandelt, sieht es nicht ein. Und das macht wirklich keinen Spaß. Es macht wirklich keinen Spaß gegen eine Wand anzureden. Denn man sieht direkt in die Köpfe der Leute während dieses Themas. Und man sieht wie sich ihre Gedanken und Vorstellungen NICHT bewegen.
Deswegen ist das Thema für mich nicht nur interessant, sondern auch ganz schlimm.
Es kommt vor dass ich an Resignation denke. Aber dem gebe ich bisher nicht nach. Ich glaube ich verspüre sogar Lust einmal ein paar Beispiele aus meiner Kindheit und Jugend zu nennen, bei denen ich mit Rollenklischees konfrontiert war. Ich glaube einige kriegen den Mund nicht mehr zu.

Ich hoffe inständig, dass wieder mehr Frauen anfangen sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. Wer soll es schließlich sonst tun. Die Ministerin für Frauen hilft uns dabei sicherlich nicht. Die tritt uns höchstens noch ins Genick.

1 Kommentar 5.9.12 19:21, kommentieren

Menschen sind wie Kühe

Es ist schon faszinierend wie tief die Diskriminierung von Frauen geht. Und hier ist der Beweis:


Menschliche Vorfahren waren fast alle Vegetarier*klick*

Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Nichts leichter als das, Pickeldi.

Es ist ja so dass Frauen und Männer heute ihre Mars-/Venusrollen zugeschrieben bekommen aufgrund der Zustände die vor Urzeiten herrschten.

Der Mann ist der Jäger und erlegt die großen Tiere, erlebt Abenteuer, riskiert sein Leben un so weiter. Und die Frau sammelt ein paar Beeren und verbringt ansonsten die ganze Zeit beim Nachwuchs in der Höhle, wo sie das Feuer hütet.
So oder ähnlich sieht das Bild aus dass sogar Hauptschüler heutzutage von den Verhältnissen früher haben.

Ein Wunder fast, sollte man meinen, dass Frauen heute nicht mit der Keule eines übergezogen, und sie mit an den Haaren in die nächste Höhle gezogen wird. Ich nehme an dass liegt an dem eklatanten Höhlenmangel heutzutage. Dagegen sollte man etwas tun.

Denn in Wirklichkeit, war es gar nicht so bzw. kann gar nicht so gewesen sein, dass die Männer jagen waren und die Frauen treu zu Hause warteten.
Nein, denn die Hauptnahrungsquelle waren ja Früchte und Nüsse. Fleisch war offensichtlich eine seltene Freude am Abendbrottisch. Und wenn dann war es meist übriggebliebens Aas und Insekten. Darauf deutet jedenfalls die Struktur unseres Magens hin, und die Tatsache dass unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, bis heute grüne Kost bevorzugen und selten zu Fleisch greifen.



Übrigens passt diese Theorie auch sehr gut zu gewissen Theorien. Theorien die nicht widerlegt werden können. Genauso wenig wie die Theorie vom Mann als Jäger bewiesen werden kann. Diese These ist nämlich durchaus NICHT Konsens unter Forschern.
Es gibt einfach zu viele Unbekannte, weil es einfach zu lange her ist. Es gibt sogar Theorien die besagen dass die Frauen mit auf der Jagd waren. Ihre Babies ließen sie zu Hause bei den Alten, oder Frauen die noch nicht niedergekommen sind. Manche glauben sogar sie hatten ihre Babys an sich gewickelt und hatten sie folglich bei der Jagd dabei.

Und es gibt weiterhin die Theorie dass Männer durchaus auch auf die Babys aufpassten und Beeren sammelten. Und dadurch auch kein Gesichtsverlust erfolgte. Deswegen ist an dem obigen Bild auch so ziemlich alles falsch.

Interessant ist heutzutage vor allem, dass nur die Theorien des biologischen Determinismus (Männer sind von Geburt an besser in Mathe, Frauen von Geburt an schlechte Einparkerinnen) in den Zeitungen stehen und ein offenes Ohr finden. Und die Forschungen die dafür keine Beweise liefern können entweder gar nicht erst gefördert werden oder aber nicht veröffentlich werden wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, also die Ergebnisse die gegen den biologischen Determinismus sprechen nun einmal da sind.


Es ist doch wirklich zum Mäuse melken. Wann nur kommt die Menschheit zur Vernunft?

Bilder-©www.allgemeinbildung.ch

3 Kommentare 24.7.12 15:26, kommentieren

We hate Pink, We love Feminism

"Als ich jünger war, hat mich Barbie sehr inspiriert. Sie war ein Rollenmodell für meine Freundinnen und mich. Ich finde ihren Stil und ihre Person toll."

Hilary Duff


Wenn schon eine Puppe, mit nachgewiesenermaßen utopischen Körpermaßen als Idealbild kleiner Mädchen hingestellt wird, dann ist es mal wieder Zeit für Girlpower-Gegi.

Wofür steht Barbie? Barbie steht stellvertretend für pinke Spielzeugküchen, pinke Bauklötzchen, pinke Monopoly-Spiele, pinke Bügeleisen. Pink steht für die Sozialisation von Mädchen. Pink und Barbie stehen für Mädchen die sich für einfühlsam halten und möglichst hübsch statt schlau sein wollen. Und Blau steht für männliche Aggressivität und Wissen und Sportlichkeit.

Ich wurde im Kindergarten immer davongeschickt wenn ich mit den Jungs und ihren Bauklötzchen spielen wollte. Die Kindergärtnerin wollte mich lieber bei den Puppen und den anderen Mädchen sehen. Sie fand mein Interesse für Bauklötze und Bagger irgendwie widernatürlich. Vielleicht rührt daher ja auch mein Interesse für Chancengleichheit.





Irrwitzigerweise gibt es sogar Test's die belegen wollen, dass Mädchen von Natur aus auf Rosa stehen. Und Jungs angeborenerweise Blau bevorzugen. Frauen und Männern wurden farbige Quadrate gezeigt, und sie sollten dabei angeben wie "attraktiv" das Quadrat auf sie wirkt.

Frauen gaben häufiger rosa und rote Quadrate an, während Männer eher die blauen Quadrate als Favoriten angaben. Dabei muss man aber auch bedenken dass dies nur der Fall ist weil Mädchen und Jungen von vornherein zu diesen Farbpräferenzen erzogen wurden. Würde Frauen nicht erzählt dass Pink eine Mädchenfarbe ist, würden sie es auch weniger bevorzugen. Der Beweis: Noch vor 100 Jahren waren die typischen Farben für die Geschlechter vertauscht.

Interessanterweise wurde die Studie von den Forschern aber ganz anders gewertet. Nämlich so, dass Pink- und Rottöne von Natur aus Mädchendarben seien. Da die Frauen dazu genetisch programmiert sind diese Farben besonders zu mögen. Von Erziehung war da gar nicht die Rede.



Anfang des 20.Jahrhunderts war Rosa eine Männerfarbe und Blau eine Mädchenfarbe. Weil die Mädchen im zarten blau hübscher aussahen und es für Standhaftigkeit und Vertrauen steht. Rosa wurde für Jungen bevorzugt Rot steht nämlich für Mut und Eifer. Wenn man Mädchen ab jetzt nicht zum Spielen mit Barbiepuppen erziehen würde,....gar nicht auszudenken was die Konsequenzen DARAUS wären.
Übrigens: Vor der Rosa-/Blauwelle haben Babies ganz einfach Weiß getragen.

Noch ein Beispiel für biologischen Determinismus der sich auf die Realität ausdehnt:
Ein Team von Psychologen hat Studierenden einen schweren Mathetest vorgelegt.

Die Studenten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe erfuhr dass Mädchen bei diesem Test schlechter abschneiden, was nicht verwunderlich sei da Männer ja besser in Mathe und räumlichem Denken seien. Und die andere Gruppe erfuhr dass es keine Unterschiede gäbe zwischen den Ergebnissen von Männern und Frauen.

In der ersten Gruppe schnitten die Frauen daraufhin wirklich schlechter ab. In der zweiten Gruppe zeigten sich keine Unterschiede in den Testergebnissen zwischen Männern und Frauen. Bei einem Folgetest wurde den Frauen einfach gar nichts dazu gesagt, und sie schnitten prompt schlechter ab als die Männer. Die Erziehung im Sinne des biologischen Determinismus hat also schon Früchte getragen. Denselben Test gibt es übrigens auch für Egoshooter-Spiele.

Es ist wichtig bei diesem Thema sensibel zu sein, und solche Untersuchungsergebnisse auch einmal zu hinterfragen, sowie die ganze "moderne" Erziehung von Mädchen und Jungen.



So wurde Frauen bei einem Fahrtest erzählt, dass Frauen schlechter Auto führen, da sie ein weniger gut entwickeltes räumliches Vorstellungsermögen haben als Männer. Anderen Frauen wurde dies nicht erzählt. Die erste Gruppe von Frauen hatte daraufhin doppelt so viele Unfälle (Courtney von Hippel - University of Queensland).

Auch sehr sexistisch ist die BBC-Produktion "Secrets of the Sexes". Und dies gleich in mehrerer Hinsicht. Aber hier nur einmal ein Beispiel:
Fünf Fraune wurden in einen Raum geführt und sollten 5 Babies wickeln. Die Frauen taten dies und nahmen die Babies auch auf den Arm.

Dann wurden 5 Männer in den Raum geführt und sollten dasselbe tun. Sie taten es, aber nur ein Mann nahm ein Baby auf den Arm. Der Kommentator fand das wohl widernatürlich. Er sagte: "Lloyd weiß, dass er nicht von Natur aus einfühlsam ist, deshalb gibt er sich mehr Mühe." Wer weiß wieviele Männer ein Baby auf dem Arm hätten wenn sie nicht beobachtet würden.

Kann es also nicht vielleicht sein dass diese ganze "Männer vom Mars, Frauen von der Venus"- Sache eher eine Sache von Stereotypen ist.
Fast jeden Beweis für genetische Vorprogrammierung hin zu einem geschlechtsspezifischen Verhalten kann ich widerlegen. Ist das Zufall.
Mich kotzt das an. Und mein Baby wird ganz bestimmt kein rosanes Baby (respektive blau).




Noch ein Beispiel: Frauen und Männer sollten ein Computerspiel spielen. Einen Egoshooter. Die Frauen, die dabei beobachtet wurden waren zurückhalten, weil ihr anerzogenes Bewusstsein ihres Geschlechts ihnen sagte dass Frauen nicht aggressiv sind und sich zurückhalten. Die Frauen die nicht beobachtet wurden waren genauso aggressiv wie Männer. Und als sie danach befragt wurden gaben ausnahmslos alle Frauen an eher zurückhaltend gewesen zu sein während sich alle Männer als aggressiv einschätzten. Das kann doch kein Zufall sein.


Wann hat dieser große Irrtum endlich ein Ende? Wann kommt die Zeit in der die Menschen den Kopf schütteln und es für einen großen Irrtum der Menschheit halten (der es ja auch ist) und dem genauso verständnislos begegnen wie der Hexenverbrennung. Ich werde das wohl nicht mehr erleben.


"Ich, Heinrich der VIII." von Margaret George


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2 Kommentare 20.7.12 11:37, kommentieren

Frauen sind nicht von der Venus

Ich möchte hier und heute wieder mit einem sehr bekannten Vorurteil aufräumen, das mich schon seit Jahren begleitet und sich so in das öffentliche Bewusstsein gebrannt hat dass dem einfach nicht beizukommen ist.

Frauen sind nicht von der Venus und Männer nicht vom Mars. Und Frauen sind nicht so multitaskingfähig, und Männer auf diesem Gebiet nicht so untalentiert wie oft dargestellt wird.

Das Gehirn funzt ja so: Eine Tätigkeit beansprucht ja bestimmte Hirnregionen. Nicht nur eine Region, sondern meist gleich mehrere, mit ganz bestimmten Schwerpunkten.

Wenn man jetzt zwei Tätigkeiten gleichzeitig ausführt, so kann das nur funktionieren wenn sie überwiegend verschiedene Zentren im Gehirn aktiviert. Zwei Tätigkeiten die überwiegend durch diesselben Zentren gesteuert werden kann man auch nicht gleichzeitig ausführen.

Ein Beispiel:
Man kann gleichzeitig kochen und am Telefon reden. Denn das Drehen des Löffels im Topf und die damit verbundene Bewegung aktiviert andere Zentren als das Sprechen. Deswegen geht das. Das können sogar Männer. Aus Bequemlichkeit und um die Sache einfacher zu gestalten sollte man dennoch beides getrennt voneinander tun. Männer die sagen es sei ihnen nicht möglich sind also einfach nur bequem.

Sprechen und Zuhören allerdings okkupieren ähnliche Stellen im Gehirn und werden von diesen gesteuert. Deswegen ist das nicht möglich. Auch wenn Frauen gern vorgeben diese Fähigkeit zu besitzen. Das Gehirn vermag lediglich zu springen. Das heißt man konzentriert sich 2 Sekunden darauf was man sagen will und hört dann wieder einige Sekunden zu, um dann wieder an das Sprechen zu denken um den Satz sinnvoll zu beenden. Das Manko dieser Methode ist: Man kann in diesen 2 Sekunden nicht zuhören und verpasst das Gesagte. Deswegen sind sogar Frauen gewissermaßen die schlechteren Zuhörer. Das Gehirn füllt diese Lücke lediglich automatisch mit dem sinnvollen Satzanfang- oder ende das man verpasst hat, weil man nachgedacht hat was man selber gerade sagen wollte.

Multitaskingfähigkeit ist eine Mär. Eine ziemlich dumme obendrein. Man kann die Bücher von Barbara und Allen Peas also getrost vergessen. Solche Bücher sind lediglich dazu da um zu vertuschen dass die Geschlechter gar nicht so unterschiedlich sind. Denn Evolution findet teilweise in wenigen Generationen statt, dann wird sich doch in den letzten 200.000 Jahren etwas geändert haben an der alten Aufgabenteilung vom Jäger und Sammler und der Haushüterin.
Außerdem beachtet diese Theorie, die ja heute wieder sehr beliebt ist die kulturelle Evolution nicht.

Und dass noch heute solche Theorien Anklang finden, zeigt die unterbewusste Haltung vieler Männer und Frauen zum Thema Emanzipation, Aufgabenverteilung und Rollen.

Das Thema habe ich ja nun schon oft genug aufgegriffen, aber Wiederholung erhöht ja den Lernerfolg, wie ich gern sage.


Düdeldü

2 Kommentare 27.2.12 16:46, kommentieren