Blubb

Echt irisch

Zur Feier des Tages für meinen Honigapfel geholt:




Frisch vom Fass gezapft. Er ist echt gut, und schmeckt (scheinbar) wie Tullamore Dew.

1 Kommentar 13.6.12 15:28, kommentieren

Was für ein Dessert!

Parfait von weißer Schokolade auf einem Himbeerspiegel...
Das hab ich selbst gemacht.





Ich hab noch mehr gemacht, und koche nicht das erste Mal. Aber das ist die erste Zubereitung von mir, die auch noch ansprechend aussieht. Da kann man schon ein klein wenig stolz sein.

P.S. Es hat auch noch geschmeckt.

5 Kommentare 13.5.12 16:54, kommentieren

Maden II

Neulich, letzte Woche, stand ich so in meiner Küche und schmierte mir eine Bemme. Und da schaute ich so nach oben an die Decke. Und da sah ich eine Made an der Decke. Ich habe noch gehofft das sie tot ist, maß ihr aber keine besondere Bedeutung bei. Da ich mich ekle vor solcherlei Getier habe ich sie auch nicht getötet. Außerdem ist unsere Küchendecke sehr hoch und ich nur 1,67m groß. Also zog ich meiner Wege und genoß die Schnitte.

Wieder ein paar Tage später stand ich in der Küche und machte mir eine Pizza, und schaute so nach oben. Und war beruhigt. Denn da war immer noch eine Made. (Keine Ahnung warum ich beim Kochen und Backen immer genau an diese Stelle der Decke starre, rechts von der Dunstabzugshaube.)
Da der Kiwi der ja fast 2 Meter misst wieder nicht im Hause war, konnte sie wieder nicht beseitigt werden. Ich bin da halt ein Mädchen.

Vorgestern stand ich mit dem Kiwi zusammen in der Küche und machte mir eine Bemme. Und da sah ich wieder die Made und forderte ihn auf sie doch bitte weg zu machen, jetzt wo ich dran denke. Und der Kiwi tat es total irrationales, worauf ich nie gekommen wär. Er schaute sich auch den Rest der Decke an.
Und da waren noch 9 weitere Maden (Mottenlarven) die an unserer Küchendecke krochen. Ich bin nie auf den Gedanken gekommen dass da noch mehr sein könnten. Ich bin halt echt ein Muß.

Also machte er sie ab und ich suchte nach der Quelle. Als erstes fiel mir das Mehl ein. Das war allerdings sauber. Beim Rausnehmen des Mehles aber fiel mir eine Packung ganzer Mandeln aus dem Backschrank entgegen. Zum Glück denn beim näheren Betrachten stellte ich fest dass da ohne Ende Maden drin waren. Ich habe sofort begonnen alles zu entsorgen was bereits geöffnet war. Inzwischen weiß ich dass Maden gerne an Nüsse gehen. Und als auch die letzte offene Packung Backpulver (voller Maden) und Natron und Mehl und Co. entsorgt war, reinigten wir den Schrank und legten uns beruhigt schlafen.

Am nächsten Tag, also gestern, hat mich der Kiwi geweckt und sagte mir ich solle mal in die Küche gehen, aber bitte nicht barfuß. Da waren plötzlich 15 Maden an der Decke, und weitere auf dem Fußboden und den Wänden, auf dem Weg zur Decke.
Keine Ahnung wo die herkamen. Denn auch den Müll hatten wir schon ausgeschlossen, wobei wir sowieso jeden Sach gut verschließen und sie gefüllt sofort in die Tonne schmeißen. Da konnte also nix leben. Hat auch nicht.

Des Rätsels Lösung fiel mir wieder eher zufällig in die Hände. Denn da ich das Problem noch niiiiie hatte, war mir auch nicht bewusst dass sich Maden auch durch noch verschlossene Packungen bohren. Irgendwo in den noch verschlossenen gemahlenen Mandeln sah ich ein winzig kleines Loche. Gerade groß genug für eine Made. Und genau da sind die durchgeschlüpft. Also musste ich auch das verschlossene Backin (in jeder Packung ein Loch) und das verschlossene Natron (in jeder Packung ein Loch) und die verschlossene Nüsse, Citronat, Schokostreusel und Co. (in jeder Packung ein einziges kleines Loch) wegwerfen. Und die Saubermacharbeit begann von vorn. Jetzt habe ich kein Backmaterial mehr aber eine saubere Küche. Lediglich eine kleine Made habe ich heute noch gefunden. Und jetzt ratet mal wo.

Das habe ich echt noch nicht erlebt. Ich nehme mal an, da ich in einer sauberen Küche koche, dass ich die Maden einmal unversehens mitgekauft habe. Sehr ärgerlich ist die Sache trotzdem. Selbst in das Vanillearoma und den Back-Rum haben sie es geschafft. Also zumindest durch die harte Pappe, durch das Glas haben sie es dann doch nicht geschafft.
Aber jetzt weiß ich sicher dass ich mir alle Backutensilien noch einmal genauestens anschaue bevor ich sie in den Einkaufswagen lege.

Das ist vielleicht eklig.


"Josef Mengele - der Arzt von Auschwitz" von Ulrich Völklein

5 Kommentare 11.10.11 13:01, kommentieren

Die Gourmeuse

Nun werde ich morgen ein viertel Jahrhundert alt und habe beschlossen nach Jahren der Abstinenz mal wieder zu feiern.
Es wird zwar nur eine kleine Grillparty aber das Fingerfood hat es in sich.


Ich habe heute geschlagene 10 Stunden gekocht, nachdem ich 100€ für die Zutaten ausgegeben habe. Ich habe keine Pause gemacht, und habe ganz nebenbei auch noch die ganze Wohnung geputzt. So fertig und genervt war ich noch nie.
Ich hoffe es hat sich gelohnt, und irgendjemand fragt mich morgen wo ich dieses oder jenes gekauft habe damit ich damit prahlen kann dass alles selbst gemacht ist.


Selbst die Knabbereien habe ich selber gemacht. Es gibt Hähnchenschlegel (eine Heidenarbeit die zurechzuschneiden) in Honig-Senf-Marinade, Schokoladenbecher wahlweise mit weißer Mousse au Chocolat oder Mango-Creme, Brotstangen mit dunklem Leicester, diverse komplizierte Dips, Trüffeltörtchen (vielleicht), Muschelspieße und Co. Wieso kann man die Zutaten nicht einfach so aufspießen. Immer muss alles so kompliziert sein. Aber ich hoffe es hat sich gelohnt alles per Hand zu machen. Na gut, die Spießchen habe ich nicht selbst mit dem Messer einem Haselnussbaum entrissen, und auch das Fleisch ist nicht der eigenen Lende entnommen, aber alles ist selbst per Hand bearbeitet.

Und alles Fleisch und Fisch natürlich exklusiv aus der Markthalle, aus nachhaltiger Zucht und von kleinen nepalesischen Kindern vorgekaut, 3 Mal auf dem Transport gewendet und in Nilwasser mariniert. Alles wahnsinnig besonders. Also habe ich es wohl nicht anders gewollt.

Das ganze ist so exklusiv, dass ich noch nie eines dieser Rezepte ausprobiert habe. Das ist vielleicht etwas riskant, aber bis jetzt hat zum Glück alles geschmeckt.
Außerdem sind das ja nur die Häppchen. Wir grillen ja eigentlich!


Ich fühle mich gerade so Gourmet-mäßig. Da muss morgen nur noch das Häppchen-Vernichtungs-Personal (HVP) hier erscheinen. Ich fühle mich gar nicht wie Geburtstag. Ich fühle mich eher wie "das perfekte Dinner". Hoffentlich durchsucht morgen dann niemand meine Unterwäscheschublade.

Morgen muss der Kiwi auch noch was mit helfen. Heute hat er sich erfolgreich drum herum gedrückt. Irgendwas mit Schmerzen irgendwo...... seit 8 Wochen inzwischen oder so.
Aber morgen muss ich noch die Zutaten holen die ich heute nicht mehr tragen konnte - weil ich schon bis unter die Augen vollgepackt war.

"Beautiful Maladies 1983-1993" von Tom Waits

"Die Welt ohne uns" von Alan Weisman

6 Kommentare 6.7.11 18:17, kommentieren

Fischsamen - Ich Ferkel

Morgen werde ich eine Expedition starten. Ich bin auf der Suche nach Fischmilch.
Meine Oma hat damals immer beim Karpfen kochen die Fischmilch mitgekocht (halt auch wegen dem Sud) und der hat mir immer so gut geschmeckt.

Versuche mal einer in Stuttgart Fischmilch zu bekommen. Es gibt sowieso schon wenige Fischgeschäfte, denn weiter von der nächsten Küste weg geht ja fast nicht mehr.
Also dachte ich: Geh ich mal zu Nordsee. Es gibt ja ein paar Filialen die nicht nur Fischstäbchen mit Pommes anbieten sondern auch "frischen" Fisch - auf Eis gelegt.

Die Werbung vorm Geschäftseingang versprach ganz frisch filetierten Fisch. Ja klar, frisch vor ein paar Stunden filetiert - in irgendeiner Zentrale.
Die Verkäuferin machte mir jedenfalls in gebrochenem Deutsch klar dass keiner in ihrem "Schuppen" (das hat die gesagt, ich schwör's - was für ein Kalauer) jemals einen Fisch ausgenommen hätte. Und von Fischmilch hätte sie noch nie gehört. Die Filets werden so angeliefert, sogar das Eis kommt von woanders, und die ganzen Fische werden extra als Deko dazugeliefert. So nach dem Motto: Wenn der Fisch hier nicht reicht, filetieren wir den auch noch schnell - hahaha.

Also versuche ich es morgen bei meiner letzten Rettung. Die große Markthalle in Stuttgart bietet ja nun alles was das Herz beghert. Exotisches und Einheimisches, und eigentlich alles. Und vor kurzem habe ich erfahren dass es ganz versteckt dort auch einen Fischstand gibt, der zwar versteckt aber riesig ist. Und dort muss wohl wirklich alles ganz in Eigenarbeit ablaufen.

Und die werde ich fragen.

Hab nur blöderweise gerade gelesen dass Karpfen im Mai-Juni laichen, also werde ich wohl noch auf den Karpfensamen warten müssen. (Das Wort Karpfensamen hätte ich wohl nicht erwähnen dürfen, jetzt finden mich auch Perverse und Karpfensamenfetischisten über Google.)

Aber sollte ich tatsächlich "Melcher" finden werde ich ein Foto davon machen und hier rein stellen. Denn ordentliche Fotos davon findet man bei Google auch nicht. Vielleicht gibt es da wirklich zu viele Fetis. Zum Schutz der Rechte und der geistigen Unversehrtheit der Karpfen. Aber gut, Menschensamen will ja auch keiner sehen. (Funny, da war mir ein "d" dazwischengerutscht: Menschensdamen)

Nachtrag von 16.55:
Der Fischladen dort hat auch keine Fischmilch. Die haben mich angeschaut als wäre ich geistesgestört und haben noch hinzugefügt dass kein ihnen bekanntes Geschäft so etwas verkaufen würde.


"Die verblödete Republik" von Thomas Wieczorek

2 Kommentare 11.2.11 00:31, kommentieren