Erste Schritte

Schritt 20 - Es wächst mir über den Kopf....

...das würde es jedenfalls wenn ich meinen Honigapfel nicht hätte.


Es hat sich herausgestellt dass die Auslandskrankenversicherung vom ADAC für die ich 900€ bezhalt habe (für 2 Jahre) nicht gilt wenn ich irgendwo im Ausland einen festen Wohnsitz anmelde. Das ist jetzt natürlich blöd. Und ich kann mich auch nicht erinnern das irgendwo im Vertrag gelesen zu haben. Jetzt muss ich in die private Krankenversicherung von meinem Honigapfel, damit ich nicht ganz ohne medizinische Versorgung dastehe, sollte der Ernstfall eintreten.

Hätte ich meinen Honigapfel nicht, sähe ich wohl ganz schön alt aus. Ich hatte echt sowas von keine Ahnung was noch so auf mich zukommt.
Ich hoffe die Probleme lösen sich zum Reisestart hin von allein. Aber, wann hat das ein Problem je schon einmal getan.

3 Kommentare 4.5.12 16:27, kommentieren

Ein neues Heim

Die Vorbereitungen für die Reise schreiten voran. Ich weiß inzwischen auch welches mein letzter Arbeitstag sein wird.
Ein Spätdienst am 25. Mai wird es sein.

Aber nicht nur diese Dinge gehen voran. Wir schauen nämlich inzwischen nach Häusern in Kanada. Und haben einen sehr netten Makler gefunden der uns im Juni hoffentlich unsere 8 Favoriten zeigen wird.
Da mein Honigapfel eine Thrombose hat, kann er für eine Weile wohl nicht fliegen. Aber bis dahin wird hoffentlich alles wieder gut sein.

Ich finde die Häuser toll. Vielleicht poste ich später einmal links zu allen 8 Favoriten. Sie befinden sich in Vancouver, Whistler (Skigebiet) und Kelowna. Am besten gefallen mir aber die Häuser die nah am Wasser sind. Ich bin halt eine Wasserratte (manche würden sagen, eine Planschkuh).
Die schönsten Häuser sind in Whistler, aber leider ist es dort eher...naja...klein. 9000 ständige Einwohner (ohne Touristen) - da ist ja meine Heimatstadt größer - und selbst die war mir zu klein.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund warum ich gerne nach Vancouver ziehen würde. Mein Honigapfel hält mich für total bekloppt deswegen. Wer mich kennt ist aber nicht überrascht. Denn in Vancouver befindet sich, wie es der Zufall so will, der coolste Buchladen der Welt. Naja zumindest nach meinem jetzigen Kenntnisstand. Ich glaube ich habe ein Problem, nämlich eine gewaltige Büchermeise. Aber damit muss er leben, mein Oller. Und er macht das auch ziemlich gut.

McLeod's Books


Ich bin schon so aufgeregt. Ich weiß dass das alles eher schnell geht. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und es fühlt sich richtig und gut an und ich freue mich gewaltig.


"Atom - Geschichte des nuklearen Irrtums" von Stephanie Cooke

12 Kommentare 11.4.12 17:38, kommentieren

Schritt 19

Ich habe heute meine Stelle gekündigt.
Das geht natürlich auch an mir nicht spurlos vorüber. Schließlich ist das mit einem großen Risiko verbunden. Und so schnell finde ich wohl kein Team wie meines. Alle haben einen Hau, aber ich habe sie alle lieb gewonnen.

Um auf meiner Station zu arbeiten muss man einfach nicht ganz dicht sein. Deswegen passe ich da ja so gut rein. Ich werde sie alle vermissen. Aber es musste sein um mir meinen Traum zu erfüllen. Ich hoffe inständig dass ich es nicht bereuen werde.
Das hoffe ich am Allermeisten.

Und ich hoffe dass die Angst vergeht. Zurück bleibt mal wieder die Frage wie andere Backpacker das machen? Wie andere so locker damit umgehen?
Ich glaube aber ich kenne die Antwort:

Andere Backpacker reisen mit Organisationen, und alles ist sehr kontrolliert. Und wenn sie nicht mit einer Organisation reisen dann sind sie zumindest unter 25 und bekommen alles Wichtige (wie KV und RV) von Mutti und Vati bezahlt - im Zuge der Familienversicherung. Ich glaube dass ist das Reisemodell was man wohl am häufigsten antreffen wird auf so einer Reise. Ich erinnere mich dabei an einen Chefarztsohn der großspurig von seiner Weltreise erzählte, die komplett von Mama und Papa gesponsert wurde. Der hatte es schon gut. Trotzdem wollte ich nicht mit ihm tauschen.

Jetzt wird es jedenfalls ernst. Denn die gekündigte Wohnung, das gekündigte Internet, der gekündigte Bausparvertrag usw. könnte man schnell kompensieren. In Deutschland bleiben, ohne Arbeit und ohne Krankenversicherung ist schon nicht mehr so lustig.
Drückt mir die Daumen.

2 Kommentare 7.2.12 18:42, kommentieren

Schritt 16 und 17 und 18 - in Arbeit

Ja, ich lebe noch. Mehrere Zeugen können dies bestätigen. Leider ist mein Lappi kaputt so dass ich mich längere Zeit nicht hier blicken lassen konnte. Aber jetzt bin ich ja wieder da und kann folgendes berichten:

Die Rentenversicherung wurde informiert. Wenn man keine weiteren Rentenversicherungsbeiträge zahlen würde, dann bekommt man ja später mal keine Rente. Naja, nicht dass ich eine Rente erwarten würde in 42 Jahren.

Also muss man einen Pflichtbetrag von 78,40€ entrichten. Dieser Betrag stellt aber nur sicher dass ich meinen Anspruch auf eine Rente nicht verliere. Wenn man etwas eingezahlt wissen will dann muss man freiwillig noch mehr zahlen. Und das tu ich auch.

Für die Krankenversicherung muss ich eine Anwartschaft beantragen. Damit ich jederzeit wieder in die gesetzliche Krankenversicherung reinkomme muss ich ca. 50€ im Monat bezahlen. Habe daraus aber keinerlei Leistungen zu erwarten.
Ich brauche also auch eine Auslandskrankenversicherung die ich beim ADAC beantragt habe. Das kostet 900€ für 2 Jahre. Und schließt die USA mit ein. Das ist nicht selbstverständlich. Die meisten Auslandskrankenversicherungen werden sehr sehr teuer wenn die USA eingeschlossen sind. Da ist der ADAC fast schon ein Schnäppchen.

Die Anwartschaft für die Krankenversicherung läuft leider noch nicht so richtig an. Die von der AOK wollen zum Beweis für meinen Auslandsaufenthalt ein Flugticket sehen. Und diese blöden Tickets kommen einfach nicht hier an. Und solange die nicht da sind kann ich auch den Anwartschaftsvertrag nicht abschicken.
Wenn das fertig ist müsste ich die großen, wichtigen Sachen fast schon alle erledigt haben.
Dann steht nur noch die Kündigung meiner Stelle aus. Dann steht der Weltreise hoffentlich nichts mehr im Weg.


"Smaragdgrün" von Kerstin Gier
"Was ist koscher?" von Paul Spiegel
""The Story of stuff" von Annie Leonard

3 Kommentare 4.2.12 20:42, kommentieren

Schritt 15

Kündigung des Mietvertrages. Auch wenn ich das nochmal machen muss, weil ich vergessen habe es zu unterschreiben.


Langsam steigt die Spannung, aber auch die Angst vor dem Scheitern, und die Angst zurückzukommen und vor dem Nichts zu stehen. Ich weiß gar nicht wie andere das machen? Das scheint alles so cool abzulaufen.
Aber wenn man nicht im Einzelhandel schafft, wo der Chef eher Kumepl als ein richtiger Chef ist, geht das wohl eher. Nehme ich mal an.

Habe leider erfahren dass das mit dem unbezahlten Urlaub nicht klappt. Denn wenn man 4 Wochen nicht auf Arbeit war, verliert man den Anspruch auf die Stelle. War mir auch neu. Ich frage mich wer dann überhaupt die Möglichkeit des unbezhalten Urlaubes nutzen kann. Schließlich kann man 4 Wochen auch mit bezahltem Urlaub abdecken.

Ich habe Angst. Ich freue mich, aber habe auch Angst.

4 Kommentare 18.12.11 01:19, kommentieren