Theorie

Stuttgart vs. Kleinkleckersdorf

Jetzt wo ich bald wieder aus Stuttgart wegziehe, möchte ich die Chance nutzen und mal resümieren was für mich die größten Unterschiede zwischen Kleinstadt Ost und Großstadt West waren.
Was sich aus dem schieren Größenunterschied der Städte ergibt werde ich hier mal vernachlässigen. Das man in Stuttgart besser shoppen gehen kann als in Kleinkleckersdorf, und auch mehr verdient, versteht sich wohl von selbst.

Im Moment wollen mir 2 Dinge einfallen die sich unterscheiden aber die Liste wird eventuell noch fortgesetzt.

-->Als Erstes ist mir aufgefallen mit was für schicken Wagen die Stuttgarter so herumdüsen. Die Hälfte der Autos, so scheint es, sind die deutschen Drei: BMW, Audi und natürlich Mercedes. Denn wer hat's erfunden? Die Stuttgarter. Man dreht sich nicht mal mehr nach einem Porsche um. Dazu gibt es einfach zu viele. Ein Lamborghini kann da schon eher etwas Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Im Kleinstadt-Osten dagegen fahren eher neue Kleinwagen (Opel Corsa, Renault Clio, Polo) oder auch mal eine untere Mittelklassse. Wenn ein Mercedes oder ein BMW gekauft wird, dann soll es doch bitte ein uralter sein.

Das liegt, glaube ich, auch am Neid. Ich weiß sowas darf man nicht sagen. Das hört keiner gern. Aber die Kleinstädter habe ich als eher neidisch erlebt. Und mit einer Limousine zieht man das wohl auf sich. Ich habe erlebt dass Menschen ihren Mercedeskauf gerechtfertigt haben und beschworen haben dass er auch wirklich ganz ganz alt ist, und superbillig. Mit allem anderen zieht man gern Dünkel nach sich dem hinter vorgehaltener Hand Luft gemacht wird.
"Der ist doch nur geliehen." oder "Jaja, wahrscheinlich 'nen Kredit aufgenommen um mal so protzen zu können."

Da ich noch nicht viele Wohnorte hatte kann ich aber nicht sagen ob es am Osten oder an der Kleinstadt liegt. Ich habe dazu schon einige weit auseinandergehende Meinungen gehört und will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

-->Das Zweite, was mir spontan einfällt ist die Lauffaulheit der Kinder hier. Aus irgendeinem Grund werden Kinder hier bis kurz vor Einschulung mit einem Kinder-Sitzwagen herumgefahren. Die Kleinen haben die jüngeren Beine, die könnten ruhig mal ein paar Meter selbst laufen. Aber was mir da schon untergekommen ist geht auf keine Kuhhaut.
Komischerweise bin ich mir da relativ sicher dass das ein Phänomen des Westens und nicht der Großstadt ist.

Ich habe da aber auch eine Theorie dazu. In Menschenansammlungen oder auf engen Bürgersteigen habe ich schon oft beobachten können dass Väter und Mütter den Kinderwagen wie eine blumenbestickte Rüstung vor sich hergeschoben haben. Einen erwachsenen Mann würde ich umrennen, einen Kinderwagen, gefüllt mit 100% Kind, nicht.
Der Wagen wird also behäbig durch die Menge gedrückt, und die Leute müssen weichen.
Vielleicht ist es das?

Mehr gravierende Unterschiede fallen mir da jetzt aber auch nicht ein. Es kommt aber bestimmt noch etwas zu der Liste hinzu.

Düdeldü

1 Kommentar 27.8.12 19:09, kommentieren

Im Knibbelbildfieber

Ich habe angefangen die Sticker von REWE und den S.O.S.-Kinderdörfern zu sammeln. Und mir ist etwas aufgefallen.
Es gibt 210 Sticker für dieses Stickeralbum. Und mein Honigapfel hat in einem Akt grenzenloser Liebe 600 Sticker gekauft. Das war zwar superlieb. Aber leider sind wir einem Betrug zum Opfer gefallen.

Stickerbuch

Denn komischerweise haben wir immer nur diesselben paar Sticker. Irgendwie kommen keine neuen dazu. Die letzten 200 Sticker die ich geöffnet habe waren alles doppelte Lottchen. Und meine Theorie, die von der Verkäuferin bestätigt wurde, war dass die gar nicht alle Sticker drucken. Zumindest nicht gleich. Die Leute kaufen und kaufen die Stickertütchen und erst nach ein paar Wochen bringen die auch die restlichen Sticker auf den Markt.

Das ist jetzt natürlich ärgerlich für uns, wo wir doch schon so im Sammelfieber sind.
Ist das nicht unlauterer Wettbewerb, denn auf der Seite von REWE steht nichts dergleichen?

Oder die machen es wie beim McDonalds Monopoly und haben viele gleiche Sticker, und ein paar die nur ganz selten gedruckt werden. Was ebenfalls zur Folge hat dass man viele Stickertütchen kauft. So oder so fühle ich mich etwas betrogen.

3 Kommentare 18.8.12 10:03, kommentieren

Teufels Beitrag

Seit einiger Zeit interessiere ich mich für Ökologie. Mir gefällt die Vorstellung irgendwann einmal, in einer noch Jahre entfernten Zukunft, total autark zu leben, und das im Einklang mit der Natur. Ich will keine Birkenstock's tragen, sondern eher ein trendiger LOHAN-Hippie sein.
Und zu diesem Zweck habe ich in letzter Zeit immer öfter Bücher über Naturschutz und Co. gelesen.


Eines dieser Bücher war "Einfach intelligent produzieren" von Michael Braungart und William McDonough. Dieses Buch ist gut und absolut nicht lesenswert. Es ist gut weil es genau das Dilemma aufzeigt in dem der Naturschutz steckt, und ist genau darum auch nicht lesenwert.




Inhalt und Message des Buches ist: Es soll nicht weniger schlecht produziert werden, sondern einfach gut. Agree. Man muss sein T-Shirt einfach ausziehen und Wegwerfen können und es würde verrotten, ohne dass Schadstoffe die Umwelt inkarzerieren. Agree.

Nur wie dieser Zustand erreicht werden soll, das steht da nicht. Ich habe auf Beispiele gewartet, wie man all die Missstände verbessern könnte. Plasteflaschen, sind zu langlebig und umweltschädigend, In moderne Kleidung sind immer auch Chemikalien eingewebt, die nicht umweltverträglich sind, und selbst in Recycling-Papier sind Schadstoffe die nicht mehr wiedergewonnen werden können sondern untrennbar mit dem Papier verbunden sind und es nicht-wegwerfbar machen.

Nur wie ändert man das
Die Frage die das Buch stellt ist: Wie kann man absolut umweltneutral produzieren?
Die Antwort die das Buch gibt ist: Indem man umweltneutral produziert. (bzw. Indem man etwas erfndet mit dem umweltneutral produziert werden kann.)
Man ist also so schlau wie vorher.

Nur ein einziges Beispiel wird angeführt zur Verbesserung der Umweltproblematik. Und das ist das Beispiel eben jenes Buches. Die amerikanische Originalausgabe ist nämlich aus Kunststoff. Und ab einer bestimmten Temperatur löst sich die Druckerschwärze herunter und kann wiedergenutzt werden. So kann dasselbe Plastikbuch wieder und wieder bedruckt werden.
Nette Idee. Nur dass dadurch der Plastemüllberg noch weiter anwächst, wenn man beginnen würde jedes Buch auf Plastik zu drucken. Denn Bücher werden gekauft und behalten, und nicht wiederbedruckt. Wenn man anfinge jeden U-Bahn-Fahrplan, und jedes Menü im Restaurant auf Plastik zu drucken, ersticken wir bald an eben jenem.


Ich bleibe dabei Gemüse direkt aus der Markthalle zu kaufen. Und ich esse nicht jeden Tag Fleisch. Es gibt auch mal vegetarisches Essen. Und Fleisch wird gerade so viel gekauft wie auch gegessen wird. Die gängigen Abpackungen an eingeschweißter Wurst sind mir persönlich zum Beispiel schon zu viel. Einfach etwas bewusster Einkaufen. Damit habe ich angefangen.

Ich wäre gerne ein Extremist. Aber leider ist das ziemlich aufwendig. Ich will ein Oberteil zum einfach wegschmeißen? Dann werde ich es wohl selber weben müssen, damit die Kinder in Indien das nicht für mich tun müssen. (Ich kann ja noch nicht einmal weben.) Und die Wolle muss ich wohl selber herstellen wenn ich keine chemischen Zusätze haben will. Da muss ich das Schaf wohl selber scheren - natürlich mit einer Schere und nicht elektrisch. Denn Strom ist ja weit entfernt von Bio.

Und nachdem ich die Wolle zu Strickwolle verarbeitet habe (wie auch immer das geht?) und mir einen Pulli daraus gemacht habe kann ich mit em nächsten Pulli gleich anfangen. Denn ohne chemische Stabilisatoren wird der Pulli wohl kaum in seiner Form bleiben. Wir kommen vom Hundertste ins Tausendste.

Ich will gefälligst Lösungen für diese Probleme! Leider gibt es die nicht in diesem Buch.

3 Kommentare 11.7.11 13:10, kommentieren

Folter

...Wo hab ich ihn nur?.....
*kruschtel*
Ich habe vor Jahren mal einen Artikel im Internet gefunden über eine Präsentation des amerikanischen Militär. Es wurde eine schwarze Boy vorgestellt, die beim schieren Anfassen unglaubliche Schmerzen verursacht hat. Wie sie genau funktionierte weiß ich nicht, aber sie hat die Nervenenden gereizt und dadurch fast übermenschliche Schmerzen provoziert. Die Delinquenten wurden gezwungen sie anzufassen - mit beiden Händen - und so sollten Informationen aus ihnen herausgefoltert werden. Da es sich um weiße Folter handelt, also es keine Spuren hinterlässt, kann man danach keine Anwendung mehr nachweisen. Die Opfer der Box haben nie länger als 10 Sekunden durchgehalten - so stark waren die Schmerzen.

Blöderweise kann ich Google quälen wie ich will. Ich finde den Artikel nicht wieder. Bei meinem letzten Computercrash wurden alle Favoritenlinks gelöscht. Ist halt auch klar dass man solche Informationen nicht gerade auf der Spiegel-Website findet.

Aber hinaus wollte ich eigentlich dabei auf etwas ganz anderes. Und zwar auf Guantanamo. Ehrlich gesagt hat mich dieses Thema nie besonders interessiert. Natürlich sind die Fotos durch die Medien geschickt worden auf denen ein Soldat in Waffenpose auf Gefangene zielt die sich in lächerlichen Posen aufstellen mussten, aber ehrlich gesagt fand ich das nicht besonders schockierend. Vielleicht bin ich da auch abgestumpft, aber wer weiß was in anderen Ländern mit Gefangenen gemacht wird, dachte ich.
Nun habe ich mir aber den Guantanamo-Artikel bei Wikipedia durchgelesen und bin ehrlich gesagt doch schockiert. Was dort gefoltert wird, geht ja auf keine Kuhhaut. Es besteht der Verdacht dass dort insgeheim Leute hingerichtet werden, und Verfahren gibt es keine. Das ist ja mal sowas von...nun ja...eben diktatorisch.

Vor kurzem wurde doch diese Statistik veröffentlicht über die diktatorischen und demokratischen Länder, wobei die Diktaturen überwiegen. Ich würde gern mal wissen als was Amerika eingestuft wurde?

Ah hab eine etwas andere Einteilung gefunden, aber die sollte es auch tun:

Demokratieindex

Amerikafreundlicher, weil vom Index her weniger genau ist die Übersicht von Freedomhouse.com. Mal schauen ob sich die verschiedenen Statistiken widersprechen.

7.2.11 10:05, kommentieren

G. - unser anonymer Begleiter

Mein Blog soll nicht mehr durch Google gefunden werden. Wie stelle ich das an? Wenn man Google selbst fragt, wird natürlich kein nützlicher Treffer angezeigt. Ob Google das wohl mit Absicht macht?
Oder kann man sich gar nicht austragen?
Weiß da zufällig jemand Bescheid? Und was passiert wenn ich ein Passwort auf mein Weblog mache? Werde ich dann nicht mehr angezeigt, weil Google keinen Inhalt finden kann?

Und erreiche ich das Gegenteil vom gewünschten Effekt wenn ich das G-Wort so oft benutze?
Einmal will ich auf jeden Fall noch von G. gefunden werden. Und zwar wenn ich ein Experiment starte.
Man darf gespannt sein.

Abenteuer dieser Art wei immer nur auf diesem Blog.

Ach wieso eigentlich geheimnistuerisch? Ich verrat's euch.
Ich werde nämlich, und jetzt Achtung Äuglein gespitzt, an einem von mir gewählten Tag einen Blogeintrag schreiben der mich an die Spitze der Google-Suche bringen wird.
Ich bin sicher das interessiert euch brennend. Also bis dann.

Düdeldü

26.9.09 18:03, kommentieren